Aus Kosten-Gründen: Kampf-Roboter sollen Soldaten ersetzen

Die US-Armee plant aus Kostengründen eine deutliche Verkleinerung ihrer Truppen. Die gekürzten Stellen sollen durch Kampf-Roboter ersetzt werden. Diese seien ausdauernder, günstiger und tödlicher als menschliche Soldaten.

Bei einem Luftfahrt Symposium sagte Robert Cone, General der amerikanischen Streitkräfte, dass die U.S: Armee eine drastische Reduzierung ihrer Truppenstärke plane. Bis Ende 2015 soll die U.S. Armee bereits um 60.000 Soldaten reduziert werden. Die dadurch reduzierte Feuerkraft soll durch Drohnen und Kampfroboter kompensiert werden.

General Cone ist Leiter des U.S. Army Training and Doctrine Command (TRADOC). Diese Abteilung der Armee ist verantwortlich für zukünftige Planung und Organisation. Künftig sollen alle Einsatz-Brigaden von 4,000 auf 3,000 Soldaten verringert werden. Cone ist überzeugt davon, dass die Armee die gleiche Effektivität bei geringerer Truppenstärke erreichen kann, sofern die richtige Technologie dafür bereitgestellt wird.

Diese Technologie besteht vor allem aus unbemannten Drohnen und Kampfrobotern, wie Popular Science berichtet. Der Hauptgrund, warum sich die Armee für diese Technologie interessiert, ist der Kostenfaktor. Menschliche Soldaten sind im Vergleich zu Robotern teuer und ineffizient. Kosten für Unterkunft, Essen und Ausbildung entfallen größtenteils bei einem Kriegseinsatz mit Robotern. Zudem haben die Soldaten lebenslangen Anspruch auf medizinische Versorgung, wenn sie die Armee verlassen, was für das Militär einen zusätzlichen Kostenfaktor darstellt. Einem Bericht des Pentagons zufolge stellen Folgekosten für ehemalige Soldaten ein Viertel der Gesamtkosten dar.

Die Roboter werden bereits intensiv vom Militär getestet und eingesetzt. Neben Drohnen, kommen auch Lastenroboter und bewaffnete Kettenfahrzeuge mit automatischer Zielerfassung zum Einsatz.

Die treibende Kraft hinter der Entwicklung von Kampfrobotern ist die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA). Sie finanzierte unter anderem auch die Entwicklung der sogenannten „Killerkatzen“. Dabei handelt es sich um autonome Lastenroboter, die durch ihre enorme Laufgeschwindigkeit und Kraft überzeugen. Die Entwickler-Firma Boston Dynamics wurde kurzer Hand von Google aufgekauft, welches verstärkt in den Rüstungssektor drängt (mehr hier).

In einem Aufsatz warnte Lieutenant Colonel Douglas A. Pryer vor den Bedrohungen, die die zunehmende Automatisierung der Kriegsführung mit sich bringt. Pryer diente selbst lange Zeit beim U.S. Militärgeheimdienst und war im Irak und Afghanistan stationiert. Er beklagt den Einsatz bewaffneter Drohnen und die hohe Zahl ziviler Opfer, die dabei in Kauf genommen werden. Auf jeden getöteten Terroristen kommen 50 tote Zivilisten, sagt Pryer und bezieht sich dabei auf einen Artikel von Policy Mic. Doch die Drohnen-Programme des U.S. Militär seien nur der Anfang.

„Das Militär arbeitet daran, Roboter zu entwickeln, die so hochentwickelt sind, dass die heutigen Predator- und Reaper-Drohnen daneben ohnmächtig und veraltet aussehen. Diese Killer-Roboter weisen aber eine gemeinsame Eigenschaft mit ihren primitiven Vorläufern auf: Sie werden menschliche Ziele, die ihnen von jenen, die sie programmieren und steuern, als ‚legitime Ziele‘ vorgegeben werden, erbarmungslos verfolgen und töten.“

Kommentare

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  1. Hans von Atzigen sagt:

    Sind die Dinger NEMP gehärtet?
    Gewiss für einen begrenzten ,,Indianerkrieg,, können die Dinger hilfreich sein.
    Für einen Grosskonflikt kaum entscheidend.
    Die Kriegsgeschichte ist voller Beispiele die Belegen das mit oft simplen Gegenmassnahmen und Strategien, scheinbar überlegene Technik, ausschaltbar ist.

  2. Frank S. sagt:

    Und bringen mehr Geld auf dem Schrottplatz, einfach einfangen, still legen und ab in die Presse. Würde das Taschengeld immens aufbessern, sind mit Sicherheit viele Leicht- und Edelmetalle enthalten in einer solchen menschenverachtenden Kriegsmaschine.

  3. Gautier Irgendwo sagt:

    Zwischendurch ein kleiner Lichtblick, denn geht die Entwicklung immer fort so weiter,
    dann finden die Kriege am Schluss, nur noch zwischen Robotern statt

  4. Tacheles sagt:

    Der Ami hat noch nie einen Bodenkrieg gewonnen!
    Und er wird auch diesmal verlieren, mit oder ohne Robboter.
    Erinnerung an den Afghanischen Soldaten mit dem Vorderlader.

  5. spatz sagt:

    Modell Uschi erschiesst nur Männer.

    • Joachim sagt:

      Kann Uschi auch Männer vergewaltigen ?
      Dann will ich auch son Ding !
      Mal in der eigenen Bude vorm Roboter weglaufen !!
      Ich schmeiß mich weg..lach