Mindestlohn wird Preise in die Höhe treiben

Mit der Einführung des Mindestlohns wird eine halbe Million Geringverdiener die Arbeit verlieren. Zudem werden aufgrund der höheren Lohnkosten die Preise steigen. Der Staat verwehrt vor allem den jungen Leuten den Zugang zum Arbeitsmarkt und verschärft so die sozialen Unterschiede.

Eine Einführung des Mindestlohns von 8,50 Euro würde die sozialen Unterschiede in Deutschland verschärfen. Es drohen ein Anstieg der Arbeitslosigkeit, höhere Preise für Produkte und Dienstleistungen und die dauerhafte Benachteiligung von gering Qualifizierten.

„Ein gesetzlicher Mindestlohn führt zur Angleichung der Stundenlöhne, aber nicht zu einer Angleichung der verfügbaren Einkommen“, sagte Kai-Uwe Müller, Mitautor einer entsprechenden Studie, den Deutschen Mittelstands Nachrichten. Durch die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns würden circa 500.000 Arbeitnehmer ihren Job verlieren.

Verschiedene Branchen lehnen einen Mindestlohn auch aus anderen Gründen ab. Nach Einschätzung des Hotel- und Gaststättenverbandes für Kneipen- oder Restaurantbesuche in Thüringen müssen die Menschen tiefer in die Tasche greifen, sollte der flächendeckende Mindestlohn kommen.

Der Mindestlohn von 8,50 Euro ist neben der Reichensteuer eine der zentralen Forderung der SPD. Er hätte Auswirkungen auf fast jeden fünften Haushalt in Deutschland. Vor allem junge Leute, gering Qualifizierte, Teilbeschäftigte und Angestellte in kleinen Unternehmen müssten um ihren Arbeitsplatz fürchten.

Wenn die erzwungene Lohngrenze keine Arbeitsplätze vernichten würde, würden die betroffenen Haushalte im Schnitt 900 Euro mehr Einkommen pro Jahr verdienen. Das wäre ein Einkommens-Plus von 3 Prozent. Doch aufgrund der nötigen Entlassungen verlieren viele betroffene Haushalte große Teile ihres Einkommens.

Neben der negativen Auswirkungen auf die Beschäftigung verursacht der Mindestlohn auch Preiserhöhungen. Denn wenn Unternehmen höhere Löhne zahlen müssen, werden auch viele Produkte und Dienstleistungen teurer – oder das Unternehmen muss schließen. Alle Teile der Bevölkerung verlieren daher an Kaufkraft.

Wenn man Arbeitsplatz-Verluste und Preiserhöhungen in die Rechnung einbezieht, ergibt sich bei den vom Mindestlohn direkt betroffenen Haushalten ein jährlicher Einkommensverlust von 245 Euro.

„Die Simulationen der Studie basieren auf verschiedenen Annahmen, zum Beispiel über zukünftige Reaktionen von Unternehmen“, so Müller. Deshalb sei nicht mit Sicherheit vorhersehbar, wie viele Unternehmen zu Entlassungen gezwungen sein werden, oder in welchem Ausmaß die Unternehmen gestiegene Arbeitskosten über Preissteigerungen an Konsumenten weitergeben. „Doch die Daten belegen, dass der Mindestlohn nicht zu einer gerechteren Verteilung der verfügbaren Einkommen in Deutschland führen wird.“

Der Mindestlohn erhöht die sozialen Unterschiede. Er macht nicht nur die Armen ärmer, sondern verhindert auch ihren beruflichen und sozialen Aufstieg. Er verwehrt jungen Leuten und gering Qualifizierten den Eintritt in den Arbeitsmarkt und somit die Chance, sich Stück für Stück hochzuarbeiten.

 

Kommentare

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  1. lesefuchs sagt:

    So ein Mist in Schriftform. Aber wenn die Jugend für einen Appel und ein Ei arbeiten darf und keine Zukunft hat weil kein Geld zum Aufbau Selbiger, dann ist das o.K.! Wie wäre es denn wenn wir die Löhne auf Null senken?! Dann hätten wir nach der dümmlichen Denke Vollbeschäftigung! Und schon rennen alle in die Läden und konsumieren – aber Huch – kein Geld in der Tasche, kein Umsatz beim Unternehmer… Komisch das wir trotz Niedriglohn, Leiharbeit und anderer deutscher Errungenschaften immer noch ein Millionenheer Arbeitsloser haben. So kann man nur schwafeln wenn man ein entsprechend dummes Volk unter sich weiss!!!!

