Roboterbauer Kuka investiert in Forschung und Mitarbeiter

Das Geschäft mit vollautomatischen Produktions-Straßen floriert. Der Roboterbauer Kuka investiert in neue Maschinen und Mitarbeiter. Die mangelnde Nachfrage in Europa wird durch mehr Absatz in China wettgemacht.

Der Roboter- und Anlagenbauer Kuka hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr kräftig gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 9,7 Prozent auf 120,4 Millionen Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen am Mittwoch in Augsburg mitteilte. Während in der Robotersparte höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie für neue Mitarbeiter den Gewinn drückten, warf das Geschäft mit ganzen Produktionsstraßen deutlich mehr ab.

Hier kam Kuka zupass, dass Arbeitsabläufe effizienter wurden, und der Fertigungsanteil in Billigländern stieg. Der Umsatz des Gesamtkonzerns erhöhte sich um zwei Prozent auf 1,77 Milliarden Euro. Die Rendite (Ebit-Marge) legte auf 6,8 Prozent zu und übertraf damit sowohl die Prognose des Unternehmens als auch die Analystenerwartungen.

Der Auftragseingang lag 2013 mit 1,88 Milliarden Euro knapp unter dem Vorjahreswert. Während die Hauptkundschaft aus der Autoindustrie weniger Produktionsroboter bestellte, orderten Abnehmer aus anderen Branchen mehr. Der Konzern will seit langem unabhängiger von den Fahrzeugherstellern werden, mit denen 70 Prozent der Erlöse erzielt werden. Zu Kukas großen Kunden gehören Branchenschwergewichte wie Volkswagen oder Daimler.

Im Windschatten von Autobauern, die die Absatzflaute in Europa in florierenden Märkten wie China und Amerika ausgleichen, umschiffte auch der Maschinenbauer weite Teile der Krise auf dem Heimatkontinent.

Die Industrie in der Euro-Zone hat ihre Produktion stärker zurückgefahren als erwartet. Sie schrumpfte im Dezember um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat, teilte die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Brüssel mit. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Minus von 0,3 Prozent gerechnet, nachdem es im November ein Plus von 1,6 Prozent gegeben hatte. Die Produktion von nicht-dauerhaften Konsumgütern fiel im Dezember um 0,1 Prozent. Bei Investitionsgütern wie Maschinen und Anlagen gab es allerdings ein Minus von 2,1 Prozent. Auch die Energie-Versorger drosselten ihre Leistung im gleichen Umfang (mehr zur Industrieflaute – hier).

Der Auftragsbestand von Kuka legte zum Jahresende um neun Prozent zu, was den Robotik-Betrieb nach eigenen Angaben für 2014 eine hohe Auslastung sichert.

Eine Prognose für das laufende Jahr will das Management bei der Bilanzpressekonferenz am 26. März abgeben. Bisher war angekündigt, dass 2014 ähnlich wie 2013 wird – allerdings gingen die Augsburger bis dato von einer Zielrendite von 6,5 Prozent aus.

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