Japan plant Betrieb von Sonnenkollektoren auf dem Mond

Das Potential der Sonnenenergie auf dem Mond ist riesig. Ein japanischer Energiekonzern will es mit einem Gürtel aus Sonnenkollektoren nutzen. Der Energiegewinn wäre gigantisch. Aber Zweifel an der Umsetzbarkeit bleiben.

Die japanische Firma Shimizu plant die komplette Bestückung des 11.000 Kilometer langen Äquatorgürtels des Mondes mit Solarpaneelen und die Übertragung der von ihnen gewonnen Energie auf die Erde. Nach Vollendung dieses Jahrtausendprojektes winkt eine jährliche Energiegewinnung von 13.000 Terawatt – gut das 12.000-fache der jährlichen Produktion durch Paneele in den USA (1.059 GW). Der Traum von der unbegrenzten Energiemenge würde in Erfüllung gehen.

Durch die vollständige Umschließung des Mondes wäre immer eine Mondseite der Sonne zugewandt. Die Atmosphäre des Mondes kennt kein Wasser und folglich keine Wolken. Beide Umstände garantieren ununterbrochene Bestrahlungsdauer. Hinzu kommt das Vakuum zwischen Mond und Erde, was den Widerstand beim Stromtransfer auf die Erde minimiert. Bei gutem Wetter betrüge der Verlust nur 2 Prozent.

Der Bau des 12 Kilometer langen „Luna Ring“ soll im Jahr 2035 beginnen. Shimizu möchte nach eigenen Angaben menschliche Arbeitskräfte nur in der Beaufsichtigung des Bauprozesses einsetzen und ansonsten vollkommen in die Robotertechnik vertrauen.

Zusätzlich zum Bauprojekt plant Shimizu den Abbau von Monderde, die sich in Keramik, Fiber-Optik, Beton und sogar zur Synthese von Wasser nutzen lässt.

Doch selbst wenn Shimizu die technische Herkulesaufgabe meistern sollte, blieben nach Meinung des britischen Technologie-Magazins Wired rechtliche Probleme: Die Nutzung der Oberfläche des Mondes sei im Völkerrecht nicht bestimmt.
Das Magazin inhabitat zitiert die Vision der Firma: „Praktisch unerschöpfliche, saubere Solarenergie ist die ultimative Quelle grüner Energie, die sowohl die Natur als auch unser Leben aufblühen lässt. Shimizu Corporation hat den Luna Ring für die unendliche Koexistenz von Menschheit und Erde ersonnen.“

Neben Luna Ring plant Shimizu die Pyramiden-Stadt in der Luft, das Weltraum-Hotel und ein Kanalnetz in der Wüste.

Kommentare

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  1. Aufgewachter sagt:

    Das ist nicht ganz richtig. Vor allem, wie will man die Energie drahtlos von dem Mond auf die Erde bringen? Per Mikrowelle? Ist aber auch nicht so gesund!

    Solarstrahlung im Erdorbit zu schwach für Lösung der Energieprobleme

    Für die lächerlichen 1.250 Watt je Quadratmeter an Solarstrahlung, welche in unserem Erd-Orbit von der knapp 150 Millionen Kilometer entfernten Sonne ankommen, soviele Menschen über die Energie-Endverbraucherpreise eines total irrsinnigen Desertec-Wüsten-Projektes zu enteignen, zeugt davon wie weit der Mensch sich vom gesunden Menschenverstand durch bezahlte Studien, welche über Medien in die Köpfe transportiert werden, entfernt hat.

    Auf dem sonnennächsten Planeten Merkur sähe die Sache schon anders aus. Der Merkur kommt der Sonne bis auf nur knapp 46 Millionen Kilometer (0,307 astronomische Einheiten) nahe und die dortige Solarstrahlung beträgt stolze 14.700 Watt je Quadratmeter. Dort würde sich jeder private Photovoltaik-Betreiber über die wenigen Quadratmeter der teueren Solar-Panels freuen, die er dort benötigt, um seine eigene Energie zu gewinnen und zu nutzen. Bei näherer Betrachtung der dortigen Temperaturen wird die anfängliche Euphorie wieder zum Albtraum. Denn die Oberflächentemperatur auf dem Merkur beträgt 427°C und die Nacht wird mit -173°C auch recht frostig. Dort muß man zusätzliche Solar-Panels einplanen, wenn man dort sein Eigenheim auf angenehme 22°C halten möchte.

    Uns geht es doch ganz gut auf unserer Erde. Unser Schöpfer hat die Erde in eine Umlaufbahn um die Sonne gesetzt auf der sich prima leben läßt. Wäre sie näher an der Sonne würden manche über die Wärme stöhnen – wäre sie weiter weg, wäre vielen von uns zu kalt.

    Die Energieprobleme, die wir haben resultieren nicht von einem falschen Abstand der Erde zur Sonne, sondern davon, daß unsere Wirtschaft auf Wachstum basiert dessen Ursache unser verzinstes Geldsystem ist, welches auf Schulden basiert. Die sinnvolle Realwirtschaft ist schon seit 1980 ausgewachsen. Alles andere ist pure Energieverschwendung.

    Nachtrag : Die Sonneneinstrahlung steht auch nur 12 Stunden pro Tag zur Verfügung. Die anderen 12 Stunden herrscht bekanntlich die Nacht. Durch die Erdatmosphäre gelangen zudem selbst bei klarem Wetter noch nicht einmal die margeren 1.250 Watt pro Quadratmeter, welche im Erdorbit eintreffen. Mir tun nur die ganzen Besitzer von Photovoltaik-Anlagen leid, die ihre Kohle sinnlos aus dem Fenster geschmissen haben. Wenn man dann noch an die Wolken, Kondensstreifen und Chemtrails denkt, welche den Solarertrag nochmals schmälern, reicht der klägliche Rest gerade für die Begleichung der Fremdkapitalzinsen und die Wechselrichter, welche alle 5 Jahre erneuert werden müssen. Von den Solar-Panels ganz zu schweigen, welche nach 25 Jahren nur noch die Hälfte der Leistung bringen.

    http://aufgewachter.wordpress.com/2012/11/05/solarstrahlung-im-erdorbit-zu-schwach-fur-losung-der-energieprobleme/

  2. Ansgar Neher sagt:

    Das hört sich ja alles gut an, aber wie soll die gewonnene Energie zur Erde trnsportiert werden?