Deutsche Einzelhändler machen 2013 kaum Gewinn

Die guten Prognosen für das Konsumklima haben sich im Weihnachtsgeschäft nicht bestätigt. Der deutsche Einzelhandel erzielte 2013 das schwächste Umsatzplus seit vier Jahren. Umfragen hatten zuvor ein positives Konsumklima vorhergesagt.

Trotz eines Endspurts im Weihnachtsgeschäft haben die deutschen Einzelhändler 2013 das schwächste Umsatzplus seit vier Jahren erzielt. Die Erlöse kletterten zwischen 1,6 und 1,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in einer ersten Schätzung mitteilte. Nach Abzug von Preissteigerungen ging es real nur um bis zu 0,5 Prozent nach oben. In den Jahren 2010 bis 2012 gab es jeweils ein Umsatzwachstum von mehr als zwei Prozent.

Die Konjunktur in Deutschland schrammte allerdings Anfang des vergangenen Jahres an einer Rezession vorbei und dürfte 2013 insgesamt nur um rund 0,5 Prozent zugelegt haben.

Zum Auftakt des Weihnachtsgeschäfts lief es für die Einzelhändler zunächst gut. Im November stieg der Umsatz um 1,5 (real 1,4) Prozent zum Vormonat. Das war jeweils der stärkste Zuwachs seit Januar 2013. Von Reuters befragte Analysten hatten hier nur mit einem Plus von 0,6 Prozent gerechnet.

Zum Ende des Weihnachtsgeschäfts konnte dieser Trend jedoch nicht gehalten werden. Unten aufgeführte Grafik der Bundesbank zeigt die Entwicklung des Umsatzes in den einzelnen Branchen.

Mit dem Umsatzergebnis des Einzelhandels 2013 wird deutlich, dass es eine Diskrepanz zwischen Konsumklima, den Geschäftserwartungen und den tatsächlichen Umsätzen im Handel gibt (mehr dazu – hier).

Kommentare

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  1. georg sagt:

    Man kann nur noch lachen über die GfK Witz-Prognosen, ab wann merken diese Typen vom GfK eigendlich das sie nicht mehr ernst genommen werden und nur noch millionenfache Lachsalven ihnen entgegenschallen wenn sie ihr durchschaubares Spektakel eines angeblichen Konsumklimas des Weihnachtsgeschäfts 2013 und gerade jetzt wieder für 2014 mit diesen Glücksmeldung uns vorzusuggerien wollen, wie wären doch alle ach so glücklich und reich und jeder von uns müsste sich schämen wenn er nicht mindest für 288 € Weihnachtsgeschenke unter Baum gelegt hätte.

    Man kann allen nur raten, die an solche Prognose geglaubt haben, im Internet nachzuschauen, wie die Einzelhändler im Januar 2014 ihr ach so tolle Weihnachtumsätze beweihnen.

    Das überflüssigste in diesem Land ist diese „GESELLSCHAFT für KONSUMFORSCHUNG“ denn es stimmt schon lange nicht mehr das die Hälfte des Umsatz durch solche Meldungen wie vom GfK gesteuert werden können,das ist ein Glauben der in unserer Digitalen Welt Schnee von gestern ist,da selbst der Jüngste von uns, seine Informationen im Web holt.

    Schade um das Geld was man in diesem Verein gesteckt hatt er ist total überflüssig,wie ein Kropf

    Umsatzsteigerungen sind nur noch im knallharten Wettbewerb zu erreichen,denn auf die Hoffnung zu setzen das wenn der Konsument ein paar Euros mehr hatt, er sich dadurch reich fühlt, trifft schon lange nicht mehr zu.

    Wir hatten eigendlich gehofft das mit dem verstummen der FDP auch dieser Verein in der Versenkung verschwinden würde.

  2. Delta120 sagt:

    Es wächst halt nur das Einkommen der Oberschicht. Der Unterschicht und Mittelschicht wird durch ständige Steuererhöungen (neuer Name EEG Umlage oder vermutlich zukünftig Maut) das Geld aus der Tasche gezogen.

    Durch ständige Statistik Spielchen verschönert sich zwar jedes Jahr mehr die jeweilige virtuelle Statistik aber die reale Welt belächelt eh die heutigen Statistiker.

  3. Bernhard sagt:

    Gehen Sie bitte einmal der Frage nach, wie der Jubelverein GFK seine Prognosen ermittelt. Diese Glaskugel hätte ich auch gern.

  4. Ich sagt:

    Wieso „kein Gewinn“?

    Sie machen bloß nicht MEHR Gewinn. Der Gewinn wurde nur um 0,5 % GESTEIGERT.

    Also ist es nicht kein Gewinn, sondern praktisch derselbe Gewinn wie im letzten Jahr.