Berliner Großflughafen: Kabel müssen neu verlegt werden

Eine neue Panne beim BER wird die Eröffnung des Berliner Großflughafens weiter verzögern. Die Kabeltrassen sind überladen und könnten zu heiß werden. Wegen der Gefahr eines Kurzschlusses arbeiten die Planer derzeit an einer Lösung. Wie teuer das wird, können sie noch nicht sagen.

Beim Bau des Berliner Hauptstadtflughafens sind Medienberichten zufolge neue Planungsfehler aufgetaucht. Der zentrale Kabelkanal unter dem Terminal des neuen Airports BER sei einem flughafeninternen Vermerk zufolge überbelegt und damit wegen Überhitzungsgefahr nicht betriebsbereit.

Bei vollem Betrieb könnten Leitungen durchschmoren und Kurzschlüsse verursachen, die weite Teile des Flughafens lahmzulegen drohten. Ein TÜV-Berater habe in dem Vermerk vor einer Inbetriebnahme als „grob fahrlässige Handlung” gewarnt. Zurzeit werde der Einbau einer Klimaanlage geprüft. Sollte sich das als zu kompliziert erweisen, müssten Kabel entfernt werden.

Doch für Ersatzkabeltrassen gibt es dem Bericht zufolge noch keine Planung. Weder die Kosten noch die Dauer der Umbauarbeiten seien abzuschätzen. Ein Sprecher der Flughafengesellschaft habe den Vorgang im Kern bestätigt. Derzeit würden „Lösungen erarbeitet”.

Der milliardenschwere Hauptstadtflughafen sollte schon lange in Betrieb sein. Wegen immer neuer Bau- und Planungsmängel musste der Start aber mehrmals verschoben werden.

Kommentare

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  1. siegesmund sagt:

    Es gibt eine weitere Wahrheit.
    Die Finanzierung des gesamten Objektes basiert auf Privatfinanzierung mit der Regierungszusage für alle eingesetzten Gelder 15 % Zinsen zu erhalten,bis der Flughafen in die Gewinnzone kommt und die Zinsen selbst tragen kann.Somit besteht kein Anreitz schnell fertig zu werden und Kosten einzusparen,denn so hohen Profit kann man derzeit nirgents erwirtschaften.

  2. Martin1 sagt:

    Das ist nur noch peinlich! Deutschland ist inzwischen zum Mittelmaß herab gestiegen.

    Kein einziges Großprojekt bekommen wir noch hin! Und dann erwartet man, dass wir von anderen Ländern beauftragt werden?

    Und es wird noch schlimmer werden: Mit dem Import von „Fachkräften“ aus der dritten Welt, werden sich die Verhältnisse hier denen dort angleichen. Schließlich bringen jene Immigranten ihre Kultur, mit der sie in ihrer Herkunft schon nichts erreicht haben, hierher mit.

  3. laermgegner sagt:

    Die Presse deckt jeden Tag neuen Mist bei WOWI aus.

    Es ist nur auffallend – über die Anlieger – 40000 Menschen ca. 12000 Haushalte hat noch nicht ein einziger ausrechend Schallschutz entsprechend PFB

    Wir haben auch ein Recht auf Leben und nicht den Anspruch um Überleben zu betteln

  4. pedrobergerac sagt:

    Es gibt da eine ganz besonder Informationensammlung, wo man auch erfährt, dass dieser Flughafen NIEMALS in Betrieb gehen wird.
    http://www.frank-welskop.de/
    Er versinkt bereits im märkischen Sand. Und das nicht nur symbolisch.

    „Bestimmte Kräfte wollen diesen Flughafen nicht, da er ein Hub und damit eine Konkurrenz zu FRA und MUC werden könnte.WE.hartgeld

  5. cashca sagt:

    Wenn das nicht deutsche “ Architekten und Ingineurskunst “ ist!
    Sie verdienen bald einen Preis, eine Auszeichnung , für die größte Fehlplanung, die Berlin je erlebt hat…
    Aber dafür funktioniert die Sozialindustrie erstklassig.

    • Sander_34 sagt:

      naja…

      Architekten haben sowieso – ausbildungsbedingt (eher künstlerisch) – keine große Ahnung vom Bau. Sobald Ihnen ein Architekt Kostenschätzungen- und berechnungen macht sollten Sie vorsichtig mit den Werten umgehen.
      Auch sind überwiegend Architektenplanungen garnicht auf kosteneffizient oder Funktionalität aus. Damit schränkt man ja die „Kreativität“ der Herren und Damen ein. Bauvorschriften sind denen dabei auch oft herzlich egal. Getreu dem Motto „Lass uns mal Planen, genehmigt wird es schon irgendwie“

      Deutsche Ingenieure sind sehr gut. Man muss aber sehen dass die meisten Ingenieure warscheinlich bei diesem Projekt auf der Auftragnehmerseite arbeiten 😉
      Und da gilt es wie überall in der wirtschaftsdominierten Welt – Gewinmaximierung um jeden Preis –

      Abgsehen sind auf Auftraggeberseite (Bund,Land) fachfremde Leute unterwegs (Politiker, Verwaltungsangestellte usw.). Der Bau bzw. die Abwicklung einer Baustelle mit allem drum und dran ist zu kompliziert, als dass es von Laien in Angriff genommen werden könnte.

      „Nachträge“ wäre hier noch zusätzlich wichtig zu nennen. Denn sobald etwas geplant wird, so genehmigt wird, Kostenermittlungen von allen Unternehmen dafür gemacht wurden und dann kommt ein Politiker bzw. Architekt und sagt: „Ne, das hätte ich lieber so bzw. so“, dann muss man damit rechnen dass es Nachträge gibt, bzw. die Umplanung und Ausführung mehr gelt kostet.
      Das scheinen die Herren und Damen immernoch nicht verstanden zu haben.

      –> abgesehen davon: mir kann doch niemand erzählen dass das nicht alles so geplant war…mehr oder weniger.

      Gruß

  6. Richie sagt:

    Au Weia,

    es gibt Vorschriften:
    – wieviel Kabel in so einem Kabelkanal liegen dürfen, gerade wegen der Wärmeentwicklung.
    – aus welchem Material die Kabelmäntel beschaffen sein müssen, Brandhemmend bzw. das bei einem Brand keine giftigen und hoch korrosiven Dämpfe entstehen

    Was machen die da bitte noch alles Falsch?

    Gruß an alle

  7. Euroende sagt:

    Das ist eine Schande für den Standort Deutschland und der Niedergang unseres
    Staates, -Unfähigkeit, Korruption, Irrsinn bis in höchste Stellen hinein. Welche Bananen-Republik kann das noch toppen?

  8. bate sagt:

    Wer hat den Flughafen gepllant? Ein Dreijähriger?