Luftfahrtkonzern EADS entlässt Tausende Mitarbeiter

Bei EADS sollen 5.000 bis 6.000 Arbeitsplätze wegfallen, vor allem im schwächelnden Rüstungsgeschäft. Das sind 5 Prozent aller Mitarbeiter des Konzerns. Mit den Einschnitten will EADS-Chef Enders die Rendite auf 10 Prozent erhöhen.

Der Luftfahrtkonzern EADS weiht seine Manager und Betriebsräte am Montag in die Details des bevorstehenden Stellenabbaus ein. Im Tagesverlauf würden die Führungskräfte und Belegschaftsvertreter informiert, erst am Abend dann offiziell die Öffentlichkeit, wie ein Firmensprecher am Montag sagte.

Insidern zufolge fallen den Plänen Tausende Stellen vor allem im Rüstungsgeschäft zum Opfer.

Einem Pressebericht vom Montag zufolge fallen 5.000 bis 6.000 Arbeitsplätze weg. Auf Kündigungen wolle das Unternehmen dabei verzichten, berichtet die französische Tageszeitung Le Figaro. Der Abbau von etwa 5 Prozent der Gesamtbelegschaft soll demnach im Einvernehmen mit den Betroffenen geregelt werden.

Die Niederlassungen im Großraum Paris würden neu organisiert, schreibt das Blatt. Die Zentrale der Rüstungssparte werde von Unterschleißheim nach Ottobrunn bei München verlegt, wo EADS noch zahlreiche Räume leer stehen hat. EADS-Chef Tom Enders will mit den Einschnitten dem flauen Rüstungsgeschäft begegnen und die Rendite auf 10 Prozent trimmen.

Der EADS-Konzern gab vor einigen Wochen bekannt, die Zentrale der Rüstungssparte Cassidian in Unterschleißheim bei München schließen zu wollen. Damals war von 1.400 Stellen die Rede, die gestrichen werden sollten (hier).

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