BASF profitiert vom Auto-Boom in China

Wegen der Geschäfte mit der Auto-Industrie kletterte 2013 der bereinigte Betriebsgewinn von BASF auf einen neuen Rekord-Wert von 7,2 Milliarden Euro. Vor allem die Autobauer in China und in den USA bestellten deutlich mehr Katalysatoren und Lacke.

Der Auto-Boom in China und in den USA hat dem weltgrößten Chemiekonzern BASF 2013 zu Rekord-Ergebnissen verholfen.

„Alle Geschäfte von BASF mit der Automobilindustrie entwickeln sich ziemlich gut. Dies ist tatsächlich die wichtigste Kundenindustrie für BASF“, sagte Konzernchef Kurt Bock am Dienstag dem Sender CNBC. BASF profitierte von einer gestiegenen Nachfrage nach Auto-Katalysatoren in Asien, wo die Ludwigshafener zu den führenden Anbietern gehören. Zudem bestellten Autobauer mehr Lacke.

Die Sparte Functional Materials & Solutions, die neben Katalysatoren und Lacken auch Kunststoffe für die Autobranche herstellt, steigerte ihren bereinigten Betriebsgewinn um fast 15 Prozent.

Die Autoproduktion in China läuft derzeit auf Hochtouren, der Pkw-Absatz im Reich der Mitte sprang im vergangenen Jahr um 23 Prozent auf 16,3 Millionen Fahrzeuge. Auf dem weltweit zweitgrößten Markt USA wurden 15,5 Millionen Autos verkauft, ein Plus von 7,5 Prozent.

Konzernweit kletterte der bereinigte Betriebsgewinn um 8 Prozent auf einen neuen Spitzenwert von 7,2 Milliarden Euro. Insgesamt baute BASF den Konzernumsatz um 3 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 74 Milliarden Euro aus.

Dazu trugen auch die Zukäufe des norwegischen Fischölspezialisten Pronova und des US-Agrochemieunternehmens Becker-Underwood bei. Kräftige Ergebniszuwächse verzeichnete der Konzern in den USA, wo er petrochemische Basisanlagen auf günstigere Rohstoffe umstellte.

Auch im Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln lief es rund: Der bereinigte Betriebsgewinn der Sparte Agricultural Solutions schnellte um 17,8 Prozent nach oben. Hier konnten die Pfälzer Preise erhöhen und profitierten von einer kräftigen Nachfrage.

In manchen Schwellenländern und in Japan machten BASF allerdings Währungsabwertungen zu schaffen. Und in der im Umbau befindlichen Sparte Performance Products sanken die Ergebnisse. Der Konzernüberschuss wuchs 2013 um ein halbes Prozent auf 4,8 Milliarden Euro.

Zum neuen Jahr äußerte sich BASF vorsichtig optimistisch. „Insgesamt erwarten wir, dass wir uns in einem weiterhin herausfordernden Umfeld gut behaupten werden“, sagte Bock. Der Umsatz werde 2014 aufgrund der für Mitte des Jahres geplanten Abspaltung des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts leicht sinken. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) soll dagegen leicht zulegen.

Bock stellte den Aktionären in Aussicht, auch 2014 wieder mehr als die Kapitalkosten zu verdienen. An dieses Kriterium knüpft BASF die Zahlung einer mindestens stabilen Dividende.

Für 2013 sollen die Anteilseigner eine um zehn Cent auf 2,70 Euro erhöhte Dividende erhalten. An der Börse konnte der Konzern gleichwohl nicht punkten: Die im Dax notierte BASF-Aktie verlor zeitweise 1,6 Prozent auf 81,90 Euro. Allerdings war die Aktie allein seit Anfang Februar um rund 4 Euro gestiegen.

Im Schlussquartal des vergangenen Jahres profitierte BASF vor allem von guten Öl- und Gasgeschäften – auch die Renditen im Petro-Chemikalien-Geschäft zogen an. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) schnellte im vierten Quartal um 18 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro nach oben und übertraf damit die Schätzungen der Analysten.

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