Wien gehört nicht mehr zu den 10 reichsten EU-Regionen

Unter den zehn reichsten Regionen der EU ist Wien nicht mehr vertreten. Regionen wie Luxemburg, Hamburg und Bratislav Kraj ist BIP pro Kopf am höchsten. Nach dem Machtwechsel in der Ukraine ist Wien aber immer noch Anlaufstelle Nummer eins für reiche Ukrainer, die sich von der Regierung nicht mehr vertreten sehen.

Österreichs Hauptstadt Wien fällt aus den Top-10 der reichsten EU-Regionen raus. Die europäische Statistikbehörde Eurostat ermittelte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Einwohner für alle EU-Staaten. Kaufkraftbereinigt ist Inner London mit einem BIP 86.000 Euro pro Kopf die reichste Region der EU.

Auf Platz zwei folgt Luxemburg mit einem BIP von 80.300 Euro pro Kopf. Das EU-Quartier in Brüssel liegt mit einem BIP von 62.000 Euro auf Platz drei. Es folgen die Regionen Hamburg, Bratislavsky Krai, Ile de France, Groningen, Stockholm, Prag und Oberbayern. Erst auf Platz elf folgt Wien mit einem BIP von 45.600 Euro pro Kopf – nur etwas mehr als die Hälfte der reichsten Region Inner London.

An Attraktivität für die Reichen in Europa hat Wien jedoch nicht eingebüßt. Nach dem Machtwechsel in der Ukraine ist Wien das nächstliegende Ziel für Reiche Ukrainer, die die neue Regierung nicht unterstützen wollen.

An die Wiener Region, die nahe an der ukrainischen Westgrenze liegt, habe sich im Januar schon der abgesetzte Ministerpräsident Mykola Asarow abgesetzt. Aber auch der abgesetzte Präsident Viktor Janukowitsch persönlich unterhalten hier wichtige Geschäftsbeziehungen, heißt es Medienberichten zufolge.

Österreich hat auf Antrag der neuen Regierung in Kiew die Vermögen von 18 Ukrainern eingefroren. Anlass für die Kontensperrungen seien mögliche Verstöße der Inhaber gegen die Menschrechte während der jüngsten Unruhen sowie der Verdacht auf Korruption, sagte Außenminister Sebastian Kurz nach Angaben der Nachrichtenagentur APA am Freitag. Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte die Sperrung der Konten. Der Schritt sei eine Vorsichtsmaßnahme, während die EU Sanktionen erwägt, erläuterte Kurz. Er machte jedoch keine Angaben zur Summe des gesperrten Geldes und nannte auch die Namen der Besitzer nicht.

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