Telekom nutzt Kupfer-Kabel für super-schnelles Internet

Eine neue Technologie kann die Übertragung über Kupferkabel auf bis zu 500 Megabit pro Sekunde beschleunigen. Das ist fünfmal so schnell wie bisher. Die Telekom muss nun nicht auf Glasfaser umsteigen und kann Milliarden Euro einsparen.

Die Deutsche Telekom könnte durch den Einsatz einer neuen Technologie möglicherweise Milliarden beim Bau neuer Datenautobahnen sparen.

Noch in diesem Jahr wolle die Telekom eine neue Übertragungstechnologie mit dem Kürzel G.fast in Feldversuchen erproben, berichtete die Wirtschaftswoche. Dadurch wäre der Bonner Konzern nicht mehr gezwungen, alle alten Kupferkabel durch neue Glasfaser zu ersetzen.

Mit der neuen Übertragungstechnologie, die Alcatel Lucent und Huawei entwickelt haben und die nächstes Jahr marktreif sein soll, könne die Leistungsfähigkeit eines Kupferhausanschlusses auf eine Geschwindigkeit von bis zu 500 Megabit pro Sekunde beschleunigt werden. Die bisher zum Einsatz kommenden DSL-Techniken wie VDSL und Vectoring schafften nur 100 Megabit pro Sekunde.

Der Telekom-Riese sei stark daran interessiert, die neue Technik rasch zur Serienreife zu bringen sagte Telekom-Technik-Chef Bruno Jacobfeuerborn. „Die Telekom beteiligt sich aktiv an der Standardisierung der G.fast-Technik“, so Jacobfeuerborn.

Bisher hatte die Telekom geplant, durch das Vectoring-Verfahren die DSL-Anschlüsse von 24 Millionen Haushalten bis 2016 auf 100 Megabit pro Sekunde zu beschleunigen. 8,4 Milliarden Euro wolle die Telekom 2014 und 2015 investieren, um die Glasfaser bis zu den dafür benötigten Verteilerschränken am Straßenrand zu verlegen. Das Vectoring war als Übergangslösung gedacht, um irgendwann nach 2020 die Glasfaser bis an die Gebäude zu verlegen.

Kommentare

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  1. Jones sagt:

    An den Kritiker:
    Schau mal nach Magenta Hybrit da gibt es eine LTE Flatrate ohne volumenbegrenzung.
    Folglich ist deine Aussage falsch

  2. Der Kritiker sagt:

    Und was wird aus den abgelegenen Dörfern ?
    Diese werden total vernachlässigt …
    Man surft dort z.B. mit einer 1500er Leitung.
    Downloaden tut man mit ungefähr 80-150 kbit/s und der upload steht ungefähr bei 20-40 kbit/s.
    Sowas macht das surfen unmöglich !
    Videos kann man nur anschauen wenn man sie auf der niedrigsten Qualität schaut,
    Internetseiten brauchen extrem lange bis sie geladen sind (Bilder, Texte etc.),
    Spiele online zu nutzen ist komplett unmöglich !
    Und das begrenzte LTE Volumen von 30gb von T-Online für 49,99€ pro Monat ist viel zu niedrig für Internet Aktive Familien und meist hat man fast keine Verbindung zur LTE-Leitung !
    Dörfer sind damit totale Aussenseiter wenn es um darum geht gleichberechtigte Internet Geschwindigkeit nutzen zu dürfen.

  3. Hans von Atzigen sagt:

    Nebst all dem Schrott der da unter Innovation angeboten wird eine erfreuliche schon fast Ausnahme.
    Eine Innovation die Leistungssteigernd resp. Aufwands= Kostensparend wirkt.
    Freundliche Grüsse

  4. ralph hirnrabe sagt:

    Ohje, das wird nicht genehmigt. Da sind die Chinesen dran beteiligt und das wird Obama nicht genehmigen

    • Rasputin sagt:

      Gott sei Dank hat Putin bis dahin Europa annektiert, die Amerikaner sind ja mittlerweile potenzlos, und Putin kooperiert mit den Chinesen, also wird es wohl so kommen …