Stahlkonzern Salzgitter steht wegen Energie-Wende vor dem Aus

Der drohende Wegfall der Eigenstrom-Rabatte bedroht die Existenz von Salzgitter, so der Stahlkonzern. Die zusätzlichen Kosten in Höhe von 75 Millionen Euro könnten auch durch einen Stellenabbau nicht kompensiert werden.

Der Stahlproduzent Salzgitter rechnet durch den geplanten Wegfall der Eigenstrom-Rabatte für die Industrie mit Zusatzbelastungen von 75 Millionen Euro. Diese könne der Konzern nicht durch Stellenabbau kompensieren. „Sie sind eine Existenzbedrohung“, sagte ein Salzgitter-Sprecher zu Euro am Sonntag. Verlagerungen ins Ausland seien bei der Komplexität der Anlagen nicht machbar.

Auch Peter Willbrandt, Chef von Europas größtem Kupferproduzenten Aurubis sagte, die deutschen Standorte von Aurubis müssten nach den jetzigen Energieplänen der Bundesregierung in Zukunft insgesamt 60 Millionen Euro Stromkosten pro Jahr zahlen. Der Konzern könne die zusätzlichen Kosten auf Dauer nicht schultern.

„Diese Mehrkosten würden nicht nur Investitionen an deutschen Standorten mehr als infrage stellen. Sie würden langfristig unsere deutschen Standorte gefährden“, so Willbrandt

Die Bundesregierung hatte im Januar im Zuge der Energiereform Eckpunkte für die Beteiligung der Industrie an den Kosten der Energiewende beschlossen. Demnach sollen Betriebe künftig auch auf selbst produzierten Strom teilweise die Umlage zur Förderung des Ökostroms zahlen.

Bislang waren sie davon ausgenommen und profitierten gleichzeitig vom kräftigen Rückgang der Strompreise an der Börse. Zahlreiche Industriekonzerne hatten daraufhin vor zusätzlichen Kosten in Millionen-Höhe gewarnt.

Kommentare

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  1. Miesmacher sagt:

    So zerstört man eine Industrienation! Zufall?

  2. ojeoje sagt:

    die haben bisher nur 75 mio gewinn gemacht??? bischen wenig :-))))

  3. fan sagt:

    Und so wird es weiter gehen mit der Super-Intelligenz-Politik der GroKo, immer weiter bis der deutsche Crash unsere Wirtschaft zusammen brechen lässt..!

    Dafür steigen dann eben die Politiker-Einkommen und die der Beamten ebenso..!

  4. Gustav sagt:

    Der absurde Ausstieg aus der sicheren Nukleartechnik zur Stromerzeugung wird den kurzsichtigen Politikern immer noch nicht bewusst. So ist es eben, wenn über Kernfragen des Wirtschaftsstandorts von Ideologen und Laiendarstellern entschieden wird. So macht man die Wirtschaft in Deutschland kaputt. Vermutlich ist das gewollt.

    • spatz sagt:

      Warum legen Sie sich nicht einFerienhäusschen im sicheren Fukushima zu.
      Da gibt es sogar Fischgerichte die leuchten noch wenn der Fisch schon Hunderttausend Jahre nicht mehr da ist.
      Ein paar Physikstunden wären vielleicht nicht schlecht.

  5. Matthes sagt:

    Standard-Drohgebärden
    Aber Deutschland hat europaweit die höchsten Energiekosten. Die „Vorreiterrolle“ der Kanzlerin gilt wohl nur für die Verbraucherpreise!

  6. hugin sagt:

    DIE VERZWEIFELTEN VERSUCHE GELD DER WIRTSCHAFT ABZUPRESSEN !
    Ohne Rettungsschirme, Kosten für EU und Asylanten, Einsparung bei Politikern, fragwürdigen Sozialprojekten, lächerlichen Kunstobjekten und anderen dubiosen Förderungen könnten die ersparten Gelder für Belebung der Wirtschaft verwendet werden.

  7. spatz sagt:

    So killt die Armutsmigration auf Umwegen die Wirtschaft.
    Nur weiter so bis alles kaputt ist.

  8. t.john sagt:

    …vermutlich hat (auch) die Mehrheit der Salzgitter-Mitarbeiter die GroKo gewählt.

    Was einmal mehr zeigt – man muss es leider in der Härte sagen: die Mehrheit der Deutschen ist geschäftsunfähig.

  9. Hans von Atzigen sagt:

    Beschränkt sich das Dilemma auf Deutschland und die Energiewende?
    Bedeutsam ist die Feststellung das die Kosten auch über Stellenabbau oder Einkommenskürzungen nicht mehr auffangbar sind.
    Da ist immer offensichtlicher Wirtschaft ( auch Global) absurd angesagt.
    Die nächsten Phasen:
    Arbeiten ohne Lohn.
    Danach Arbeit nur noch für den der draufzahlt.
    Hi hi und woher das Geld fürs Draufzahlen kommen soll?
    Tja ob da die Götter im Olymp dafür eine Lösung haben?
    Freundliche Grüsse

  10. Alfons sagt:

    Alle diese Industrien brauchen wir nicht mehr.

    Deutschland ist weltweit führend in der Gender-, Windmühlchen- und Sonnenstrahleneinfang-Technologie.

    Hinzukommt, dass die Migrations- und Integrationsindustrie brummt, da sind wir bereits Importweltmeister.