Schweizer Baukonzern Holcim büßt Umsatz in Schwellenländern ein

Der Umsatz von Holcin sinkt um 6,8 Prozent auf 19,72 Milliarden Schweizer Franken. Das Geschäft in den Schwellenländern ist schwach. Ein Kostensenkungsprogramm macht den Konzern schlanker für für die Zukunft.

Das langsamere Wirtschaftswachstum in Schwellenländern und der Kursverfall einiger Währungen haben den Schweizer Zementkonzern Holcim im vergangenen Jahr gebremst. Der Umsatz sank um fast sieben Prozent auf 19,72 Milliarden Franken, wie Holcim am Mittwoch mitteilte.

Vor allem in Asien und Lateinamerika gingen die Verkäufe bei Zement, Kies und Transportbeton zurück. Preiserhöhungen seien in einer Reihe von Märkten wesentlich schwerer durchzusetzen gewesen als im Jahr davor. Dazu kam die Abwertung der Währungen Indiens, Indonesiens und Brasiliens, die die Einnahmen in Franken schmälerte. Zulegen konnte der Rivale von HeidelbergCement dagegen in Russland und Aserbaidschan.

Im laufenden Jahr rechnen die Schweizer nicht mit einem nennenswerten Wachstum. Zwar dürften sich die Märkte in Europa und Nordamerika leicht erholen. Unsicherheiten in Mexiko dürften das Lateinamerika-Geschäft aber weiterhin bremsen, in Asien und Ozeanien werde das Wachstum geringer ausfallen als in früheren Jahren. Kostensenkungen und weniger Investitionen des in 70 Ländern aktiven Konzerns sollen für höhere Gewinnmargen sorgen (mehr zur Wirtschaft in den Schwellenländern – hier).

Holcim sei kurzfristig mit erheblichen Unsicherheiten konfrontiert, kommentierten die Analysten der Bank Notenstein. Die Entwicklung der Schwellenländer und deren Währungen bleibe fragil (mehr hier). Die Dividende will Holcim auf 1,30 Franken von 1,15 Franken erhöhen. Die Aktien des Zementkonzerns verzeichneten am Morgen ein Plus von 1,3 Prozent und zählten damit zu den größten Gewinnern des Schweizer Leitindex.

Dennoch konnte der hinter der französischen Lafarge zweitgrößte Baustoffkonzern der Welt die Früchte eines Kostensenkungsprogramms ernten, das 2012 noch hohe Ausgaben verursacht hatte: Der Reingewinn verdoppelte sich auf 1,27 Milliarden Franken (eine Milliarde Euro).

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