Großauftrag: Siemens will Waggons für Moskauer Metro bauen

Siemens und die Russian Machines Corporation investieren 160 Millionen Euro in ein Gemeinschaftsunternehmen, das 2.000 Waggons für die Moskauer Metro bauen soll. Auch das Siemens-Werk in Wien soll an der Produktion beteiligt werden.

Siemens verbündet sich im Rennen um die Lieferung neuer U-Bahnzüge für Moskau mit einem russischen Partner.

Die Münchner und die Russian Machines Corporation investierten insgesamt 160 Millionen Euro in ein Gemeinschaftsunternehmen, teilte Siemens am Freitag mit. Das Joint Venture würde in der Region bis zu 800 Mitarbeiter beschäftigen.

Die russische Hauptstadt will ihre traditionsreiche Metro modernisieren und plant den Angaben zufolge die Anschaffung von 2.000 Waggons. Sollten die Partner den Auftrag bekommen, müsste voraussichtlich der Großteil der Wertschöpfung in Russland erfolgen. So sei geplant, 80 Prozent der Arbeiten vor Ort zu erledigen, den Rest im Wiener Siemens-Werk.

Siemens arbeitet seit längerem mit russischen Partnern im Eisenbahngeschäft zusammen und hat so dort bereits mehrere Großaufträge an Land gezogen.

Kommentare

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  1. T.Körner sagt:

    Das sind doch die , die nicht in der lage sind der DB ICE zu liefern oder irre ich da ?

  2. Hans von Atzigen sagt:

    Gewiss entspricht so einiges Geschehen im heutigen Russland nicht den Vorstellungen aus Europäischer Sicht.
    Das Beispiel zeigt jedoch die Grundsätzliche Stossrichtung Russlands.
    Schrittweise Verbesserung der Lebensumstände der Bevölkerung.
    Wo in Europa wird denn vergleichbar Tragfähiges aufgegleist?
    Wie steht es denn um das soziale Umfeld insbesondere in den Europäischen Kriesenregionen innerhalb Europas?
    Was soll der aktuell laufende Kleinkrieg gegen Russland?
    Geht es da nicht im Hintergrund um Ablenkung von Problemen in Europa?
    Einen Rationalen Hintergrund auf Russischer Seite zum Westen auf Konfrontationskurs zu gehen ist kaum auszumachen. Russland verfügt über alle Grundvoraussetzungen für eine Positive innere Entwicklung. Rohstoffe dünne Besiedelungsdichte Raum auch für anderswo kaum noch verfügbares Flächenwachstum.
    Es gibt kaum einen Rationalen Grund für Russland zum Westen auf erneuten Konfrontationskurs, bis hin zu einer auch Militärischen Auseinandersetzung zu gehen.
    Hat da der Westen insbesondere Europa möglicherweise eine grosse Chance leichtfertig und überheblich längst verbraten? Nach den Erfahrungen der letzten 200 Jahre insbesondere der letzten 100 Jahre gibt es mehr als genug Gründe für Russland Notfalls seinerseits einen Offensivkurs zu Fahren. Zur Erinnerung Russland musste im 2.Weltkrieg den mit Abstand grössten Blutzoll überwiegend auf eigenem Boden bezahlen.
    Ob denn da der Westen einen Weitsichtigen Kurs Fährt?
    Die Frage sollte den doch erlaubt sein.
    Oder geht es da nur noch um schiere diffuse Machtpolitik?
    Menschenrechte? Die wären der ganz grosse Verlierer sollte es im Extremfalle zu einer erneuten Militärischen Konfrontation kommen.