Automobil der Zukunft: Acht Gramm Treibstoff reichen für 100 Jahre

Eine amerikanische Firma arbeitet an einem neuen Antriebssystem für Autos. Die Energie wird dabei durch Thorium erzeugt. Das Auto wird elektrisch betrieben und erzeugt keine Schadstoff-Emissionen.

Die amerikanische Firma Laser Power Systems (LPS) aus Connecticut entwickelt eine neue Antriebsmethode für Fahrzeuge unter Verwendung eines der dichtesten Materialien der Natur: Thorium. Dies geht aus einem Bericht von Industry Tap hervor. Die Firma experimentiert mit kleinen Thorium-Blocks. Die abgegebene Hitze des Materials wird für einen Laser genutzt, der Wasser erhitzt und mit dem Wasserdampf eine Mini-Turbine versorgt. Die Turbine erzeugt wiederum den elektrischen Strom, mit dem das Fahrzeug angetrieben wird. Der Antrieb erzeugt dabei keinerlei Schadstoff-Emissionen.

Thorium – ein radioaktives Metall – wurde 1828 von dem schwedischen Chemiker Jons Jakob Berzelius entdeckt, der es nach dem nordischen Gott Thor benannte. Durch seine große Dichte ist Thorium in der Lage, enorme Mengen an Hitze zu erzeugen. Es kommt in geringen Mengen in den meisten Gesteinsformen vor. Es ist darüber hinaus schwächer radioaktiv als Uran und kommt bis zu dreimal häufiger in der Erdkruste vor. Es lässt sich zudem leichter aus der Erde extrahieren als Uran und erzeugt dabei deutlich weniger Umweltschäden. Ein weiterer Vorteil von Thorium ist, dass sich nur schwer waffenfähiges Kernmaterial daraus erzeugen lässt. Schließlich kann ein thoriumbetriebener Antrieb nicht zu einer nuklearen Kettenreaktion führen wie es bei Uran-Reaktoren der Fall ist.

Derzeitige Modelle des Antriebs wiegen etwa 250 Kilogramm und lassen sich in konventionelle Autos integrieren. Laut CEO Charles Stevens verfügt ein Gramm Thorium über die gleiche Energie wie 28.000 Liter Benzin. Einer Hochrechnung der Firma zufolge würden acht Gramm des Materials ausreichen, um ein Fahrzeug für 100 Jahre anzutreiben ohne den Treibstoff auffüllen zu müssen.

Die Amerikaner forschten bereits in den 1960ern an Thoriumreaktoren zur Stromgewinnung. Sie gaben den Ansatz jedoch zu Gunsten von Uranreaktoren auf, da diese waffenfähiges Plutonium für die Herstellung von Kernwaffen lieferten. Derzeit ist China bestrebt, die Technologie wiederzubeleben, um seine Energieversorgung für die Zukunft sicherzustellen. Dies berichtete der Telegraph Anfang des Jahres. Auch Norwegen forscht weiter an Thorium-Reaktoren (mehr hier).

Den Weg in die Automobil-Industrie fand Thorium 2009, als Loren Kulesus das Cadillac World Thorium Fuel Concept Car entwickelte. LPS entwickelt die Technologie nun so weiter, dass sie für die Serienproduktion tauglich wird.

Kommentare

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  1. Mike Lee sagt:

    So ein Bockmist. Der Wahrheitsgehalt der Artikel hier war ja immer unter 50% aber offensichtliche Enten müsst ihr ja wirklich nicht bringen.
    Da ist wohl einer auf der Suche nach ein paar Investoren und schwups 2 Jahre später ist die Firma konkurs.

    Thoriumreaktoren haben neben Vorteilen auch wichtige Nachteile
    – beim Brutprozess wird immer URAN 232 gebildet dies hat eine halbwertszeit von 70 Jahre und ist somit ein sehr starker Gammastrahler
    – ein reiner Thoriumreaktor benötigt Uran 235 oder Plutonium um die Reaktion zu starten
    – das Argument der unmöglichen Proliferation stimmt nicht. Das waffenfähige Uran 233 kann sehr wohl chemisch abgetrennt werden, ogbwohl durch das gleichzeitig enstehende Uran 232 erschwert.

    Alleine die Blieiabschirmung um den Reaktor müsste 20 Tonnen sein. Damit der Fahrer nicht Kinder mit 3 Köpfen zeugt.
    Die Chinesen probieren es seit 2011 wiedermal mit einem 300MW thoriumreaktor mal sehen.

  2. Petzold sagt:

    Auch diese Idee wird in der Schublade verschwinden ….

  3. Rumpelstilzchen sagt:

    Ach wie gut für die „Wirtschaft“, das niemand wusste, wie lange das Wissen schon schon existiert..

    Es ist einfach nur enttäschend, zu lesen wie Schlecht der Mensch zu seinem Nächsten ist..

  4. Günther Bauer sagt:

    Wann meldet sich endlich der Erfinder des Perpetuum Mobile? Oder hat das auch die Ölwirtschaft schon aufgekauft?

    • Staszek sagt:

      Hallo,

      dann googeln sie mal nach e-cat.
      Vielleicht nicht ganz Perpetuum Mobile, aber dicht dran….

    • Hans von Atzigen sagt:

      Hiiiii die Melden sich doch fast Täglich zu Wort. Einfach aufmerksam zuhören. Davon Träumen so um die 99 % der Menschheit. Scheint das liegt an den Genen. Tja so etwas wie die berühmte ,,Erbsünde,,. Peinlich aber oberpeinlich auch ,,Wissenschaftler,, sind von dieser ,,Erbsünde,, befallen.
      Da Arbeiten zum einem grossen Teil Techniker blind verbissen am Tatbeweis. Die andere Spezies sind die Ökonomen. Die werkeln genau soooo verbissen an dem Ding. Dem Ökonomie- Perpetuum- Mobile.
      Wetten 1- Unendlich die werden scheitern, Alle.
      Megalach.
      Freundliche Grüsse