Mittelstand steigert Umsatz mit Unternehmens-Netzwerk

In effektiven Netzwerken steigern Mittelständler ihre Umsätze deutlich. Mit dem Netzwerk Business Network International machten Unternehmen im vergangenen Jahr 294,4 Millionen Euro Umsatz. Das ist eine Steigerung von 20 Prozent.

Business Network International (BNI) ist ein internationales Unternehmernetzwerk für Geschäftsempfehlungen mit derzeit  6.500 Unternehmerteams in über 55 Ländern. Das leitende Prinzip von BNI ist die Steigerung des Umsatzes, sagte Harald Lais, Geschäftsführer von BNI Deutschland-Österreich. Die Mitglieder von BNI machten 2013 über 294 Millionen Euro Umsatz. Das ist „ein sattes Plus von 20 Prozent“, so Lais. Das Rekord-Ergebnis unterstreicht, dass die Bedeutung eines funktionellen Netzwerkes für den Mittelstand zunimmt.

Knapp 6.000 KMU sind in Deutschland bei BNI Mitglied. Sie sind auf 43 Regionen aufgeteilt und arbeiten in 242 Unternehmerteams zusammen. Mit 18,9 Millionen Euro konnten die Regionen Münster-Osnabrück den größten Umsatz erzielen, gefolgt von Köln (17,0 Mio. Euro) und Bielefeld (15,8 Mio. Euro). Insgesamt übertrafen 14 Regionen die 10 Millionen Euro-Marke im vergangenen Jahr. „Mit ganz wenigen Ausnahmen konnten alle Regionen ordentlich zulegen“, sagte Lais.

In der gesamten D-A-CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) wurde 2013 ein Umsatz von 442 Millionen Euro erzielt. Das entspricht rund 52.600 EUR Umsatz für jedes der 8.400 BNI-Mitglieder.

 Networking: Für alle Berufsgruppen interessant

Bei BNI schließen sich Unternehmer in Teams zusammen, wobei jedes dieser Teams aus etwa 20 bis 45 Vertretern unterschiedlicher Fachgebiete besteht – vom Architekten über den Rechtsanwalt, den Dachdecker und den Fotografen bis zum IT-Fachmann. Wichtigste Säule der Unternehmerteams sind verbindliche wöchentliche Frühstückstreffen, die morgens um sieben Uhr beginnen. Diese Meetings sind klar strukturiert. Im Mittelpunkt stehen dabei Kurzpräsentationen der Mitglieder, Beziehungsaufbau und die Weitergabe von Geschäftsempfehlungen, die zu mehr Umsatz führen sollen.

Die Teams bestehen aus bis zu 45 Unternehmen. Jedes Mitglied soll überlegen, wie es anderen Mitgliedern im Team helfen kann. Der Austausch von Firmenkontakten und die gegenseitigen Vorschläge generieren provisionsfreien Umsatz, der ohne das Netzwerk nicht zustande gekommen wäre. Nach Ablauf von ein bis zwei Jahren müssen sich die Unternehmer neu bei den anderen Mitgliedern des Teams um einen Verbleib in der Gruppe bewerben. Durch weltweite und regionale Benchmarks werden die Gruppen miteinander verglichen.

Das Netzwerk ist allerdings nicht kostenlos. Neben einer Aufnahmegebühr zahlen Mitglieder einen jährlichen Mitgliederbeitag und eine Gebühr für die wöchentlichen Frühstückstreffen. Im Gegenzug erhalten sie ein Erfolgscontrolling, die Organisation, Workshops und ein Intranet, das die regionale oder weltweite Vernetzung mit anderen Mitgliedern ermöglichen soll.

Kommentare

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  1. Rolf Neijman sagt:

    Tipp: Machen Sie sich selbst einen Eindruck und Besuchen eine BNI-Unternehmergruppe in Ihrer Stadt. Oder schauen Sie sich das Video von der ZDF-Reportage an: http://www.youtube.com/watch?v=aO5yNhEX-a8

  2. bESSer sagt:

    Wie krank ist das denn. Da würde ich nie mitmachen.