Zwangs-Qualifizierung: Österreich beschließt Ausbildungs-Pflicht

Vorbild für Deutschland? Österreichische Jugendliche ohne Ausbildungsplatz zahlen in Zukunft rund 440 Euro Strafe. Auch nach Ende der Schulpflicht besteht der Zwang, in die Schule zu gehen oder eine Lehrstelle anzutreten. Der österreichische Sozialminister will „Sozialfälle von morgen“ verhindert. Als Alternative wird eine Einstellungspflicht für Unternehmen diskutiert.

Die österreichische Regierung hat die schon im Regierungsprogramm vorgesehene Ausbildungspflicht bis 18 Jahre fixiert. Gelten soll sie ab September 2016. Sie richtet sich an all jene, die weder in Ausbildung noch in Beschäftigung sind, also Personen lediglich mit Pflichtschulabschluss. Angesprochen werden so rund 10.000 Jugendliche pro Jahrgang. „Sozialfälle von morgen“ sollen so verhindert werden, sagt der österreichische Sozialminister Rudolf Hundstorfer.

Bestanden hat die Pflicht theoretisch auch jetzt schon, nur war sie mit keinen Sanktionen versehen. Das ändert sich ab 2016. Die Verwaltungsstrafen, die von den Erziehungsberechtigten zu leisten sind, werden bei rund 440 Euro liegen, berichtet ORF.

Findet der Jugendliche selbst keine Lehrstelle, springt der Staat ein. Neben der Ausbildungspflicht für Jugendliche kann sich die Regierung umgekehrt auch eine Diskussion über eine Einstellungspflicht für Unternehmen vorstellen, wenn das System nicht funktionieren sollte.

Kommentare

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  1. Fritz sagt:

    Das ist einen Versuch wert. Es kann nicht sein, dass junge Menschen sich auf Kosten der Allegeinheit lebenslang aushalten lassen. Häufig sind es Migranten der 2. oder gar 3. Generation, die es sich in unseren Sozialhilfenischen bequem eingerichtet haben. Der Vorschlag ist auch für Deutschland überfällig.

  2. biersauer sagt:

    Hochnäsige Firmenchefs wollen sich gerne um die Pflicht der Weitergabe von Kenntnissen und Fertigkeiten herumdrücken um sich die Mühe zu ersparen, den Jungen eine Selbständigkeit zu ermöglichen.
    Was früher die Ausnahme war ist heute die Regel, sich mittels Umvolkung das nötige „Fachpersonal“ zu besorgen. Da werden Zeugnisnoten als Ausflüchte herangezogen, um einen Jungen nicht gemäß dessen Fähigkeiten in di Pflicht zu nehmen und möchte gerne junge Diplomanden anstatt Schulabgänger. So gehts nicht, das hat der Minister richtig erkannt.

  3. Hans von Atzigen sagt:

    Hi hi Topp 68 iger Weltbilderguss. Dinge erzwingen die nicht schlüssig aufgehen.
    So nebenbei auch in Wirtschaftskreisen feiert das 68 iger Weltbild Uhrstände.
    Die Linke Träumt vom scheinbar machbaren Realsozialismus.
    Die Rechte (Wirtschaft) vom Grenzenlosen Wachstum. Dem Markt als grenzenlosem Generator für unbegrenztes Flächenwachstum.
    Beides Schwachsinn Folge einer jeweils sehr eingeschränkten Weltsicht.
    Beides Wunschbilder die mit den Realitäten und Fakten diametral kollidieren.
    http://www.hans-von-atzigen.ch

  4. Harry sagt:

    Wer die Sklaverei wählt, bekommt die Sklaverei. Und nein, ich meine nicht die politischen Wahlen.

    Wenn gefühlte 110 % aller Bürger der Meinung sind, der heutige Sozialstaat sei eine tolle Errungenschaft und es als Selbstverständlichkeit erachten, dass es Dinge wie Hartz IV, staatliche Krankenversicherungen und ähnliche „Wohltaten“ vom Staat gibt, dann dürfen sie sich auch nicht wundern, wenn solche „Wohltaten“ mit Sklaverei bezahlt werden.

  5. Arthur sagt:

    Ausbildungs-Pflicht, Wehrpflicht samt Zivildienst

    Der Pensionistenstaat wird immer unerträglicher!

  6. spatz sagt:

    musse studiere, nix buuuze.