  2. Gerechtigkeit und Staatsauftrag? sagt:

    Löhne, die den Lebensbedarf nicht decken, müssen vom Staat aufgestockt werden, werden also von der Gemeinschaft subventioniert. Wozu? Nur damit ein Unternehmer seine Gewinnmarge erhöhen kann, weil es „der Markt“ hergibt?
    Wenn einzelne, SINNVOLLE oder notwendige Tätigkeiten tatsächlich ohne Subventionierung nicht rentabel sind, dann soll der Staat diese DIREKT subventionieren. Also nach Prüfung der Geminnützigkeit dem Betrieb einen Zuschuss zum Lohn zahlen.
    Das wäre sachlich konsequent.
    Warum soll ein Beschäftigter einen Betrieb subventionieren- womöglich noch aus seinem Ersparten?
    So wie es zurzeit läuft, hält sich das gut verdienende oder vermögende obere Gesellschaftsdrittel einen paradiesischen Sklavenmarkt, und lässt die Durchschnittsverdiener diesen auch noch subventionieren.
    Womit wir tatsächlich bei der spätrömischen Dekadenz angelangt sind…

  3. Horst Schwabe sagt:

    Das ist liberaler Unfug. Nichts weiter.

  4. Ulli Schaller sagt:

    Die Rechnung wird in manchen Betrieben sehr einfach sein, um den Laden nicht dichtmachen zu müssen.
    Damit der Mindestlohn gezahlt werden kann wird halt Personal entlassen und die Übriggebliebenen müssen für den Mindestlohn „intensiver“ arbeiten.
    Beispiel :
    3 Arbeitnehmer verdienen bisher je 6 EUR/h. Einer verliert seinen Job und die beiden anderen bekommen jetzt je 9 EUR/h und erledigen die Arbeit des Entlassenen mit, bekommen sogar etwas mehr als den Mindestlohn.
    Ist diese Lösung von der Politik gewollt ?

    • spatz sagt:

      Arbeiten Sie für 6.- Euro?

    • lesefuchs sagt:

      Darum gibts ja in den zig anderen Ländern mit Mindestlohn auch keine Firmen mehr!!! Einfach mal die Blödzeitung bei Seite legen und über den Tellerrand schauen!!!

  5. Falke sagt:

    Ich halte diese Studie für eine interessengeleitete Panikmache. Es kommt darauf an, eine menschliche Wirtschaft aufzubauen. Der Mensch muss so viel an Einkommen haben, dass er und seine Familie davon menschenwürdig leben können. Das muss eine vom Rechtsstaat gesetzte Bedingung sein, mit der die Wirtschaft genauso zu rechnen hat, wie sie sich andererseits mit den begrenzten Ressourcen der Erde abfinden muss. Nur mit einem angemessenen Einkommen kann der Mensch auch Produkte der Wirtschaft kaufen und erwirbt er eine ausreichende Alterssicherung.
    Schon dass Einkommen suchende Menschen ihre Arbeitskraft auf einem “Arbeitsmarkt” nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage zum Verkauf gegen eine „Entlohnung“ anbieten müssen, spricht eine verräterische menschenverachtende Sprache. Verkaufen bedeutet, dass der Käufer die erworbene „Ware“ nach seinen Vorstellungen verwenden kann.
    “Es ist grotesk: Das Wirtschaftsleben ist dazu da, der menschenwürdigen irdischen Existenzsicherung zu dienen. Die große Masse der im Wirtschaftsleben Tätigen erhält aber von denen, für die sie arbeiten müssen, ein Arbeitsentgelt gerade nicht mit diesem Ziele, sondern systematisch so wenig wie möglich, so dass viele sogar unter oder am Existenzminimum leben und noch darum kämpfen müssen. Der moderne „Arbeitsmarkt“ ist der Nachfolger des früheren Sklavenmarktes, auf dem entrechtete Menschen wie Tiere verkauft und gekauft wurden. Der Arbeitssklave der Gegenwart wird zwar nicht in seiner ganzen Persönlichkeit als rechtlose Ware betrachtet, aber insoweit er sich mit seiner Arbeitskraft zu weitgehend diktierten Bedingungen verkaufen muss, befindet er sich in einer sklavengleichen Lage.”
    Dazu und grundsätzliche Gedanken siehe:
    http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/09/27/arbeitsmarkt-der-mensch-als-ware/
    http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/10/25/arbeitslosigkeit-manipulation-der-gesellschaft-mit-einem-verengten-begriff/

  6. wartemal sagt:

    Der Mindestlohn wird die Jobs killen, welche unter dem Mindestlohn durch die Subvention der Allgemeinheit bezahlt wurden, damit die Firmen sich daran bereichern konnten. Diese Subventionsfirmen brauchen wir nicht.

  7. hugin sagt:

    GEWINNER VON LOHNERHÖHUNGEN IST DER STAAT
    Bei höheren Löhnen steigen Lohnsteuer, Sozialversicherung und Dienstgeberbeitrag.
    Kommt man in eine höhere Steuergruppe kann sein, dass man netto weniger als vor der Erhöhung erhält. Wenn sich ein höherer Lohn nicht rechnet, ist der Arbeitsplatz weg.
    Den Zustand des brutalen Wettbewerbs zeigen die hysterischen Werbefeldzüge, ruinösen Rabattschlachen, Firmenfriedhöfe und Shopping-Ruinen. Man kann sicher sein, es wird noch schlimmer kommen.

