Konjunktur: 2013 war schlechtestes Exportjahr seit der Finanzkrise

Seit 2009 waren die Zahlen der deutschen Exportunternehmen nicht mehr so schlecht. Die Produktion wurde heruntergefahren, die Aufträge fehlen. Die Nachfrage aus den Krisenländern der EU ist noch immer schwach.

Deutsche Firmen verkauften 2013 insgesamt 0,2 Prozent weniger Waren und Dienstleistungen ins Ausland. Ein Minus für die erfolgsverwöhnten Exporteure hatte es zuletzt 2009 gegeben, als die Weltwirtschaft in der Finanzkrise in die Knie ging. Vor allem das Geschäft innerhalb der Euro-Zone war angesichts der Probleme in Italien, Spanien und Griechenland besonders schlecht.

„Die Nachfrage aus den Schwellenländern stagnierte und konnte den Rückgang aus dem Europa-Geschäft nicht auffangen“, sagte Außenhandelspräsident Anton Börner. Er setzt seine Hoffnungen 2014 insbesondere auf China: „Von dort erreichen uns Signale, dass das Geschäft wieder besser läuft“ (mehr dazu – hier). Zudem werde sich der Handel USA weiter entwickeln. US-Präsident Obama will das Freihandelsabkommen mit der EU so schnell wie möglich durchpeitschen (hier).

Im Dezember haben die deutschen Firmen ihre Produktion heruntergefahren. Die Betriebe stellten 0,6 Prozent weniger her als im Vormonat. Dass es zum Jahresende schlechter lief, lag auch an den Brückentagen zwischen Weihnachten und Silvester. Manche Unternehmen blieben geschlossen oder stellten weniger her. Vor allem im Maschinenbau zeigte sich ein deutliches Minus bei den Aufträgen (hier).

Trotz schwächelnder Exporte erzielte Europas größte Volkswirtschaft auch 2013 einen Handelsüberschuss – und zwar in der Rekordhöhe von 198,9 Milliarden Euro (mehr zur Kritik Frankreichs am deutschen Handelsbilanzüberschuss – hier). Bereits beim Treffen der großen Industrie- und Schwellenländer (G20) in Sydney könnte dies noch in diesem Monat für Zündstoff sorgen.

Die DIHK befürchtet: „Die Kritik wird sicherlich nicht verstummen.“ Deutschland steht seit langem wegen seiner hohen Handelsüberschüsse am Pranger. Insbesondere die USA werfen dem Land vor, zu sehr auf die Exportwirtschaft zu setzen und zu wenig zu tun, um den Konsum anzukurbeln. Die schwache Nachfrage führt zum Auftragsverlust in der Industrie (hier).

Unternehmen halten sich noch mit Einstellungen und Investitionen zurück. Sie versuchen, die mangelnde Nachfrage durch ein optimiertes Prozess-Management wett zu machen (hier).

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  1. fan sagt:

    Das Brüsseler €uro-Diktatur-System mit seinem verkrusteten und kreativ-losen Bürokratie-Monster und seinen Luxus-Beamten ist Schuld an der EU-Witschafts-Schwäche, die das gesamte Weltwirtschafts-System in eine lähmende Stagnation manövriert hat..!

    So lange die EU nicht bereit ist, energisch die vollkommen aus der Bahn geratenen Grundregeln von Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wieder einzufordern für seine Bevölkerungen und die Wirtschaft, wird es weiter und weiter zerrieben von System-fremden und zerstörerischen Interessen..!