US-Behörden verbieten Herstellung von Bitcoin-Münzen

Der weltgrößte Hersteller von physischen Bitcoin-Münzen nimmt keine Bestellungen mehr an. Denn die US-Behörden haben ihm massive Regulierungen auferlegt, die der kleine Unternehmer nicht leisten kann.

Wegen des massiven Drucks der US-Behörden hat der weltgrößte Hersteller physischer Bitcoins die Produktion eingestellt. Das harte Vorgehen der Behörden gegen Bitcoin hält an.

Kurz vor Thanksgiving hat der IT-Unternehmer Mike Caldwell einen Brief von Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) erhalten. Diese Behörde des US-Finanzministeriums beschäftigt sich mit der Bekämpfung von Geldwäsche.

„Sie betrachten mein Unternehmen als einen Geldübermittler“, zitiert Wired den kleinen Unternehmer. Die sich daraus ergebenden massiven Regulierungen übersteigen seine Kapazitäten.

Caldwells Unternehmen Casascius stellt aus digitalen Bitcoin physische Münzen mit verschiedenen Nennwerten her. Über die Jahre hat er für seine Kunden circa 90.000 Bitcoin-Münzen hergestellt. Diese sind heute mehr als 50 Millionen Euro wert. Wer seine Bitcoin als physische Münzen aufbewahrt, kann einen möglichen Cyber-Diebstahl verhindern.

Die von Caldwell hergestellten Bitcoin-Münzen enthalten einen privaten Schlüssel, mit dem man online ein Bitcoin kontrollieren kann. Der private Schlüssel ist auf einer Karte, die sich im Innern der Münze befindet und durch ein Hologramm geschützt ist.

Wenn das Hologramm beschädigt wird, hinterlässt es eine Bienenwabenstruktur (siehe Video) und die Münze wird zur Zahlung nicht mehr akzeptiert. Denn offenbar hat jemand den Schlüssel eingesehen und könnte sich den Bitcoin-Betrag online überwiesen haben.

Die Bestellung der Bitcoin-Münzen läuft zu 100 Prozent in Bitcoin ab. Kunden überweisen Caldwell die Bitcoin, die er für sie in eine Münze prägen soll. Hinzu kommt eine Gebühr im Wert von 50 Dollar, die ebenfalls in Bitcoin überwiesen wird. Die Kunden erhalten dann die Bitcoin-Münzen mit der Post.

Zentralbankgeld wird von Caldwell nicht akzeptiert. Er betrachtet Casascius nicht als Geldübermittlungs-Unternehmen, sondern als Hersteller von Sammlerstücken. Doch auf der Webseite des Unternehmens heißt es, dass es auf des Drucks der Behörden vorerst keine Bestellungen mehr annimmt.

Im Frühjahr hatte das US-Heimatschutzministerium (DHS) 5 Millionen Dollar auf zwei Bankkonten von Mt.Gox beschlagnahmt, der damals größten Bitcoin-Börse. Wie Caldwell hatte auch Mt.Gox sich nicht als Geldauseber registriert (mehr hier).

Casascius ist ein reines Bitcoin-Unternehmen. Es gibt keine Bankkonten, die von den Behörden beschlagnahmt werden könnten, so Caldwell. Dennoch will er sich nicht mit den Behörden anlegen. Dies könne das Ende seines Unternehmens sein.

Kommentare

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  1. heinrich koehler sagt:

    Der Bericht über die – Bitcoin – Münzen hate mich Aufmerksam gemacht,
    würde aber gerne mehr darüber Erfahren.
    Es liegen keine weiteren Info in Form von Video vor – schade!

    Zum Thema – FED – dies dürfte auch bald Geschichte sein, denn
    die FED hatte eine befristete Genehmigung von – 100 Jahren
    und die sind jetzt Ende Dezember 2013 abgelaufen!

    Bitte senden Sie mir von Bitcoin – Münzen ein Video.

    L. G. heinrich

  2. saratoga777 sagt:

    Was ist denn die FED, die Federal Reserve, wenn nicht ein Element in einem privaten Zentralbanken-Monopol, das im wahrsten Sinne die Lizenz zum Gelddrucken hat.

    Es handelt sich um ein Elite-Team von Betrügern, die das Monopol zum Betrug keinesfalls aus der Hand geben wollen. Ihr Monopol wird geschützt durch staatliche Waffengewalt, ein völlig korrupter Staat, der sein Gewaltmonopol den Geldmonopolisten zur Verfügung stellt, weil er von den privaten Gelddruckern mit eben diesem Geld korrumpiert worden ist.

