Verarbeitendes Gewerbe in Deutschland macht geringere Umsätze

Einige Branchen der deutschen Realwirtschaft rutschen langsam in die Krise. Besonders der Absatz auf dem Heimatmarkt schwächelt im Gegensatz zum Auslandsumsatz. Lichtblicke gibt es nur wenige. 

 

Der Umsatz des verarbeitenden Gewerbes liegt im Oktober 2013 saison– und arbeitstäglich bereinigt um 0,2 Prozent niedriger als im September. Dies ist der zweite monatliche Umsatzrückgang in Folge, so das Statistische Bundesamt. Dabei ergeben sich sowohl regionen- als auch branchenspezifische Unterschiede. Die Umsatzzahlen für Inlands- und Auslandsmarkt entwickeln sich auseinander. Während die Auslandserlöse um 0,4 Prozent zulegten, sanken die Umsätze im Inland besonders deutlich um 0,8 Prozent.

Während die Hersteller von chemischen Erzeugnissen mit 1,9 Prozent gegenüber dem Vormonat das größte Umsatzplus innerhalb des produzierenden Sektors verzeichnen, fällt der Niedergang des Umsatzes von Produzenten von Kraftwagen und Kraftwagenteilen mit 4,5 Prozent am deutlichsten aus. Zu den Gewinnern des Monats gehören außerdem die Metallerzeugung und -bearbeitung (+1,8 %) und die Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (1,4 %). Zu den weiteren Verlierern gehören dagegen der Maschinenbau (-1,9 %) und die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (-0,5 %).

Verglichen mit dem Vorjahr entwickelt sich der Umsatz allerdings positiv. Im Vergleich zu Oktober 2012 lag der Umsatz arbeitstäglich bereinigt real 1,6 Prozent höher. Das Geschäft mit inländischen Abnehmern stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,3 Prozent, der Auslandsumsatz sogar um 3,1 Prozent. Das Geschäft im Ausland entwickelt sich besonders drastisch auseinander. Die Steigerung des Absatzes in die Eurozone betrug 0,7 Prozent, der Absatz ins restliche Ausland 4,8 Prozent.

Ein gewisser Unterschied ergibt sich auch in Absatz und Produktion. Letztere ging laut Bundeswirtschaftsministerium mit 1,2 Prozent etwas deutlicher zurück als der Verkauf.

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