Baukonzern Strabag fehlen öffentliche Auftrag-Geber

Der Preiskampf im Straßenbau bleibt bestehen. Der Baukonzern Strabag erwartet auch für 2014 keinen Aufschwung. Die Aktie verliert zwei Prozent an Wert. Private und öffentliche Bau-Aufträge gehen zurück. Das drückt die Preise und Renditen in den Keller.

Der österreichische Baukonzern Strabag rechnet wegen des harten Preiskampfs in der europäischen Branche auch für das laufende Jahr nicht mit großen Ergebnissprüngen. Der operative Gewinn (Ebit) werde mindestens auf dem für 2013 erwarteten Niveau von 260 Millionen Euro liegen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Analysten hatten mehr erhofft und durchschnittlich mit einem Ebit von 290 Millionen Euro gerechnet. An der Börse gab die Aktie daraufhin rund zwei Prozent nach.

In den vergangenen Jahren bekam Strabag vor allem die klammen öffentlichen Kassen zu spüren: Viele Auftraggeber hielten sich mit dem Bau neuer Straßen zurück. Die Konzerne versuchten daher über Kampfpreise an die wenigen Aufträge zu kommen – was letztlich die Erträge schmälerte. Daran dürfte sich auch im laufenden Jahr nicht viel ändern. „Der Strabag-Vorstand erwartet für 2014 ein herausforderndes Umfeld mit höherem Preisdruck im europäischen Infrastrukturbau“, erklärte die Firma.

Besser stehen die Zeichen dagegen im Hochbau, wo Strabag nicht so sehr auf öffentliche Auftraggeber angewiesen ist, sondern auch auf private Investoren zählen kann. Dort liefen die Geschäfte weiterhin „solide“, hieß es in der Mitteilung.

Wie sich der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr geschlagen hat, ließ Strabag offen. Details zu Leistung und Auftragsentwicklung will die Firma am Montag veröffentlichen.

Kommentare

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  1. spatz sagt:

    Das ist eben der Preis den man für ein absurd teures soziales Netz und fehlgeleitete
    Massenimmigration bezahlen muss.
    So lange die Deutschen immer wieder die gleichen Versager und korrupten Kaufparteien wählen wird sich daran auch nichts ändern.

  2. hugin sagt:

    AUCH EIN „VORTEIL“ DER EU !
    Größere Bauvorhaben müssen EU-weit ausgeschrieben werden, so kommen die heimischen Firmen unter Preisdruck. Das wird dem Bilderberger Haselsteiner nicht freuen ! Auch die STRABAG hat durch die EU Nachteile.

  3. x sagt:

    Die öffentlichen deutschen Aufträge gehen jetzt ja wohl schwerpunktmäßig an Bilfinger und Berger.
    Seitdem der Laden vom „brutalstmöglichen“ Aufklärer aller Zeiten geleitet wird.