Flohmarkt-Verkauf von Neuwaren verzerrt Wettbewerb

Flohmärkte finden traditionell am Sonntag statt. Viele Händler verkaufen an ihren Ständen auch Neuwaren. Das sei „Wettbewerbsverzerrung“ sagt der deutsche Mittelstand. Das Verkaufsverbot an Sonntagen werde umgangen. In NRW sollen Neuwaren auf Flohmerkten bald verboten werden Tausende Arbeitsplätze stünden auf dem Spiel.

NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin hat für die Pläne, Neuwaren auf Flohmärkten verbieten zu lassen, Rückendeckung vom Mittelstand erhalten. Die neu gegründete „Clearingstelle Mittelstand NRW“ befürwortet das Verkaufsverbot für Neuwaren an Sonn- und Feiertagen.

Das öffnet die Möglichkeit, einen Kompromiss zu finden. Der ursprüngliche Plan des Wirtschaftsministeriums war, zunächst an allen Wochentagen ein Verkaufsverbot einführen, berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger.

Außerdem sollen „über Jahrzehnte etablierte Märkte“ vom Sonn- und Feiertagsverbot ausgenommen werden. Dazu zählen Brauchtums-, Handwerker, Oster- und Weihnachtsmärkte sowie eine traditionelle Kirmes. Insgesamt gibt es jährlich rund 3.500 Flohmärkte in NRW. Eine Ausnahme, so Guin, sollen die verkaufsoffenen Sonntage darstellen. An diesen Tagen sollen auch Neuwaren auf Trödelmärkten erlaubt sein.

Der Verband Deutscher Marktgestalter (VDM) warnt hingegen vor dem Verlust von 45.000 Arbeitsplätzen bei einem Verbot. In einer Aussendung verweist der stellvertretende Vorsitzende Norbert Hermanns auf die Kleinst-Gewerbetreibenden: Als niedergelassene Einzelhändler sind sie auf die Teilnahme an Sonntagsmärkten angewiesen. Nur so könnten Umsatzeinbußen ausgeglichen werden. Der Umsatz würde nämlich nicht an werktägigen Märkten gemacht, sondern am Wochenende.

Der Einzelhandel habe wegen Trödelmärkten mit hohem Neuwareneinsatz empfindliche Einbußen verzeichnen müssen, so VDM.

Der Streit um den Verkauf von Neuwaren auf Flohmärkten in NRW geht bereits seit Monaten. In den Koalitionsgesprächen zwischen SPD und Grünen im vergangenen Jahr hat der regionale Einzelhandel das Thema angestoßenDie Clearingstelle hat der Landesregierung jetzt ein entsprechendes Votum übersandt. Denn in letzter Kompetenz entscheidet das Land über ein Verkaufsverbot an Sonn- und Feiertagen.

Kommentare

Dieser Artikel hat 3 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Rheinquin sagt:

    Es ist traurig,
    dass der Staat der offiziell als HEHLER fungiert uns das Volk so alles verbietet.
    -wir dürfen keine gestohlene Sachen kaufen sonst werden wir bestraft der Staat darf.
    -wir dürfen fast niergendwo mehr eine Zigarette rauchen sonst werden wir bestraft (unsere Politiker auch??)
    Menschen müssen aus Ihren Wohnungen raus weil Sie dort geraucht haben
    u.v.m.
    Und jetzt….verbieten wir den Menschen Neuware auf Flohmärkte zu verkaufen!!!!!!!
    Und wer wird getraft??
    Wieso schauen die nicht mal wer auf Flohmärkte einkaufen geht???
    -Rentner die zuwenig Rente bekommen damit Sie etwas günstig erwerben können.
    -Eltern die günstige Anziehsachen für Ihre Kinder kaufen wollen weil Sie nur Harz 4 bekommen oder zu wenig verdiehnen und somit Berufstätig sind und nicht wegen der Arbeit zum Wochenmarkt kommen.
    -Ottonormal Verbraucher die wenig Geld verdiehnen und froh sind das Sie günstig eine Puddigtüte kaufen können.
    -Kinder die sich Spielsachen kaufen für wenig Geld weil Sie zu wenig Taschengeld bekommen…
    Und….die Händler sowie die Leute die solche Märkte Veranstalten zu guter letzt die Stadt wo demnächst kein Markt meht stattfindet.
    Danke weiter so……
    UND WAS KOMMT ALS NÄCHSTES???
    ODER BESSER GESAGT WAS WIRD ALS NÄCHSTES VERBOTEN???

  2. shitstorm247 sagt:

    Dann müsste man Ebay auch einstampfen. Oder die Kleinanzeigen verbieten.
    Das ist eine typisch deutsche, kollektivistische Planwirtschafts-Marotte, jedem auch noch bis ins Kleinste seines Privatleben hinein zu reglementieren, bis nichts mehr geht und man die Freiheit ZU GARNICHTS mehr hat (ein Zustand, der eigentlich schon erreicht ist, denn es geht ja bereits jetzt schon wirklich NICHTS mehr).
    Man darf sich jetzt wahrscheinlich auf Kontrollgänge des Gewerbeamtes einstellen.
    Der Deutsche will es so, und so wird es natürlich beschlossen. Sein von ihm heißgeliebter Staat, den er mit seinen bereitwillig abgedrückten Steuergeldern zur quasi unendlichen Macht verhilft, wird das schon regeln.
    Diese Suppe mit den logischen Konsequenzen wird er dann selbst auslöffeln müssen.
    Siehe letzte BT-Wahl. Die Steuererhöhungen waren wohl noch nicht hoch genug.
    Ich bin dafür, ihn noch mehr zu knechten. Bis er zusammenbricht. Aber dann ruft er wahrscheinlich selbst noch den Abdecker an.
    Die Wahrheit dürfte hier wohl sein, daß man sich eher nicht um etwaige „Arbeitsplätze“ (was immer das ein soll, als wenn die reserviert einfach da liegen würden) Sorgen macht, sondern daß der Staat wieder verhindern möchte, daß Menschen sich noch etwas dazuverdienen können. Ist klar, daß es da nur um entgangene Steuern und den Schwarzmarkt geht.