ADAC: Platzierung zum Lieblingsauto auch manipuliert?

Der Auto-Club hat bei der Wahl zum Lieblingsauto der Deutschen offenbar nicht nur die Zahl der abgegebenen Stimmen übertrieben. Auch die Reihenfolge der Autos könnte manipuliert sein, so ADAC-Chef Meyer.

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Der Präsident des Automobilclubs, Peter Meyer, schließt nach Informationen der Bild-Zeitung (Freitagausgabe) nicht mehr aus, dass auch die Platzierungen bei der Wahl zum Lieblingsauto der Deutschen manipuliert wurden.

Bisher hatte der ADAC beteuert, die Rangfolge der Ergebnisse sei nicht verändert worden. Der Automobilclub hatte aber eingeräumt, er habe die Wahl des Gewinnerautos durch die Leser seines Mitgliedermagazins ADAC Motorwelt manipuliert. Demnach stimmten viel weniger Leser für das mit dem Gelben Engel ausgezeichnete Auto ab als angegeben.

Nach dem Bekanntwerden von Manipulationen bei der Wahl des beliebtesten Autos lehnt ADAC-Präsident Peter Meyer seinen Rücktritt ab. Der Bild-Zeitung antwortete Meyer auf die Frage, ob er daran schon gedacht habe: „Nein. Wenn der Wind von vorne kommt, muss man das auch mal aushalten können.“

In dem Fall sei er Garant für Aufklärung. Der Vorabmeldung zufolge schloss Meyer aus, dass bei Tests wie von Raststätten oder Kindersitzen geschummelt wurde.

Der Auto-Preis des ADAC „Gelber Engel“ wurde manipuliert, dies gab der ADAC nach anfänglichem Zögern zu. Der ADAC hatte Medienberichte über die Fälschung der Stimmenzahlen zuvor stets dementiert. Pressechef Ramstetter ist bereits von all seinen Posten zurückgetreten.

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  1. Pandora0611 sagt:

    Immer wieder der ADAC
    ————
    ■ Erst werden die Zahlen des „beliebtesten Autos“ manipuliert.
    ■ Dann fliegen Mitarbeiter (Vorstand) mit dem Rettungshubschrauber.
    ■ Auch die „Rettungsjets“ wurden privat genutzt.
    ■ Der Sohn einer Vorstandsvorsitzenden wurde mit seinem Freund per ADAC-Jet nach Ägypten geflogen, nachdem sie ihren Flieger verpasst hatten.
    ■ In Braunschweig hatte ein „Rettungshubschrauber“ das Fußballfeld getrocknet.
    ■ Meyer erklärt die Skandale des ADACs für „beendet“
    ■ Meyer lehnt einen Rücktritt ab.