Chinas Industrie kauft weniger deutsche Maschinen

Die China-Exporte der deutschen Maschinenbauer gingen 2013 um 3,7 Prozent zurück. Die chinesische Industrie kauft Maschinen zunehmend von einheimischen Herstellern und benötigt daher weniger Importe aus Deutschland.

Die deutschen Maschinenbauer sind im vergangenen Jahr wegen eines Nachfrageeinbruchs in China nicht vorangekommen.

Insgesamt exportierten die Unternehmen Maschinen und Anlagen für 149 Milliarden Euro – etwas weniger als im Jahr zuvor, wie der Branchenverband VDMA am Montag mitteilte. Die Ausfuhren nach China gingen um 3,7 Prozent zurück. Grund sei unter anderem das Auslaufen staatlicher Wirtschaftsförderprogramme in dem Land, sagte ein VDMA-Sprecher.

Zudem kaufe die chinesische Industrie Maschinen zunehmend von dortigen Herstellern und sei deshalb weniger auf Importe aus Deutschland angewiesen.

Mittlerweile erlöst die deutsche Vorzeigebranche jeden zehnten Euro im Reich der Mitte. Nicht nur das einstige Boomland bereitet den Exporteuren Kopfzerbrechen: Auch aufstrebende Volkswirtschaften wie Brasilien, Russland und Indien kauften 2013 weniger deutsche Maschinen ein.

Allerdings gibt es einen Lichtblick. „Zum Jahresende hat sich die Bilanz der deutschen Maschinenexporte spürbar aufgehellt“, sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Das Exportvolumen legte in den letzten drei Monaten des Jahres um 1,9 Prozent zu, vor allem dank höherer Ausfuhren in die USA und in die EU.

Die Konjunkturlage in Europa ist für die deutschen Maschinenbauer, zu denen neben mittelständischen Unternehmen auch börsennotierte Konzerne wie ThyssenKrupp, DMG Mori Seiki (ehemals Gildemeister) oder Gea gehören, entscheidend: 62 Prozent der Exporte gehen in die EU.

Kommentare

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  1. DDDD Mori Seiki sagt:

    Ja, Nee, is klar…

    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2014/02/59932/

    Die Exporte in die EU sind doch mittlerweile reine ABM- Massnahmen des deutschen Steuermichels für die lokale Industrie.

    Eine nachhaltige Strategie sieht anders aus.

  2. Kreatist sagt:

    Na ja die Chinesen wurden Zug um Zug von der deutschen und europäischen Industrie auch „hochgepampert“.

    Ein immenser deutscher Technologietranser und Wissens Know how wurde exportiert, bis heute. Ich denke nur an das Airbuswerk, aber auch viele deutsche Mittelständler aus dem Maschinen und Anlagebnau und der Elektrotechnik.

    Dazu noch die Mengen an Chinesen in deutschen Unis und anderen Hörsälen.

    Man fragt sichwirklich, wie doof und hirnverrannt muss man sein um sein Tafelsilber so idiotisch uzu verscherbeln und ich seler den Ast absägen.

    Dümmer geht nimmer.

  3. Ich sagt:

    Die Welt ist groß, viele Länder haben noch wenig Industrie.