IWF-Studie: Ungleiche Einkommen mindern Wachstum

Der IWF fordert die Staaten zu einer maßvollen Umverteilung auf. Zu große Einkommens-Unterschieden schaden der Wirtschaft. IWF-Chefin Lagarde sorgt sich um die ökonomische Stabilität in Europa.

Große Einkommensunterschiede schaden einer IWF-Studie zufolge dem Wirtschaftswachstum. Eine maßvolle Politik der Umverteilung dagegen könne für die ökonomische Entwicklung förderlich sein, urteilten Experten des Internationalen Währungsfonds in einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung. Nur im Falle extrem hoher Steuern oder Transferleistungen für sozial Schwache wie in manchen europäischen Ländern sei eine Beeinträchtigung der Konjunktur zu befürchten.

Wissenschaftliche Studien des IWF, der die Volkswirtschaften seiner 188 Mitgliedsländer analysiert, geben nicht die offizielle Position des Fonds wieder. Doch IWF-Chefin Christine Lagarde hatte bereits im vergangenen Jahr gesagt, dass ökonomische Stabilität nicht zu erreichen sei, ohne Einkommensunterschiede anzugehen.

Entwicklungshilfeorganisationen zeigten sich über die Äußerungen erfreut. „In den schlechten alten Tagen forderte der IWF von den Regierungen eine Kürzung der öffentlichen Ausgaben und der Steuern“, sagte der Chef des Oxfam-Büros in Washington, Nicolas Mombrial. „Wir hoffen, dass diese Studie und Christine Lagardes jüngste Bemerkungen auf einen Sinneswandel hindeuten.“

Kommentare

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  1. ohjee sagt:

    würde mich mal interessieren wieviel kto diese tante in der schweiz hat.

  2. Bernhard Schlüter sagt:

    Wer Knut Wicksell http://de.wikipedia.org/wiki/Knut_Wicksell gelesen hat weiß, daß die Kumulation von immer mehr Vermögen in immer wenigen Händen zur Arbeitslosigkeit führt.
    Diese Erkenntnis hätte der IWF schon lange umsetzen können, wenn er etwas für die durchschnittliche Bevölkerung tun wollte.

  3. jaja sagt:

    „maßvolle umverteilung“ heissts auf deutsch übersetzt: so langsam, das die sklaven es nicht bemerken.

  4. Gustav sagt:

    Studien des IWF sind nicht unabhängig. Die Auftraggeber sind die internationalen Finanzmächte, die damit ihre Ziele verfolgen. Regierungen die das Wohl der eigenen Bevölkerung im Blick haben sollten solche Studien in den Papierkorb werfen.

  5. OPM sagt:

    Das Stimmt nicht. Über 50% der Menschen in Deutschland haben ein sehr hohes Einkommen auf H4 niveau. Wo sind da die Einkommensunterschiede? Die wenigen Politiker oder Manager mit einem Monatseikommen von einpaar Millionen sind unbedeutend für die Volkswirtschaft. Das Problem sind nicht die Einkommensunterschiede sondern alleine das Extrem niedrige MASSENEINKOMMEN.

    • jaja sagt:

      Ihre zahlen passen nicht wirklich. auch wenn D nur knapp 2 mio beamte hat, von den nur wenige viel steuergeld kassieren. Es kommen aber noch viele andere staatlich geschütze freiberufler wie z.b. anwälte/bänker/SB/etc hinzu, die unverhältn viel geld verdienen.
      Aber auch das ginge noch, wenn der staat nicht jeden cent 3 mal aus dem fenster wirft und unser system wirtschaftswachstum auf schuldenerhöhung funktioniert.

      Ein blick auf goldschmied fabian, prof. bernd senf und andreas popp bringen einen da weiter.

  6. Johannes Thierl sagt:

    Da wird wieder mal der Bock zum Gärtner.
    Der IWF agiert immer gleich, nützt die Notlagen diverser Staaten, verleiht Geld und stellt Forderungen:
    Märkte müssen sich öffnen, Volkseigentum muss privatisiert (verschleudert) werden, damit interkontinentale Großkonzerne ihre Geschäfte machen können.

    Kleine regionale Anbieter werden dadurch verdrängt, sie bekommen NICHTS vom IWF.
    Das hat System. Es braucht ein Anschauen, wie der IWF eingefädelt ist, und wer da das wirkliche Sagen hat. Die Mutter oder der Vater dieses Triebs offenbart sich schnell mit Suchen im Netz, macht halt Mühe.

    Umverteilen? Darf ich das mal so vorstellen, wie es meiner Erfahrung entspricht?
    Versuch mit Bildern:
    Es gibt ein Pendel, wie bei einer großen Uhr.
    Es schlägt nach der einen Richtung aus, ist ganz an seinem Wendepunkt und bewegt sich mit allem Schwung zurück. So bald es Kraft aufgenommen hat, sagen die Politdarsteller, den Reichen müssen wir was nehmen, mit den(Staatspropagandistischen) GEZ- Medien unterstützt, wir auf den Mittelstand eingedroschen. Den superreichen internationalen Eliten kann man eh nichts nehmen.
    Dann schlägt das Pendel nach der anderen Seite aus.
    Die Harzer kosten zu viel Geld, tun nichts, bekommen zu viel Zuwendungen, denen muss man was nehmen. Der Sozialstaat ist nicht mehr finanzierbar. Wird genau so eingedroschen.
    Wieder mit Unterstützung der Staatsmedien.

    Es ist wie ein Zurrgurt, es wird immer enger, für ALLE Bürger.
    Zu Gunsten der Menschen, die wirklich daran verdienen.
    Es sind nicht so viele, aber sie haben die Macht.

    Lasst euch nicht durch Klassenhetze zermürben, denn das dient dem wirklichem Nutznieser.