Online-Musikanbieter Spotify prüft Bilanzen für möglichen Börsengang

Spotify ist eines der am besten finanzierten Unternehmen der Welt. Dieser Umstand könnte den bei Musikliebhabern populären Streaming-Dienst bald an die Börse treiben, glauben Beobachter. Denn das Unternehmen prüft derzeit die eigenen Bilanzen.

Der Online-Musikdienst Spotify schürt mit der Suche nach einem Bilanzexperten Spekulationen über einen bevorstehenden Börsengang. Das schwedische Start-Up-Unternehmen schaltete unter anderem auf seiner Website eine Stellenanzeige, aus der Beobachter am Montag die Vorbereitung auf eine möglicherweise milliardenschwere Notierung am Aktienmarkt ableiteten.

Gesucht werde ein Kandidat, der die Geschäftsberichte auf den Standard der US-Börsenaufsicht SEC bringen könne, heißt es in dem Jobangebot. Spotify äußerte sich nicht zu der Frage, ob ein Sprung auf Parkett in Planung sei. Ein Sprecher erklärte lediglich, die Bilanzen des wachsenden Unternehmens sollten korrekt bleiben und internationalen Standards entsprechen.

„Es sieht aus, als bereiteten sie sich auf einen IPO vor“, sagte ein auf Finanzen spezialisierter Unternehmensjurist, der nicht von Spotify beschäftigt wird. Ein Investment-Banker schätzt, bei einem Börsengang im kommenden Jahr in den USA könnte Spotify mit bis zu acht Milliarden Dollar bewertet werden. Dafür machten sich die Schweden auch mit ihrer laufenden Expansion fit, sagte er.

Das Unternehmen hatte im November 250 Millionen Dollar eingesammelt und war damit zu einer der weltweit am besten mit Kapital ausgestatteten Start-Up-Firmen aufgestiegen. Spotify bietet einen auch bei deutschen Internetnutzern populären Streaming-Dienst an, bei dem Musik direkt aus dem Netz übertragen wird.

Spotify ist derzeit neben iTunes eine der beliebtesten Anwendungen, um Musik über das Internet auf dem Computer oder derm Mobilfunkgerät zu empfangen (Streaming). Der Nutzer zahlt monatlich einen geringen Beitrag, etwa zehn Euro, und kann sich dafür so viel Musik anhören, wie er will.

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