  8. Sklavenkolonie sagt:

    Weil hier die ganze Zeit von 8,50€ Stundenlohn und Zehn-Euro-Haarschnitten die Rede ist, auch mal mein Denkanstoß zum Thema.

    Der Frisör verpaßt mir für zehn Euro einen Haarschnitt. Dafür schnippelt einer für symbolischen Lohn eine Stunde lang an mir herum. Denn der Salon kostet ja auch Geld.

    Danach bekommt der Schnippler von mir fünf Euro Trinkgeld in die Hand gedückt. Wenn’s dumm läuft, verdoppelt das seinen Nettolohn. Als Aufstocker muß er sein Trinkgeld bei der ARGE als Zufluß angeben.

    Wem also hab‘ ich in Wahrheit die fünf Euro Trinkgeld bezahlt?

    Für 15 Euro gibt’s auch schon die ersten Haarschneider bei „Geiz-ist-Geil“. Selbst wenn der nur einen einzigen Haarschnitt durchhielte, hätte man wenigstens der ARGE kein Trinkgeld für die saubere Frisörsarbeit eines Aufstockers bezahlt.

  9. Widerspruch sagt:

    Durch Wiederholung wird diese These nicht richtiger.

    GERADE die schlechtbezahlten Dienstleistungsjobs, die ja in der Hauptsache davon betroffen sind, sind nämlich nicht rationalisierbar. Weder ins Ausland, noch durch Automatisierung, noch indem man die Stellen einfach „streicht“.

    Die Leute MÜSSEN zum Friseur und werden das auch tun, wenn der Haarschnitt 5 Euro mehr kostet. Die Leute bleibt nicht traurig daheim sitzen, anstatt sich in der Gastronomie gesellig zu treffen, weil das Getränk 20 Cent mehr kostet. Man schaue sich nur die Preise an, die die Leute bereit sind in Nachtclubs für wenige Mililiter Getränk zu berappen. Es wird auch kein Unternehmen aufhören seine Büros putzen zu lassen, nur weil der Stundenlohn der Putzfrauen steigt. Kein Kunde oder Mitarbeiter hat für verdreckte Geschäftsräume Verständnis, nur weil der Mindestlohn da ist. Es wird auch kein Supermarkt Regaleinräumer entlassen, weil es nun einen Mindestlohn gibt, die Regale müssen nun einmal schlicht eingeräumt werden, das istdie Voraussetzung für den Geschäftsbetrieb. Es wird auch kein Paketdienst den Geschäftsbetrieb einstellen, weil Fahrer und Sortierpersonal mehr Geld bekommt, die Pakete müssen bearbeitet werden, das ist die Geschäftsgrundlage. Und bezogen auf die enorme Paketmassen, die ein einzelner Mitarbeiter bei den Paketdiensten pro Schicht bearbeitet, sind das einstellige Centbeträge pro Paket, die das Porto teurer machen würden. Ja nicht einmal Firmen die Werbeprospekte verteilen können aufhören Prospekte zu verteilen, nur weil die Lohnkosten steigen. Das ist deren Geschäftsgrundlage.

    ABER dafür steigt umgekehrt die Kaufkraft von inzwischen Millionen Deutscher über Nacht an, die inzwischen so wenig verdienen, dass sie von einem Mindestlohn profitieren. Umgekehrt spart sich der Staat MILLIARDEN, weil er nicht mehr über „Aufstockung“ in planwirtschaftlicher Weise Lohndumping subventionieren muss, um das Existenzminimum der Leute zu sichern. 8,50 Euro pro Stunde in Vollzeit liegen über dem Existenzminimum. Und Leute die so wenig verdienen, die brauchen jeden Cent ihres Einkommens und leben von der Hand in den Mund. Das heißt, jeder Euro, um den deren Einkommen steigt, wird 1:1 in zusätzlichen Konsum umgesetzt und kurbelt insgesamt die Wirtschaft an, schafft also eher Arbeitsplätze, kompensiert aber mit Sicherheit negative Effekte locker über, die sicherlich in Einzelfällen durch einen Mindestlohn entstehen mögen.

  10. Gettoblaster sagt:

    Warum verdient mein Chef 8000 Euro im monat und ich nur 800?
    Mal ein absolut wahnwitziger Vorschlag, reicht es nicht auch wenn er 7000 verdient?
    Und ich dann etwas mehr bekomm, damit ich die Miete , ohne Wohnungsamt, bezahlen kann?
    Ich weiß das ist ein Vorschlag von unwissenden Schwafflern, völlig Irre und Wirtschaftsfeindlich…..mmh was macht der nur jeden Monat mit soviel Geld?

    • BBop sagt:

      …..mmh was macht der nur jeden Monat mit soviel Geld?

      Vieleicht ist (oder war) er VERHEIRATET?