Studie: Niederlande stehen ohne EU finanziell besser da

Die Niederlande wären deutlich reicher, wenn sie die EU verlassen würden, so eine Studie. Ohne die Forderungen aus Brüssel könnte die Wirtschaft des Landes sich schnell wieder erholen. PVV-Chef Wilders sieht sich darin bestätigt, dass die Niederlande ihre nationale Souveränität wiederherstellen müssen.

Der Chef der rechts-gerichteten Freiheitspartei (PVV), Geert Wilders, präsentierte am Donnerstag eine Studie, wonach es den Niederländern besser ginge, wenn sie die EU und die Eurozone verlassen würden.

Der Ökonom Daniel Stelter sieht die Studie als wichtige Untersuchung an, die auch für Deutschland von Bedeutung ist. Stelter urteilt auf seinem Blog: “Obwohl der Auftraggeber als Eurokritiker bekannt ist, muss man die Studie sehr ernst nehmen, stammt sie doch von Capital Economics einem höchst renommierten Wirtschaftsforschungsinstitut. Gefälligkeitsgutachten erstellt man dort nicht. Das Ergebnis muss alle Alarmglocken in Brüssel und Berlin läuten lassen: Der durchschnittliche holländische Haushalt hätte rund 9.800 Euro mehr, wenn Holland nicht mehr im Euro und der EU mitmacht. Für die Volkswirtschaft als ganzes berechnet Capital Economics einen Wohlstandsgewinn von mehr als 1,5 Billion Euro!!”

Die Wirtschaft der Niederlande würde aus der derzeitigen Schwäche herausfinden und den Übergang zu regem Wachstum schaffen, zitiert die FT aus der Studie der Londoner Beratungsfirma Capital Economics. Dadurch würden sich die Steuereinnahmen der Niederlande um Milliarden Euro erhöhen.

Die Niederlande wären deutlich reicher, wenn sie die EU und die Eurozone verlassen würden, sagte Studienautor Mark Pragnell. Kurzfristig könnte es jedoch zu Schwankungen kommen. Doch die Risiken seien gering und beherrschbar. Wenn die Niederlande sich für den Nexit entscheiden, würde die Wirtschaft des Landes bis 2024 um 10 Prozent wachsen.

Die größten Vorteile würden sich daraus ergeben, dass Geschäfte in den Niederlanden erleichtert würden. Dadurch würden die Exporte in die Schwellenländer wachsen. Zudem hätte das Land eine größere Kontrolle über Haushalt und Geldpolitik und müsste kein Geld mehr zum EU-Haushalt beisteuern.

„Ein Austritt aus der EU oder Nexit wird nicht nur unsere nationale Souveränität wiederherstellen, sondern auch die holländische Wirtschaft ankurbeln, jetzt und in Zukunft“, sagte PVV-Chef Wilders in Den Haag. Der EU-Austritt biete dem Land einen Weg aus der Krise und schaffe Arbeitsplätze. Die Einkommen der Bürger und der Unternehmen würden wachsen, so Wilders.

„Nexit heißt, dass wir nicht mehr Milliarden an Brüssel und an schwache Staaten im Süden Europas zahlen müssen. (…) Wir können Milliarden sparen, indem wir uns von den EU-Regulierungen befreien. Wir können die Massen-Immigration beenden und Sozialleistungen etwa an Rumänen und Bulgaren einstellen.“

Wilders‘ deutliche EU-Kritik hat seine Partei in Umfragen zur EU-Wahl im Mai ganz nach oben gebracht. Nach einer Umfrage würde die PVV nur einen Sitz im EU-Parlament weniger erhalten als die Parteien der aktuellen Regierungskoalition.

Lange Zeit unterstützten die Niederlande als Gründungsmitglied der EU eine stärkere Integration in der EU. Doch Umfragen zeigen, dass die Bürger die Brüsseler Kompetenzen in vielen Bereichen neu verhandeln lassen wollen, darunter der Zugang zu den Sozialsystemen des Landes.