    In meinem Keller drucke ich Geld und trete ein Teil davon dem Polizeipräsidenten ab, damit er mich nicht verhaftet, so einfach ist das. Nicht durch Gold gedecktes Geld ist immer Falschgeld, und zwar auch mit einer staatlichen Lizenz. Eine Lizenz zu besitzen bedeutet einfach nur, dass man nicht verhaftet wird, aber aus ökonomischer Sicht hat dieses lizenzierte Falschgeld dennoch keinerlei Eigenwert. Der Eigenwert wird scheinbar generiert durch die Illusion in den Köpfen der Menschen, es handelt sich um einen magisch generierten Symbolwert, es handelt sich also um Massenhypnose. Schaut, der Kaiser ist ja nackt.

    Worin besteht denn das Grundproblem mit dem heutigen Geldsystem? Das Problem besteht einfach darin, dass das Prinzip eines fairen und freien Wettbewerbs nicht respektiert wird, und die so genannten Kapitalisten hier ein System der sozialistischen Planwirtschaft implementiert haben. Selbst in der ehemaligen UdSSR war das Geldsystem nicht monopolistischer und planwirtschaftlicher als in den USA oder der EU.

    Ein fairer und freier Wettbewerb würde ganz einfach darin bestehen, dass das FED-Scheingeld in einen fairen Wettbewerb zu Bitcoins und zu Goldmünzen treten müsste, und der Markt, das heisst der Kunde, würde dann nach dem Prinzip der Nachfrage bestimmen, welche Art der Zahlung er bevorzugt, und auf welchem Wertniveau sich der Preis der jeweiligen Währung ansiedeln würde, genau wie bei den Rohstoffen, die einen Eigenwert besitzen.

    Aber weil das Papiergeld der FED schlicht und einfach nur wertloser Papiermüll ist, und weil die FED dies auch weiss, kann sie einen fairen Wettbewerb keinesfalls zulassen, denn ein solcher Wettbewerb würde zu einer fairen Bewertung des Dollars führen, was diesen relativ zum Gold schlicht vernichten würde.

    Ausserdem sollte man bedenken, dass laut US Verfassung nur Gold und Silber als Zahlungsmittel anerkannt werden und legal sind, was schlicht bedeutet, dass es sich bei Dollars nicht um ein legales Zahlungsmittel handelt, sondern um als Geldscheine getarnte Schuldscheine, Geld das von einem Staat geschuldet wird, der durch und durch pleite ist und somit keinen Eigenwert mehr aufweist.

    Letztlich wird der Wert des Dollars gedeckt durch die Erdölreserven, die sich die USA mittels Waffengewalt weltweit angeeignet haben. Weil das Erdöl in Dollars gehandelt wird, können die USA Erdöl weltweit kostenlos beziehen, denn Dollars, die völlig ungedeckt sind, können von der FED in beliebiger Höhe einfach gedruckt werden, womit die Gauner dann Erdöl einkaufen.

    Wenn sich ein Staat jedoch dazu entschliesst, sein Öl nicht mehr gegen Dollars herzugeben, sondern nur noch gegen Gold, dann wird ihm ganz einfach der Krieg erklärt. Und weil jedes Land der Erde, das Öl besitzt, Angst hat vor der militärischen Macht der USA, getraut es sich folglich nicht eine Bezahlung in wertlosen Dollar-Schuldscheinen abzulehnen. Folglich sind die Dollars letztlich durch die Waffengewalt der USA gedeckt, das heisst durch das Prinzip der Nötigung und der Erpressung, also durch eine Straftat.

    Aber ist es bei einem Bankräuber, der eine Bank überfällt, denn nicht genau so? Die Waffe in der Hand gibt ihm die Macht das Geld der Bank zu erhalten. Die Gleichung lautet also wie folgt: Macht = Waffen = Recht. Dass Recht nichts mit Moral und Gerechtigkeit zu tun hat, sollte der Leser mittlerweile begriffen haben, vor allem bei der Geldpolitik. Wie sagte schon Mao Tse Tung: „Die Macht kommt aus den Gewehrläufen“.

  3. Loewe sagt:

    Das Spiel hatten wird doch schon mal… Da wollte ein arabisches Land Öl in Euro bezaht haben und schon haben die Amis dort die Sau raus gelassen…. Heute reGIERt dort eine „Demokratie“ von USA-Gnaden und Öl wird weiter mit Dollarschein-Geld bezahlt.

    Diesmal sitzt der „Feind“ im eigenen Land. Da kann man nicht einfach mal von Giftgas und Atombomben faseln und dann das Land und Leute platt machen….

  4. gregg sagt:

    Tja, dumm gelaufen. Da führt man 40 Jahre lang Krieg, um den Schein des „vertrauensvollen“ US-Dollars zu halten, hat Ausgaben in Milliardenhöhe, Tote in schwindelerregenden Mengen und den Hass der halben Welt auf sich gezogen und verliert am Ende gegen die eigene Masche: Geld, bestehend aus Einsen und Nullen. Ich kann nicht umhin, ein zynisches Grinsen über mein Gesicht huschen zu lassen.

  5. Hülsensack sagt:

    Da bekommt der Dollar „Konkurenz“ und schon brennt`s!