Lucke weist Gerüchte über Putsch in der AfD zurück

In der AfD tobt offenbar ein erbitterter Machtkampf. In Parteikreisen wird über die Ablösung von Parteichef Lucke diskutiert. Einige Mitglieder der Parteiführung kritisieren dessen eigenmächtigen Führungsstil. Lucke selbst sagte: „An diesen Gerüchten ist nichts dran.“ Die Landesverbände stünden loyal hinter ihm.

Nach Informationen der Deutschen Mittelstands Nachrichten gärt es in der AfD. Angeblich herrscht  an der Führungsspitze Uneinigkeit über den künftigen Kurs der Partei. Insbesondere soll Gauland, der ehemalige Herausgeber der Märkischen Allgemeine, mit der Performance Bernd Luckes nicht einverstanden sein.

Das Thema dürfte morgen bei einem vertraulichen Treffen der Landesvorstände besprochen werden. Dort könnte Gauland versuchen, eine Mehrheit gegen Lucke zu mobilisieren, heißt es aus AfD-Kreisen. Hinter den Kulissen versuchen einige aus dem Vorstand, den Konflikt zu beruhigen, um eine Zuspitzung der Auseinandersetzung noch zu verhindern.

Der Berliner Landesverband bestätigte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten auf Nachfrage das Treffen der Landesvorstände an diesem Samstag, wollte sich aber zu einer konkreten Tagesordnung nicht äußern. Es handele sich bei dem Treffen um interne Beratungen darüber, wie es zukünftig weitergehen solle, hieß es.

Die AfD steht mitten in einer Neuausrichtung. Dabei geht es um die Frage, wer bei den Europawahlen als Spitzenkandidat antreten soll. Parteichef Bernd Lucke hatte das für sich reklamiert. Dieses Vorpreschen wurde von einigen Führungskräften der AfD als äußerst unglücklich eingeschätzt.

Möglicher Weise kommt es schon an diesem Wochenende in der jungen Partei zu einem Showdown über die personelle und inhaltliche Ausrichtung.

Bernd Lucke selbst sagte den Deutschen Mittelstands Nachrichten: „An diesen Gerüchten ist absolut nichts dran. Die Landesverbände stehen loyal hinter mir.“ Zwar finde am Samstag tatsächlich ein Treffen der Landesverbände in Kassel statt, an dem Lucke und Gauland teilnehmen. Dabei werde aber keine Personalpolitik besprochen.

Kommentare

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  1. Sokrates sagt:

    Entdeckung der Gelassenheit!

    Die AfD benötigt ruhiges Fahrwasser und zielführende Vorgaben,um die vor ihr liegenden Aufgaben erfüllen zu können.
    Da ist schon die Andeutung von Vorstandsquerelen kontraproduktiv.
    Da wäre es äußerst sinnvoll,die noch nicht bewältigten Anlaufschwierigkeiten zuerst auszuräumen.
    1. Die angedichtete Rechtslastigkeit muß durch produktives Handeln ad absurdum geführt werden.
    2. Die Partei darf kein Sammelbecken von Profilneurotikern werden.
    3. Die Partei muß gesellschaftliche Polarisierung entgegentreten.(Partei der Wohlhabenden,Partei der Akademiker,elitäre Protestpartei usw.)
    4. Die Partei muß für alle Bürger mit dem Fundament des demokratischen Rechtsstaates offen sein.(Diffamierung der Herkunft und gesellschaftlspolitischer Überzeugung sind zu unterlassen.)
    5. Die Partei macht deutlich,daß die rechtsstaatlichen Ordnung unabdingbar ist.

    Die AfD will schließlich im Bundestag mitarbeiten!

    Daran und allein daran werde ich meine Mitglieschaft messen!

  2. Sonja Eleonore Thiem sagt:

    Parteichef Berndt Lucke wird bei den Europawahlen als Spitzenkandidat der Afd
    antreten. Die Landesverbände stehen loyal hinter ihm.