Premier Mark Rutte stellte im Juni vergangenen Jahres eine Liste mit 54 Kompetenzen vor, die in der Hand der nationalen Regierung verbleiben und nicht an die EU abgegeben werden sollten (mehr hier).

Eine solche Studie für Deutschland wäre interessant, meint Daniel Stelter. Doch sie wird nicht kommen: Der Euro ist in Deutschland kein Projekt, das man rational – und daher auch kritisch – diskutieren könnte, sondern eine Ersatz-Religion für Politiker und Politik-Beobachter. Religiöse Vereine leben vom Ritual – der ständigen Wiederholung des ewig Gleichen – auch wenn es falsch ist.

Kommentare

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  1. biersauer sagt:

    EU verarmt die Länder koöturell und wirtschaftlich, dabei ist die Einheitswährung nur ein Druckmittel auf die Nationen und schröpft die Kaufkraft. >Der Verlust an Substanz seit Beitritt ist erheblich und hat die Nation etwa zur Hälfte verarmt.
    Einse solche Generaltyrannei war auch nie von den Menschen gewollt und es wurden auch nur Vorteile versprochen – alles Lüge!

  2. josefhirsepp sagt:

    EWG nun EU & NATO muessen auf den Pruefstand, denn in der aktuellen FORM und Bevorratung ist das Konzept weder trag- & finanzierbar!

    Der Zielsetzung der militaerischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit von NATO & EWG in der heutigen Weltordnung passen nicht mehr in das Schwarz- Weis – Denken der unmittelbaren Nachkriegszeit, was die Grundlage fuer die NATO & EWG war!

    Das Konzept ist antiquiert und muss ersetzt werden durch eine neues Konstrukt der Kooperation auf wirtschaftlicher und militaerischer Zusammenarbeit, wobei die aktive
    Hilfe zur Selbsthilfe fuer Afrika mitberuecksichtigt werden muss!

    wir koennen nicht gleichzeitig die EU-Angestellten so teuer bezahlen bzw die Bauern mit irrsinnigen Summen finanzieren und andererseits die baumwoll-Bauern in Afrika verhungern lassen!

    Wir brauchen weniger EU – Diktatur und weniger Subventionen, die durch die EU verteilt werden.

    Die EU wird nie eine USA und selbst dort driftet der Sueden und der Norden auseinander, trotz massiver Ansiedlung von Industrie im Sueden!

    die EU in ihrem heutigen Konzept ist zu beschaulich und kleinbuergerlich ausgerichtet und nur auf Vergeudung von Steuergeldern aufgebaut und ausgelegt, wobei die Ausgaben ins Unermessliche steigen werden,

    Also Fu,,, the EU and the Nato in ihrem momentanen Konzept!
    think out of the box!
    Da hat die US Tussie wohl oder uebel, gewolltt oder ungewollt recht!
    Es muss eine neue Art der Kolonialisierung eingerichtet werden, die die Interessen der jeweiligen Staaten beruecksichtigen .
    Er wird stets Sieger und Verlierer geben in der Kreisliga und in der Champions-League , mit Absteigern und Aufsteigern,
    Aber die Beton-Buerokratie-der EU will das nicht, denn die sind das Paradies auf Erden!

    .

    .

  3. seli sagt:

    Hat doch endlich jemand geschnallt was da passier …..
    Kann man bloß hoffen, daß noch mehr so wache Köpfe auftauchen ….

  4. Aufgewachter sagt:

    Jede europäische Nation in der EU steht ohne die EZB besser da. Liegt am Schuldgeld Euro.

    Ein auf Schulden basiertes Finanzsystem ist zum Scheitern verurteilt
    http://aufgewachter.wordpress.com/2012/10/13/ein-auf-schulden-basiertes-finanzsystem-ist-zum-scheitern-verurteilt/

    http://aufgewachter.wordpress.com/

  5. Egal Allesumsonst sagt:

    Wer nicht glaubt kommt auf den Scheiterhaufen….
    noch nicht, wird nur eingesperrt.

