Sparmaßnahme: Hunderte Hartz-IV-Empfänger müssen umziehen

Nach einer Änderung der Berechnungsgrundlage übersteigen zahlreiche Mieten die Obergrenzen für Hartz-IV-Bezieher. Die Jobcenter stellen die Menschen vor die Wahl: Entweder sie tragen die Mehrkosten selber oder müssen in eine andere Wohnung umziehen.

Die Jobcenter im Hochsauerlandkreis weisen die Hartz-IV-Empfänger darauf hin, dass die Kosten für die Wohnungen zu hoch seien. Entweder sie ziehen in günstigere Wohnungen um oder tragen einen Teil der Mietkosten selber.

In dem Schreiben eines Jobcenters steht, dass es den Steuerzahlern nicht zumutbar sei, „für einen Hilfsempfänger dauerhaft unangemessene Unterkunftskosten zu finanzieren“, berichtet die WAZ.

Doch erst eine Änderung des Berechnungsschlüssels durch das Jobcenter sorgt für die angespannte Situation unter den Hartz-IV-Beziehern. Denn bis 2012 ermittelten die Jobcenter im Hochsauerlandkreis selber die Obergrenzen für die Kosten der Unterkunft. Das Bundessozialgericht entschied allerdings, dass die Vorgehensweise „nicht schlüssig“ sei.

Der Landkreis beauftragte ein Hamburger Unternehmen damit, ein schlüssiges Konzept auszuarbeiten. Mit dem Ergebnis, dass die Höchstgrenzen viel niedriger angesetzt wurden als zuvor: Teilweise um bis zu 40 Euro. Das bedeutet für die Empfänger die Differenz zwischen Obergrenze und tatsächlicher Miete selbst zu übernehmen – oder ein kostenintensiver Umzug.

Kommentare

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  1. wolf sagt:

    Ich wohne auf dem Land.
    Um mich herum viele Hartzer.
    Viele arbeiten schwarz und lachen sich halbtot über die Deppen, die morgens um 6h zur Arbeit fahren.
    Liebe Hartzer zieht doch aufs preiswerte Land und überlasst den arbeitenden Deppen die teuren Städte!

    • KimK sagt:

      Schwarzarbeit macht dem Mittelstand die sinkenden Einkommen erträglich. Volkswirtschaftlich befinden wir uns in einem Zustand wie in der Endzeit der DDR. Im Grunde total pleite und völlig abhängig und vom Export – und damit erpressbar.

      wolf starten Sie doch mal den Vorschlag einer Arbeitspflicht für Arbeitslose bei der Kommune – natürlich zu Tariflöhnen. Noch vor den Funktionären der Arbeitslosen, die um ihre Daseinsberechtigung fürchten, schreit die örtliche Wirtschaft, die sonst immer die hohen Sozialausgaben beklagt.

      • Joachim sagt:

        Die Idee ist gut !

      • wolf sagt:

        Die Schwarzarbeiter, die ich kenne, entziehen dem Mittelstand die Aufträge, denn sie arbeiten direkt für private Häuslebauer.

        • kikra sagt:

          Der gesellschaftliche Mittelstand hat nicht mehr die Mittel den handwerklichen Mittelstand zu bezahlen. Das ist traurig aber oft Realität.

          Gesellschaftliche Werte schafft man nicht indem man den Staat auf die Bedürfnisse der Konzernwirtschaft hin optimiert. Sondern in dem man reale Werte schafft. Z.B. indem Pleitekommunen das Recht bekommen ihr Humankapital produktiv einzusetzen statt es fürs Nichtstun bezahlen zu müssen aber gleichzeitig Großkonzernen Aufträge übergeben muss, die dann mit Billiglöhnern aus den Armenhäusern der EU erledigt werden. Das sind dann zu allem Überfluss auch noch die Besten die dann wiederum vor Ort fehlen um das eigene Land auf Vordermann zu bringen.

  2. Drulle sagt:

    Während Unternehmer, Stromkonzerne, Agrarindustrielle, Krankheitsbehandlungskonzerne usw. ungerechtfertigt Milliarden an Subventionen Woche für Woche einstreichen, lesen ich hier rechtsradikale Kommentare über Mitmenschen, dieo hnehin ganz unten angekomme sind. IN was für einem Land lebe ich hier wieder?!

    • wolf sagt:

      Du lebst in dem Land mit den weltweit größten Sozial-Ausgaben!

    • spatz sagt:

      Abkassiert wird in Deutschland oben von den skrupellosen schlauen
      Typen und unten von den Dummen, Verschlagenen.
      Gearbeitet und bezahlt wird in der Mitte.
      Daran änder Sie mit ihren linken Hetzparolen auch nichts.

  3. Wolfberg sagt:

    Und woher sollen sie sich eine neue Wohnung nehmen? Mit nem 3d Drucker eine ausdrucken? Wenn das so weiter geht kriegen wir hier auch bald Armen-Siedlungen aus Trailer-Parks.

  4. Nichts Miller sagt:

    Da müssen Sie aber dann natürlich auch den Umzug zahlen, evlt. Renovierungskosten für die alte Wohnung, Maklerkosten etc.

  5. Joachim sagt:

    Differenz selbst bezahlen !
    Find ich gut und richtig .
    Das kann man schon mit Zeitungaustragen schaffen.

  6. Helmut sagt:

    Ich finde das hat acuh seine guten Seiten. Jetzt wird Wohnraum für die Flüchtlinge frei, der händeringend gesucht wird.