Italiener entwickeln erstes Auto zum Selberbauen

In einer Stunde zum Bausatz-Auto. Wer schon immer gern gebastelt hat, für den ist das Auto zum Selberbauen genau das Richtige. Den Bausatz ohne Extras erhält man bereits für 4.000 Euro. Der Kunde kann dabei zwischen allen Antriebsarten wählen.

Die Firma Open Source Verhicles (OSV) aus Italien hat das erste Auto zur Selbstmontage auf den Markt gebracht. Das Modell „Urban Tabby“ wird in einem Möbelkarton geliefert und soll in nur einer Stunde für den Straßenverkehr einsatzbereit sein. Die einzige Voraussetzung: etwas technisches Geschick.

Das Grundgerüst des Bausatzes besteht aus einem Fahrgestell, an dem schrittweise Elemente wie Achse, Räder und Sitze montiert werden. Der Kunde entscheidet selbst, ob ein Verbrennungs-, Hybrid– oder Elektromotor im Lieferumfang enthalten sein soll.

Das Elektromodell legt zwischen zwei Ladezyklen 90 bis 100 Kilometer zurück und fährt dabei bis zu 80 Kilometer pro Stunde. Das Hybridmodell hat eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern, seine Geschwindigkeit ist jedoch – genau wie bei dem Modell mit Verbrennungsmotor – auf 45 Stundenkilometer begrenzt.

Eine Zulassung zum Straßenverkehr erhält man jedoch nur, wenn man bei der Bestellung nicht die Blinker oder die Airbags vergisst. Ob das Tabby nun zwei oder vier Sitze haben soll, bleibt dem Kunden überlassen.

Die Montage ist kinderleicht, verspricht der Hersteller. Man benötige keine speziellen Werkzeuge und sei im Handumdrehen fertig, sagte Chef-Entwickler Francisco Liu der Daily Mail. Urban Tabby gibt es bereits für 4.000 bis 6.000 Euro.

Das OSV-Projekt basiert auf dem Prinzip Open Source. Das bedeutet, jeder Designer und jeder Bastler kann das Modell weiter entwickeln. Die ersten Bausätze sollen noch in diesem Frühjahr verschickt werden. Die Baupläne stehen bereits jetzt auf der Homepage zum Download bereit.

Für weniger geschickte Hände verspricht der Hersteller, den Urban Tabby auch fertig montiert zu verschicken. Für Tüftler ist das jedoch uninteressant: Bislang liegt der Rekord für den Zusammenbau des Fahrzeugs bei 41 Minuten.

Wie die Modelle zum Schluss aussehen werden, ist noch unklar, da das Projekt ständig weiter entwickelt wird und jedes Tabby individuell gestaltet werden kann. Egal ob Golf Cart, City-Cruiser oder Offroad-Buggy. Bei den über 100 unterschiedlichen Konfigurationen ist für jeden etwas dabei.

Kommentare

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  1. BENEDIKT BANNER sagt:

    Muss schon sagen niiiiicccce.
    Ich würde 4 Sitze , Verbrennungsmotor und allrad nehmen
    Mal ehrlich gesagt ich glaube nicht das diese hochgeschwung’ne laberei vom Hersteller stimmt
    Ja ja….

  2. Horst G Ludwig sagt:

    Solche Ideen kommen immer wieder und scheitern immer wieder, nicht nur aus rechtlichen SIcherheitsbestimmungen sondern ebenso wegen sehr begrenzter Sortierung von wirtschaftlichen Ergaenzungsteilen wie zB Innenausstattung oder Karrosserieteile. Als luxurioeses Spielzeug koennte es durchgehen aber da sind Go-Cars einfach witziger und auch schneller.