Verlag Gruner + Jahr prüft Rückzug aus China

Der Hamburger Zeitschriftenverlag G+J sucht offenbar nach einem Käufer für die Anteile an seinem chinesischen Partner. Der Gewinn aus den China-Anteilen war 2013 eingebrochen. Wichtige japanische Werbekunden mieden chinesische Medien wegen des Inselstreits der beiden Länder.

Der zu Bertelsmann gehörende Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr (G+J) erwägt einen Rückzug aus China.

Die für das China-Geschäft des Medienkonzerns verantwortliche Managerin Annabelle Yu Long solle nach einem Käufer für den G+J-Anteil von rund 50 Prozent an dem chinesischen Partner Boda Ausschau halten, berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel unter Berufung auf Verlagskreise. Alle Optionen würden geprüft, einen offiziellen Verkaufsprozess gebe es bisher nicht.

Der Hamburger Verlag gibt seit 2006 zusammen mit Boda diverse Frauen-, Eltern- und Lifestyle-Magazine heraus. „Zu Spekulationen nehmen wir grundsätzlich keine Stellung“, sagte ein G+J-Sprecher am Sonntag.

Obwohl die Umsätze in China in den vergangenen Jahren kräftig zulegten, brach der auf G+J entfallende Gewinn 2013 auf geschätzte 7 Millionen Euro von über 10 Millionen ein. Neben der Abkühlung der chinesischen Konjunktur mieden wichtige japanische Werbekunden chinesische Medien wegen des Inselstreits der beiden Länder.

Kommentare

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  1. ratlos sagt:

    Wie wir durch die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten manipuliert werden und mit welchen Mitteln diese Manipulation erfolgt. Ein höchstbrisanter Artikel hierzu unter: http://www.macht-steuert-wissen.de/artikel/183/der-geheimplan-hinter-markus-lanz-skandalsendung.php