Schweiz: Visum für Chodorkowski

Der frühere russische Ölmagnat Michail Chodorkowski wird für drei Monate in die Schweiz reisen. Der ehemals reichste Mann hat sein Vermögen auf Schweizer Konten. Die Schweiz hatte sich während des Prozesses gegen den Oligarchen geweigert, das Vermögen Chodorkowskis einzufrieren.

Michail Chodorkowski darf für drei Monate in die Schweiz reisen.  Seine Frau Inna und die Zwillingssöhne Gleb und Ilja leben dort.

Der Russe, der als Ölunternehmer zum reichsten Mann Russlands aufgestiegen war, hält nach Schweizer Medienberichten einen Teil seines Vermögens auf Schweizer Konten.

Die NZZ berichtet:

Im Rahmen eines Rechtshilfegesuchs aus Russland hatte die Bundesanwaltschaft 2004 ein Vermögen von 6,2 Milliarden Franken von Chodorkowskis Yukos-Konzern auf fünf Banken in der Schweiz eingefroren. Gegen diese Massnahme reichten Chodorkowski und seine Mitstreiter Beschwerde ein.

Das Bundesgericht entschied, dass das Einfrieren der Gelder gegen den Grundsatz der Verhältnismässigkeit verstosse und hob die Blockade auf. Der Antrag auf Rechtshilfe wurde vom Bundesgericht 2007 definitiv verweigert.

Chodorkowskis Sohn hatte vor einige Jahren gesagt, dass nur ein Bruchteil des Vermögens des einstmals reichsten Manns Russland vorhanden sei. Beobachter schätzten allerdings, dass dieses Vermögen immer noch mindestens 100 Millionen Euro betragen dürfte.

Kommentare

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  1. Frank sagt:

    Sicher ein ehrenwerter Mann und lupenreiner Demokrat.

  2. Syssiphus sagt:

    Nun hacken Sie mal nicht so auf dem nächsten Friedensnobelpreisträger herum.

  3. so-ist-es sagt:

    Wie doch bestimmte Regierungen, Regierungsmitglieder oder einstige Mitglieder samt deren Seilschaften um das Wohlergehen eines Kriminellen besorgt sind.

    Da werden schon mal die Hurenmedien zu Falschmeldungen aufgefordert, die dann wie im tiefsten Busch fleißig die Trommeln bis zur Entkräftung rühren.

    Das lässt den Schluß zu, diese Mafia-Innung lässt eben keines ihrer Mitglieder hängen und ist rührend um eine weiße Weste und das Wohlergehen ihrer Verbrechern besorgt.

  4. Gautier Irgendwo sagt:

    Warum auch nicht, die Schweiz ist ja eh nicht mehr Neutral.

  5. Fritz sagt:

    Der hat rechtzeitig hunderte Millionen seines zusammengerafften Vermögens in die Schweiz transferiert. Jetzt erwartet die Schweiz vermutlich, dass er noch einige Milliönchen mehr mit in die Schweiz bringt, die er sonst irgendwo zwischengebunkert hat. Seine eingefrorenen Milliarden in der Schweiz wird er sicher bald mit Hilfe seiner Freunde und guten Anwälten wieder frei bekommen. Zum Schweizer Pass dauert es dann nicht mehr lange.

  6. wolf sagt:

    Ist doch klar, dass die Schweiz weiterhin der Hort von unrechtmäßig erworbenen Vermögen bleiben wird, und dass alle Steuervermeider sich gerne dort niederlassen.

    Mich stört allerdings, wie sich deutsche Poltiker als Hofschranzen des „lupenreinen“ Putin oder im Falle von Chodorkowski als juristische Ausreise-Berater zur Verfügung stellen.

    Oder auch, wie die EU den nächsten Pleitestaat Ukraine mit unseren Steuergeldern alimentieren will.

  7. windradl sagt:

    Was für ein Schmierentheater. Alle glauben an den „unschuldigen“ Putingegner. Niemand scheffelt ein Milliardenvermögen ohne andere zu zerstören. Ich finde es abartig wie dieser Mann von der Politikelite hofiert wird. Er ist keinen Deut besser als Putin-Obama oder die sonstigen Möchtegern-Gutmenschen. Ich hasse diese verschissene und verlogene Weltelite. Wir werden alle von denen verarscht.

  8. windradl sagt:

    Was für ein Schierentheater. Alle glauben an den „unschuldigen“ Putingegner. Niemand scheffelt ein Milliardenvermögen ohne andere zu zerstören. Ich finde es abartig wie dieser Mann von der Politikelite hofiert wird. Er ist keinen Deut besser als Putin-Obama oder die sonstigen Möchtegern-Gutmenschen. Ich hasse diese verschissene und verlogene Weltelite. Wir werden alle von denen verarscht.

    • Schinderhannes sagt:

      Lesen:

      ISBN 978-3-492-05103-3

      Seite 186
      Der grosse Raubzug – woher das Geld Stammt.