Bundesagentur: Langzeit-Arbeitslose können nicht mehr integriert werden

Die Bundesagentur für Arbeit räumt ein , dass die deutsche Gesellschaft keine Möglichkeiten hat, Langzeitarbeitslose zu integrieren. Bei den Unqualifizierten liegt die Arbeitslosigkeit seit Jahren bei 20 Prozent.

Die deutsche Gesellschaft findet kein Rezept, um Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsprozess zu bringen. Unter den Unqualifizierten liegt die Arbeitslosenquote nach Angaben von BA-Vorstand Heinrich Alt bei 20 Prozent. Bei den Qualifizierten seien es nur fünf Prozent. Alt räumte ein, dass es bei der Integration von Langzeitarbeitslosen in den Betrieben „eine Art Innovationsstau” gebe. „Es fehlt die gute Idee, wie wir diese Menschen schrittweise wieder in betriebliche Praxis integrieren können”, meinte Alt.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) rechnet mit bis zu 180.000 Arbeitsmigranten aus Bulgarien und Rumänien, die wegen der vollen Arbeitnehmerfreizügigkeit im kommenden Jahr in Deutschland einen Job suchen werden. „Da ist auch die Bundesagentur in der Mitverantwortung. Zum Beispiel, wenn es um Deutschkurse oder Aktivierungsmaßnahmen geht”, sagte BA-Vorstand Heinrich Alt der Saarbrücker Zeitung.

Durch die Zuwanderung, aber auch durch die wachsende Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren werde es für einheimische Arbeitslose schwieriger, sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten, erläuterte Alt. Das gelte insbesondere für die „überdurchschnittlich schlecht” qualifizierten Langzeitarbeitslosen, deren Zahl in den letzten Jahren bei knapp einer Million stagniere.

Kommentare

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  1. nietz sagt:

    Also sorry, jeder Mensch der sich halbwegs engagiert und sich wirklich Gedanken zu dem Thema macht, der sollte schnell auf den Gedanken kommen dass man Langzeitarbeitslose sehr wohl effektiv fördern/fordern kann. Seit Jahren ist bekannt, dass LA’s zu wenig und teilweise völlig falsche fördern bekommen. Absolut unqualifizierte, sollten vom Staat ausgebildet werden, altersunabhängig! Denn ein normaler Betrieb wird sie nicht annehmen. Zumal es auch oft Leute sind, die eine sehr heftige Geschichte haben. Also muss auch die Psyche gestärkt werden: Selbstbewusstsein, -vertrauen etc. pp. Der Staat setzt die Förderung teils falsch ein. Der Führerschein sollte auch übernommen werden… Nix geht über mobilität

  2. popper sagt:

    Herr Alt liefert einen Offenbarungseid des Versagens. Es zeigt sich, dass das Konzept Agenda 2010 und insbesondere Hartz IV gescheitert sind. Ja die ganze Arbeitsmarktpolitik der letzten 10 Jahre ist ein einziges Desaster.

  3. Aufgewachter sagt:

    Manche Langzeit-Politiker können auch nicht mehr in die Gesellschaft integriert werden, wie folgender Kommentar bei MMNews zeigt.

    Bei MMNews steht ein netter Kommentar über Wagenknecht. Er lautet : „Man muss sich nur mal die Vita von Wagenknecht ansehen, 43 Jahre und noch keinen einzigen Tag realwirtschaftlich gearbeitet, sondern nur von Transferleistungen dem Steuerzahler auf der Tasche gelegen und Kommunismus-Theorien zum Besten gegeben. Sarah geh mal richtig arbeiten und verschone uns mit deinem Marx-Geschwätz.“

    Auch wenn ich mit den Artikeln bei Deutsche Wirtschaftsnachrichten nicht immer konform laufe trotzdem Schöne Weihnachten an alle Mitleser hier und natürlich auch an die Redaktion, die sich immer soviel Arbeit mit den ganzen Artikeln jeden Tag macht. Wir sitzen doch alle im selben Boot und da sollte man zusammenhalten, daß möglichst noch viele aufwachen bevor es rund geht, woll?

    Weihnachtsgruß mit Weihnachtsbaum anguck 😉
    http://aufgewachter.wordpress.com/2013/12/24/ein-echter-lichtblick/