Hacker stehlen Millionen Zugangsdaten für Emails

Hacker haben nach Behördenangaben rund 16 Millionen E-Mailadressen und zugehörige Passwörter gestohlen. Betroffen sind vor allem deutsche Internet-Nutzer. Ob auch Daten von Unternehmen abgegriffen wurden, ist noch nicht klar.

Hacker haben nach Behördenangaben rund 16 Millionen E-Mailadressen und zugehörige Passwörter gestohlen. Wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am Dienstag mitteilte, sei der Diebstahl bei der Analyse eines Botnetzes, eines Netzwerkes aus infizierten Computern, entdeckt worden. Wie die Angreifer genau an die Daten gelangten, sei unklar. Der Datenklau sei bei der Untersuchung von Botnetzen durch Forschungseinrichtungen und Strafverfolgungsbehörden entdeckt worden.

Das BSI hat die Webseite https://www.sicherheitstest.bsi.de eingerichtet, mittels der überprüft werden kann, ob die eigene E-Mail-Adresse betroffen ist. In diesem Fall werden die Benutzer per E-Mail benachrichtigt. Sie sollen zudem ihre Computer auf Schadsoftware untersuchen und Passwörter ändern.

Erst kürzlich wurde das Schengen-Informationssystem gehackt. Dort wanderten private Reisedaten in die Hände von Cyber-Kriminellen.

„Laut der Bundesregierung seien 272.606 von Deutschland in das SIS eingestellte Datensätzen kopiert worden. Dies ist dem Bundesinnenministerium seit Juni letzten Jahres bekannt. Trotzdem hat sie dies nicht öffentlich gemacht – wohl um das kurz zuvor mit neuen Funktionen aufgebohrte Schengener Informationssystems nicht zu diskreditieren. Im SIS II werden auch biometrische Daten verarbeitet“, so Hunko nach der Beantwortung seiner Anfrage.

„Von einem Wettrüsten zur Absicherung der IT-Systeme halte ich nichts. Hiervon

profitiert vor allem die Industrie, die selbst keine Sicherheit versprechen kann: Zum Zeitpunkt des Hacks war eine Tochter des US-Konzerns Computer Sciences Corporation (CSC) für die dänischen Polizeidatenbanken verantwortlich. Laut Medienberichten arbeitet CSC mit amerikanischen Geheimdiensten zusammen“, so Hunko.

Auch Einzelhändler sind Hackern schon oft zum Opfer gefallen (hier).

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  1. biersauer sagt:

    Die gestohenen Adressen werden verhökert und es kommen täglich schwindliche Aufforderungen zu antworten. Meist sind esGewinnnachrichten von obskuren Unternehmen. Dass da die Polizei und Staatsanwaltschaft nicht tätig wird, ist offensichtlich so gewollt und das Misstrauen in den Staat steigt. Sogar Namen von Banekn wie Erste Bank, sind als Absender genannt.