BMW will Kohlefaser-Produktion verdoppeln

BMW und der Grafitspezialist SGL Carbon wollen künftig 6.000 Tonnen Kohlefaser pro Jahr herstellen. Das ist eine Verdopplung der bisherigen Produktion. Das extrem leichte Material will der Autobauer für seine E-Autos und für das neue 7er Modell verwenden.

Der Autobauer BMW und der Grafitspezialist SGL Carbon wollen Insidern zufolge ihre Kohlefaser-Produktion verdoppeln. Künftig sollten 6.000 Tonnen CFK pro Jahr hergestellt werden, sagte eine mit der Sache vertraute Person am Sonntag.

Dem Handelsblatt zufolge, das zuvor bereits über die Pläne berichtet hatte, sollen dazu zusätzlich mehr als 100 Millionen Euro investiert werden. Ein SGL-Sprecher sagte dazu lediglich, die Unternehmen würden sich auf die erwartet stärkere Nachfrage vorbereiten. Deshalb würden derzeit die Produktionsflächen ausgebaut. Bei BMW war zunächst keine Stellungnahme erhältlich.

Mit dem Ausbau der Kapazitäten käme BMW der Nachfrage nach den Elektroautos i3 und i8 nach. Zudem soll Kohlefaser für das geplante neue 7er-Modell verwendet werden. Das Material ist deutlich leichter, aber bis zu achtmal teurer als Stahl.

Um sich den Zugriff auf die Technologie zu sichern, hatte sich BMW 2011 gemeinsam mit Großaktionärin Susanne Klatten mit 42,5 Prozent an SGL beteiligt. Auch VW hält Anteile an dem Wiesbadener Zulieferer für die Stahl- und Auto-Industrie.

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