Mit „Made in Germany“: Deutsch-türkische Unternehmer erzielen Milliarden-Umsätze

Deutsch-türkische Unternehmer gehören zu den tragenden Säulen der deutschen Wirtschaft. Doch sie sind längst nicht mehr in Nischenmärkten tätig. Viele von ihnen siedeln ihre Unternehmen in der Technologie-Branche an.

Unter den etwa drei Millionen Deutsch-Türken befinden sich 80.000 Unternehmer. Sie erwirtschaften jährlich 35 Milliarden Euro. Unter ihnen befinden sich auch mehrere Unternehmer der Technologie-Branche.

Bülent Uzuner ist Vorstandsvorsitzender der BTC Business Technology Consulting AG, einem der führenden IT-Consulting-Unternehmen in Deutschland mit 1.900 Mitarbeitern und Niederlassungen in der Schweiz, der Türkei, Polen und Japan.

Dilhan Görgün ist Geschäftsführer der Orpedo Orthopedics Company KG, dem bekannten Hersteller und Lieferanten von Orthopädieprodukten.

Für beide sind Bildung, Fleiß und Professionalität ausschlaggebend für ihren Erfolg.

So hatte die Sahinler Holding im Jahr 2009 etwa eine Milliarde Euro Umsatz verzeichnen können, berichtet das Unternehmer-Magazin Impulse.

Der Lebensstil der deutsch-türkischen Unternehmer ist eher schlicht. Diese Mentalität hilft den Unternehmern auch Krisenzeiten gut zu überstehen. Wichtig sei auch, dass die Unternehmer auf „Made in Germany“ setzen. Das sagte auch der Vorsitzende des Wirtschaftsverbands „TÜMSIAD EUROPE“, Cahit Kerenciler, den Deutschen Mittelstands Nachrichten. Doch der nächste Schritt sei mehr soziale Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen.

Für Rainhardt Freiherr von Leoprechting, Ex-Präsident der Türkisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer (TD-IHK), sind deutsch-türkische Unternehmer sehr flexibel. „Sie sind ein fester Bestandteil unseres Wirtschaftslebens. Ihre unternehmerischen Aktivitäten begrenzen sich keinesfalls auf Nischenmärkte. Sie sind mittlerweile in mehr als 150 verschiedenen Branchen tätig“, sagte von Leoprechting den Deutschen Mittelstand Nachrichten.

Kommentare

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  1. Peter sagt:

    Es ist ja auch kein Wunder das die türkischen Unternehmer so „erfolgreich “ in
    Deutschland sind, wenn es z.b möglich ist das KFZ Werkstätten die von
    türkischen Migranten geführt werden Ihren MEISTERBRIEF per ANTRAG
    von der IHK bekommen können.
    ( man kann danach googeln und wird sehr schnell fündig )

    Dumm nur das ich urdeutsch bin, ich muss die Schulbank drücken und viel Geld
    ausgeben um den selben Titel zu bekommen.
    Dieses Geld fehlt dann natürlich später zur Unternehmensgründung.

    Daher sehe ich den Artikel doch etwas kritischer !

    gruß
    Peter

    • Berliner68 sagt:

      Naja, viel Wissen steckt aber nicht hinter diesem Kommentar. Sie sprechen von Ausnahmegenehmigungen, die langjährige Handwerker beantragen können. Diese Genehmigungen können alle in Deutschland ansässigen Unternehmer beantragen. Sie stellen es so dar, als wenn diese Ausnahmen nur den türkschen unternehmen gemacht werden. Auch wenn wir jetzt mal hypothetisch davon ausgehen, dem wäre so: mit ihrem Kommentar vermitteln sie das Bild, alle türkischen Unternehmer würden von solchen (nicht vorhandenen) Vorteilen profitieren. Das sind 80.000 unternehmen, die rund 500.000 Arbeitsplätze schaffen und vel Geld investieren, das sollte hier von Bedeutung sein.

  2. Kruppstahl sagt:

    Diese Unternehmen kommen nicht aus dem Ausland!
    Sie sind ein Teil dieser Gesellschaft.
    Und der Beitrag ist auch nicht unerheblich.
    Tolle Leistung…also nicht nur Dönerbuden.
    Das Amazon weiter in Germany investiert sollte jedem bekannt sein. Also nicht nur in eigener Furze verweilen, frische Novemberluft tut jedem Miesmacher gut…wir erbarmen solcher 🙂

  3. Miesmacher sagt:

    Solange sie vom Standort Deutschland profitieren sahnen sie ab, wie die US-Heuschrecken a la Amazon! Wenn es die Geschäfte verhagelt, sind sie weg, wie die Heuschrecken!