Deutschland: Umsatz mit Unterhaltungs-Elektronik bricht ein

Der Konsum in Deutschland ist schwach. Die Hersteller von Elektrogeräten machen deutlich weniger Umsatz. Vor allem das Geschäft mit PCs und Tablets lahmt.

Die Deutschen haben im vergangenen Jahr eine Studie zufolge deutlich weniger neue Elektrogeräte gekauft. Demnach ging der Umsatz mit technischen Gebrauchsgütern vom Haarföhn über Tablet-PCs bis zu Fernsehern um gut zwei Prozent auf 54,4 Milliarden Euro zurück, wie der Nürnberger Marktforscher GfK am Montag mitteilte. Vor allem das Geschäft mit klassischer Unterhaltungselektronik sei regelrecht eingebrochen.

Allein die wachsende Nachfrage nach neuen Smartphones habe ein größeres Minus verhindert. Das Geschäft mit Computern und Tablet-PCs lahmt insgesamt bereits (mehr dazu – hier). „Hier zeigten sich eine generelle Kaufzurückhaltung bei innovativen Produkten sowie gesättigte IT-Märkte und hohe Haushaltsausstattung in einzelnen Segmenten“, erklärte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Die Hersteller von Haushalts- und Unterhaltungselektronik merken der GfK zufolge nichts von einer gesteigern Konsumlaune der Deutschen. Sony hat sich bereits von seiner Computer- und TV-Sparte getrennt (hier).

Zum einen müssten die Kunden zunehmend mehr für Unausweichliches wie Strom ausgeben. Zum anderen spielten Ausgaben für Haus, Auto und Urlaub eine größere Rolle als früher. Die GfK macht den Anbietern für 2014 vage Mut. Technische Neuerungen ließen im Jahr der Fußballweltmeisterschaft auf zusätzliches Umsatzpotenzial hoffen.

Kommentare

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  1. spatz sagt:

    Heute hat doch fast jeder schon ein paar Rechner zu Hause.
    Schon seit Jahren haben die Rechner mit hochleistungsfähigen Dual und Quad Core
    Chips so wie riesigen Festplattenkapazitäten ein Potential dass für die meisten
    Anwendungen üblicher User schon mehr als ausreichend dimensioniert ist.
    Vergleichbar wären 2 bis 3 600 PS Autos in jedem Haushalt.
    Was soll man da noch kaufen so lange die geräte gut halten?

  2. Tacheles sagt:

    Die deutschen Unternehmen werden sich in den nächsten Monaten noch
    wundern wohin sie die deutsche Bevölkerung mit ihrer Leiharbeiterpolitik
    gebracht haben. Wer kein Geld verdient, kann auch nichts kaufen. Also
    bleibt nur eins: Die Spitzenmanager können jetzt mit ihrem Geld alle PC’s
    usw. selber kaufen und sich draufsetzen. Ich sehe schon deren Wohnzimmer
    vor mir, zwanzig Fernseher 40 PC’s ein Regal voller Tablets usw.
    Aaaah, aber jetzt sehe ich wieder Licht im Tunnel, die Nieten in Nadelstreifen!!
    Sie werden das schon wieder in den Griff bekommen, nicht wahr MCKiller?

    Die haben jetzt ein neues Outsourcingprogramm für Mitarbeiter:
    Schicksnachchina ins Unternehmen Billigabilligaproduction

  3. Dieter Staas sagt:

    Wachstum nur noch durch Export
    Der selbst in Zeiten weltweiten Wachstums stagnierende Inlandskonsum, der die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands seit mehr als 30 Jahren kennzeichnet, ist ein Charakteristikum von Volkswirtschaften, die eine rigide Sozial- und Haushaltspolitik mit einer ebenso rigiden Geldpolitik kombinieren. Deutschland ist (wie beispielsweise auch Japan) schon seit Jahrzehnten nicht mehr in der Lage, aus eigener Kraft zu wachsen. Wachstum muss immer durch den Export, also durch das Ausland, initiiert werden. Wie kaum ein anderes Land in der Welt lebt Deutsch­land von der Dynamik anderer Volkswirtschaften. Nur Japan betreibt eine ähnlich intensive Variante der Trittbrettfahrerei (vgl. wie alles so kam und warum und was noch kommt).

  4. Ape sagt:

    Ist auch gut so!
    Elektromüll ist nicht gerade eine Seltenheit!!!