Deutsche Bank macht Verluste mit Verkäufen und Anleihengeschäften

Verluste aus „Verkäufen abseits des Kerngeschäfts“ der Deutschen Bank zwingen die Geschäftsführung zur Prüfung einer Gewinn-Warnung. Außerdem hat sich die Bank noch in Anleihegeschäften verzockt. Die Aktien der Bank brachen nach der Meldung um 3 Prozent ein.

Die Deutsche Bank erwägt einem Medienbericht zufolge die Veröffentlichung einer Gewinnwarnung für das vierte Quartal in den kommenden Tagen. Grund seien Verluste aus dem Verkauf von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten, die größer als erwartet ausgefallen seien, berichtet das Wall Street Journal am Freitagabend auf seiner deutschen Internetseite unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der Bank mache zudem ein schwaches Anleihegeschäft zu schaffen. Außerdem stellten hohe Rückstellungen für Rechtsrisiken nach wie vor eine Belastung für das Kreditinstitut dar.

Die Deutsche Bank wollte den Bericht nicht kommentieren. Die in den USA notierten Aktien des Geldhauses brachen an der Wall Street bei hohen Umsätzen um mehr als drei Prozent ein. Das Geldhaus will Ende Januar Auskunft über den Geschäftsverlauf im vierten Quartal geben.

US-Behörden untersuchen zudem, ob internationale Geldhäuser wie die Deutsche Bank Kunden im Handel mit Hypothekenpapieren übervorteilt haben. Sie sollen die Wertpapiere von 2009 bis 2011 zu künstlich überhöhten oder niedrig gehaltenen Preisen verkauft oder gekauft haben.

Die Deutsche Bank ist zudem ins Kreuzfeuer der Bankenaufsicht geraten durch Anschuldigungen zur Manipulation des Goldpreises. Daraufhin gab die Geschäftsführung bekannt, aus dem Goldpreis-Fixing aussteigen zu wollen.

Die steigenden Marktzinsen in den USA hatten zuletzt auch Goldman Sachs und die Citigroup ausgebremst. Die weltweit führende Investmentbank musste im vierten Quartal ihrer Abhängigkeit vom Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren Tribut zollen. Der Goldman-Gewinn schrumpfte um 21 Prozent auf 2,25 Milliarden Dollar. Das drittgrößte US-Geldhaus Citi verdiente mit 2,6 Milliarden Dollar zwar 21 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, verfehlte damit aber die Erwartungen der Experten. Beide sprachen fast wortgleich von einem schwierigen Marktumfeld.

 

Kommentare

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  1. Frank sagt:

    Boni und Dividenden könnte man mit Steuergeldern ausgleichen, eventuell würde auch eine Spendenaktion helfen.

  2. fan sagt:

    DB-Aktionäre – trennt euch schnell von euren DB-Aktien, wenn ihr nicht kontinuiertlich Kurs-Verluste hinnehmen wollt..!