  6. Gautier Irgendwo sagt:

    Was nicht ausschließlich nur für die Niederlande zutrifft

  7. Friedel Stumpf sagt:

    Niemals wird man in Deutschland zugeben, dass unser Wohlstand nicht von Griechenland, Spanien und Italien finanziert wird.

  8. Jupp Hirsenkotzer sagt:

    Die Niederlaender sind so weltoffen, dass sie als Gruendungsmitglied der EWG nun die
    KRAKE EU als ungewollt und schaedlich ansehern und am eigenen Staatswesen erfahren und es tabulos artikulieren!
    Das Schiff EWG wurde umgebaut zur EU und nicht mehr manoevrierfaehig mit dem altenbeschaulichen Kommando-Management in Bruessel!
    Gleiches gilt fuer die NATO in Bruessel
    Die Oranier haben Balls und sind stets (ehrbare) Kaufmaenner gewesen, die jedenfalls cool & berechnend sind!

    Fuer Deutschland waere dieser „NEXIT“ ebenfalls der WEG, raus aus dem unkontrollierbaren Konvolut in Bruessel.
    Die EU muss verschrottet werden und durch Globalere Denkweisen ersetzt werden!
    DIE EU ist eine verselbstaendigte Aparatschik- und Beton-Buerokratie-Krake geworden, deren Polypenarme immer staerker, immer laenger und immer mehr werden.
    Steuerfreie und dopplete Bezuege , hohe Altersabsicherungen, ja wer soll das alles zahlen?
    Der ETAT ist staendig hyper-inflationaer, und der Bedraf ist unkontrollierbar so wie bei Suechtigen, die ebenfalls den Kontakt zur Realitaet intervallweise oder permanent
    verloren haben!

    ALSO: Fuck the EU, that’s right and the NATO, too!
    Da hat die AMI-Tussie offensichtlich recht, denn sie kennt die Probleme im eigenen Land!

    und die UKraine: ja die ist die Kornkammer und der Kohlenhandel Europas, haben wir gelernt und schon nach begehrt, nicht nur unter KuK & Adolf!
    Durch Ueberproduktion in der Landwirtschaft, bedingt durch radikale Ertragssteigerungen der Boeden und den Energiewandel ist daher die Ukraine unlukrativ!

    Die Ukrainer sollen Ihre Produkte in Nicht-EU Laender zu Weltmarktpreisen verkaufen, dann werden die Subventionen und der Schwindel der damit hier in der EU bei der Landwirtschaft betrieben wird zumindest fuer die EXPORTE von Lebensmitteln, Fleisch in NICHT-EU Laender ins Leere laufen!

    Durch die Subventionen in der Landwirtschaft hat derSteuerzahlende EU-Buerger rein theoretisch bis zu 50 % Anteile an den Landwirtschaftsbetrieben!
    = Jeder Traktor der heutzutage ueberteuert ~ 100000.00 Euro und mehr kostet, gehoert zu ~ 50 % der Bevoelkerung!

    EWG & NATO waren einst Interessengemeinschaften, denen die Geschichte die Daseinsberechtigung entzogen habt, das ist fakt!
    Die UDSSR war letztlich unter GORBATSCHOW so weitsichtig und einzusehen, dass das Blockdenken zu nix fuehrte!
    Wann sehen wir dies im WESTEN endlich auch ein?

    Die BUSCH’s sind weg und OBAMA hat soviele soziale Probleme, dass EU ( EWG) & NATO ein Klotz am Bein sind!
    …. Wahre Solidaritaet waere, den AMIS, also den alten Freunden zu helfen, denn aus eigener Kraft schaffen die es nun nicht mehr !

  9. Gustav sagt:

    Auch Deutschland stünde ohne EU viel besser da. Solche Studien würden bei uns unterdrückt, um weiter die Lügen zu verbreiten, dass wir die EU und vor allem den Euro bräuchten. Wir versenken jedes Jahr viele Milliarden an die EU und für die Rettungsschirme des Euro und über die EZB-Anleihekäufe von Schuldenländern. Wir kennen nicht einmal die korrekten Zahlen, weil die EU und die EZB über unsere Köpfe hinweg unsere Steuergelder vergeudet.