Mittelstand: Investoren kommen aus Europa und den USA

Asiatische und arabische Investoren haben den Mittelstand noch nicht als Investment entdeckt. Die Aktien im Streubesitz befinden sich überwiegend bei Investoren in Europa und den USA.

Die deutschen börsennotierten Mittelstandsunternehmen sind einer Studie zufolge fest in den Händen von europäischen und amerikanischen Anlegern. Asiatische oder arabische Finanzinvestoren haben im MDax, TecDax oder SDax gelistete Firmen dagegen noch nicht für sich entdeckt, wie eine Studie der Beratungsfirmen cometis und Ipreo ergab. „Hier liegen ungenutzte Potenziale“, sagte cometis-Vorstand Michael Diegelmann. Finanzinvestoren aus den USA hielten den größten Teil des Streubesitzes – also die nicht von strategischen Investoren wie Familien, Unternehmen oder langfristig orientierten Finanzinvestoren gehaltenen Aktien. Danach folgen  deutsche Investoren und Anleger aus Großbritannien.

Rund ein Viertel des Streubesitzes der in den drei Indizes gelisteten Unternehmen liegt der Studie zufolge in den Händen deutscher Aktionäre –amerikanische Anleger halten etwas mehr, britische etwas weniger. Asiatische Investoren aber kommen bei MDax-Unternehmen nur auf zwei Prozent des Streubesitzes, bei SDax-Firmen auf ein Prozent, bei TecDax-Firmen sind sie gar nicht investiert.

Der größte Streubesitz-Investor im deutschen Mittelstand kommt aus Norwegen: Die Vermögensverwaltungstochter der norwegischen Zentralbank, Norges Bank Investment Management, ist mit insgesamt 4,8 Milliarden Dollar an Firmen aus den drei Indizes investiert. Es folgt die deutsche Fondsgesellschaft DWS mit rund 4,1 Milliarden Dollar und der US-Investor Capital World Investors mit 3,7 Milliarden Dollar. Insgesamt ist der Streubesitz bei TecDax-Unternehmen mit durchschnittlich 67 Prozent der Aktien am höchsten, bei MDax-Konzernen sind 62 Prozent der Aktien bei nicht-strategischen Investoren gestreut, bei SDax-Unternehmen 53 Prozent.

Die wirtschaftliche Krise in Europa ist ein perfekter Zeitpunkt für Investoren, um in den Ländern der EU lukrative Geschäfte abzuschließen. Investiert wird in Infrastruktur, Immobilien und Technologieunternehmen (mehr hier). Die EU will für die Chinesen ein investitionsfreundliches Klima schaffen.

 

Kommentare

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  1. Syssiphus sagt:

    Zumindest bei Frankreich ist mir bekannt,dass arabische Investoren sehr viel Geld investiert haben.Größter Investor ist Katar,die Kataris haben Steuerbegünstigungen bis zur kompletten Steuerbefreiung.Das zeigt sich u.a. am Kotau der franz.Regierung,wenn es Probleme mit dem Islam gibt.
    Marine Le Pen: „la France est devenue la catin d’émirs bedonnants“ (Frankreich ist zur Hure schmierbäuchiger Emire verkommen).
    Ich erwarte eine wesentliche Stärkung der Rechten in Frankreich,eventuell sogar in fast allen Ländern der EU bei der kommenden Wahl.Unter diesem Blickwinkel muss man die ständige Berieselung mit Falschmeldungen zur Wählerbeeinflussung, zugunsten der Systemparteien die ihre Völker regelrecht verkaufen, sehen.

  2. Peter Pan sagt:

    …Ausverkauf Deutschlands… Die daxfirmen seien bis zu 85 Prozent in Ausländer. Hand. Und wie ist das mit der dt. Telekom ?? Und ihrem supertyp Ron Sommer ? Der hätte den einst reichsten dt. Konzern entgeltet…. Um 500 Mrd dem heißes. Und wohl dafür und deshalb wurde er Royal abgegolten, ebenso wie Herr gerster vom Arbeit.amt Nürnberg. Wegen Unfähigkeit – oder Mauscheleien in Mrd-Höhen …!?? Was haben wir doch das unsagbare Glück, das Geld nicht selber ausgeben zu müssen. Wie schandbar wäre das doch zu den Figuren der Hochfinanz ( um nicht zu sagen hochkriminellen ). – ganz allgemein gesagt und empfunden….- und wie erbärmlich, unsre Wohnungen mit nochmehr Krimskrams vollzustopfen. Da gibt’s doch weit wertvollere Katarakte – Pardon Charaktere . Welche mit bestverbindung zu Gaaaanz andren Könnern.-es ist doch immer dasselbe. Wissen ist macht. Glauben ist Ohnmacht. GlaubenMÜSSEN ist Sklaverei. Und darin fühlen, Pardon w i s s e n wir alle uns doch bestens verwahrt….

  3. wolfgang sagt:

    Welchen Zweck will die EU mit einem für Chinesen ivestitionsfreundlichen Klima erreichen? Reicht die Globalisierung das damit verbundene Elend noch nicht aus?