    Neider -haben keine Chancen!
    Sonja Eleonore Thiem

  3. George Hepburn sagt:

    Einigkeit macht stark. Plus Sauberkeit.
    K e i n e s f a l l s zurücktreten

  4. Advokat sagt:

    Prof.Lucke könnte sich zurücklehnen und sich seiner bestimmt gut bezahlten Tätigkeit als Professor für die Forschung und Lehre widmen.In Verantwortung für Deutschland hat er die AfD gegründet,in der alle Mitglieder und Funktionäre ehrenamtlich ohne Vergütung arbeiten.,was in den etablierten Parteien undenkbar wäre.In Thüringen kassiert der Wrtschaftsminister SPD Ruhegehalt ca.150000 EUR,Ministergehalt ca.in gleicher Größe,und ist als Wahlkampfhelfer für Herrn Steinbrück in Berlin tätig.Es ist nicht anzunehmen ,dass die Zeit als Wahlkampfhelfer in Berlin zu einer Kürzung der Ministerbezüge in Thüringen geführt hat.
    Die Versuche der Parteigegner die AfD zu spalten sind so dumm und dreist, dass der Wähler diese Masche durchschaut und den Zusammenhalt ,so wie die Akzeptanz der AfD stärkt.Die Wahlerfolge sprechen für sich.

  5. Jürg Walter Meyer sagt:

    Herr Gauland ist ein alter, konservativer Mann; ich würde ihn sogar als Reaktionär bezeichnen – siehe unten.

    Es ist sehr wohl möglich, dass dieser Herr Gauland meint, er wüsste besser als Herr Professor Lucke, welche Richtung die AfD einschlagen müsse.

    Gauland fiel mir äusserst unangenehm auf, als die F.A.Z. und andere Zeitungen zu berichten wussten, dass er, für die außenpolitischen Ziele der AfD verantwortlich, eine starke Ausrichtung nach Russland propagiere und von einem „Rückversicherungsvertrag“ à la Bismarck spreche.

    In einem Zeitungsbeitrag im Jahr 2012 attestierte Gauland den Deutschen ein „gestörtes Verhältnis zur militärischen Gewalt“, er sprach sich für ein Verständnis des Kriegs als „Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln im Sinne von Clausewitz“ aus und konstatierte einen „diffusen Ganzkörperpazifismus“. (nach Wikipedia; Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Gauland#cite_note-4 )
    -> „Hintergrund“, vom 06.08.2012; verfasst von Dieter Deiseroth, Bundesverwaltungsrichter: „Einstimmung auf Verfassungs- und Völkerrechtsbruch“ – „Eine Kolumne im Berliner Tagesspiegel propagiert den Einsatz von militärischer Gewalt für politische Zwecke“; aus dem Text: Gauland negiere „damit insbesondere das nach den Verbrechen des 2. Weltkrieges als historische Errungenschaft der Menschheit in der UN-Charta verankerte Verbot jeder Anwendung militärischer Gewalt.“
    Link: http://www.hintergrund.de/201208062188/hintergrund/medien/einstimmung-auf-verfassungs-und-voelkerrechtsbruch.html

    Seit dem empfinde ich Herrn Gauland, der eine politische Laufbahn im zweiten Glied hinter sich hat, als eine Gefahr, eine Belastung für die AfD.

  6. Advokat sagt:

    Prof.Lucke könnte sich zurücklehnen und sich seiner bestimmt gut bezahlten Tätigkeit als Professor für die Forschung und Lehre widmen.In Verantwortung für Deutschland hat
    er die AfD gegründet,in der alle Mitglieder und Funktionär ehrenamtlich (ohneVergütung
    arbeiten),was in den etablierten Parteien undenkbar wäre.In Thüringen kassiert der Wrtschaftsminister SPD Ruhegehalt ca.150000 EUR,Ministergehalt ca.in gleicher Größe,und ist als Wahlkampfhelfer für Herrn Steinbrück in Berlin tätig.Es ist nicht anzunehmen ,dass die Zeit als Wahlkampfhelfer in Berlin zu einer Kürzung der Ministerbezüge in Thüringen gefuhrt hat.
    Die Versuche der Parteigegner die AfD zu spalten sind so dumm und dreist,so dass der Wähler diese Masche durchschaut und den Zusammenhalt ,so wie die Akzeptanz der AfD stärkt.Die Wahlerfolge sprechen für sich.