EU stoppt Verhandlungen über Strom-Abkommen mit der Schweiz

Für die Schweiz wird es vorerst keinen grenzüberschreitenden Stromhandel mit der EU geben. Die Verhandlungen darüber wurden auf Eis gelegt. Grund ist die Annahme des Votums „Gegen Masseneinwanderung“ in der Schweiz.

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Nach dem Schweizer Votum zur Begrenzung der Zuwanderung hat die EU-Kommission die Gespräche über einen grenzüberschreitenden Stromhandel ausgesetzt. Neue Verhandlungen seien gegenwärtig nicht abzusehen, sagte eine EU-Sprecherin am Montag. „Das weitere Vorgehen muss im größeren Kontext der bilateralen Beziehungen analysiert werden.“

Das Abkommen mit der Schweiz soll einen geplanten Energie-Binnenmarkt der 28 EU-Staaten ergänzen. Die Teilnahme des Alpenstaates wäre wichtig für die Anbindung von Staaten wie Italien. Die EU-Kommission hatte zuvor wegen des Votums Folgen für mehrere Abkommen mit der Schweiz angekündigt, war dabei jedoch nicht konkret geworden.

Die Auswirkungen der sogenannten „Guillotine-Klausel“ auf den Handel zwischen deutschen und Schweizer Unternehmen können hier nachgelesen werden.

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Kommentare

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  1. Loewe sagt:

    Och nöööö, was werden die Schweizer traurig sein, wenn der Zappelstrom aus Deutschland nicht in Richtung Süden durch ihr Land darf… und das Schweizer Stromnetz be- und überlastet. Alle anderen Länder rings um Deutschland haben schon Frequenzkupplungen eingebaut, damit ihre Netze nicht ruiniert werden….
    Außerdem, nicht in der Schweiz gehen durch den Verhandlungsabbruch die Lichter aus….

    „Und willst nicht meiner Meinung sein, dann schlag ich Dir den Schädel ein“…. das neue Motto in Brüssel

  2. Matthes sagt:

    EU stoppt Verhandlungen?
    Hier gilt es der EU einmal klarzumachen, dass Brüssel zum Vorteil der Einzelstaaten da ist und nicht zum Selbstzweck und für Machtspielchen.