Umsatz im Einzelhandel steigt zum Jahresbeginn

Im Januar stieg der Umsatz im Einzelhandel um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat an. Verantwortlich ist der saisonbedingte Umsatz von Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren.

Die deutschen Einzelhändler sind für ein enttäuschendes Weihnachtsgeschäft entschädigt worden. Im Januar stiegen ihre Umsätze so kräftig wie seit fast sieben Jahren nicht mehr. Sie zogen preisbereinigt (real) um 2,5 Prozent zum Vormonat an, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Von Reuters befragte Ökonomen hatten ein Prozent Wachstum erwartet, nachdem im Dezember noch ein Minus von 2,1 Prozent gestanden hatte.

„Das ist ein vielversprechender Jahresauftakt“, sagte der Sprecher des Branchenverbandes HDE, Kai Falk. „Der Winterschlussverkauf ist ganz gut gelaufen.“ Ökonomen sehen das ähnlich. Der Umsatz mit Textilien, Bekleidung, Schuhe und Lederwaren stieg real um 4,1 Prozent im Vergleich zum Januar 2013.

Trotz des starken Starts erwartet der HDE in diesem Jahr kein überschäumendes Wachstum. „Wir rechnen mit einem robusten Zuwachs von 1,5 Prozent“, sagte Falk. Das wäre zwar mehr als 2013 mit 1,1 Prozent, aber weniger als in den drei Jahren zuvor. Allerdings profitiert der Einzelhandel nur bedingt davon, weil das Geld derzeit vor allem in Dienstleistungen, Renovierungen oder Reisen fließt.

Neben den Bekleidungsgeschäften meldeten Apotheken sowie der Handel mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten mit 3,7 Prozent das stärkste Wachstum. Der Internet- und Versandhandel kam auf ein Plus von 3,2 Prozent. Der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln musste dagegen mit 2,1 Prozent die stärksten Einbußen hinnehmen.

 

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