Italien treibt Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone in die Höhe

Die Arbeitslosigkeit in Italien ist auf Rekordhöhe. Die Quote liegt bei 12,9 Prozent. In der Euro-Zone sind insgesamt knapp 20 Millionen Menschen auf der Suche nach einem Job.

In Italien waren am Jahresanfang so viele Menschen arbeitslos wie seit mindestens vier Jahrzehnten nicht mehr. Die saisonbereinigte Quote kletterte nach amtlichen Angaben vom Freitag im Januar um 0,2 Punkte auf 12,9 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen 1977. Die Jugendarbeitslosigkeit stieg auf 42,4 Prozent – ebenfalls ein Rekordwert. Für den neuen Ministerpräsidenten Matteo Renzi hat die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit höchste Priorität. Die neuen Daten unterstreichen, vor welchen Herausforderungen er dabei steht.

Die Schwäche auf dem italienischen Arbeitsmarkt offenbart sich auch in der chronisch niedrigen Beschäftigungsquote des Landes – diese betrug im Januar 55,3 Prozent. Am Jahresende gingen eine halbe Millionen Menschen weniger einer Arbeit nach als ein Jahr zuvor. 2008 war die Zahl der Beschäftigten sogar noch fast eine Million höher als heute.

Der Arbeitsmarkt in der Euro-Zone tritt nach wie vor auf der Stelle. Im Januar suchten 19,2 Millionen Menschen einen Job, wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag mitteilte. Dies waren 17.000 Männer und Frauen mehr als im Dezember, aber 67.000 weniger als vor einem Jahr. Die um jahreszeitliche Schwankungen bereinigte Arbeitslosenquote blieb den vierten Monat in Folge bei 12,0 Prozent und damit nur knapp unter dem Rekordhoch von 12,1 Prozent im September (mehr hier).

Die Wirtschaft im Währungsraum zieht zwar derzeit leicht an und lässt die Krise peu à peu hinter sich. Aber eine bessere Konjunktur schlägt sich in der Regel erst deutlich später auf dem Arbeitsmarkt nieder. Dies zeigt sich etwa in Italien, wo die Arbeitslosigkeit im Januar auf den bisherigen Höchstwert von 12,9 Prozent kletterte. Die Jugendarbeitslosigkeit markierte mit 42,4 Prozent ebenfalls einen neuen Rekord.

 

 

Kommentare

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  1. Norman sagt:

    Lieber Hans von Atzigen
    Ich danke Ihnen für Ihren brillianten Kommentar und kann Ihnen in jedem Punkt volle Zustmung entgegen bringen.

    in einfachen Worten: “ Wir sind am Ende“

  2. Hans von Atzigen sagt:

    Kaum zu übersehen da läuft treten an Ort. Die Interventionen der EZB haben lediglich den freien Fall, den offenen Zusammenbruch bis dato verhindert. Das Rezept der letzten 25 Jahre, generieren von Wachstum durch steigende Liquiditätszufuhr ist praktisch vollumfänglich ausgereizt. Das Rezept wirkt nur noch knapp stabilisierend.
    Ein alternatives Rezept für Wachstum ist nicht einmal ansatzweise verfügbar. Schlicht das absolute und totale NICHTS. Schrittweise frisst sich die Fundamentalkriese durch die Realwirtschaft das heisst mühsames halten der Beschäftigungszahlen tendenziell sinkende Realeinkommen, sinkende Konsumsolvenz, sinkende Realertragskraft der Unternehmungen, Zurückgehende Investitionen, damit ist eine steigende Beschäftigung nicht mehr realisierbar. Der Dominoeffekt ist somit längst eingeleitet. Die wohl letzte Stütze des gesamten Systems sind die Aktienmärkte. Doch auch die werden zunehmend durch die desolate Lage der Realwirtschaft hohe Arbeitslosigkeit und Absatzschwäche zunehmend ausgehöhlt. Die Gleichungen gehen somit nachhaltig nicht mehr auf. Offen ist nur noch der Verlauf des nächsten Szenariums schleichender zerfall der Aktienmärkte oder ein abrupter panischer Zusammenbruch. Gewiss der Zusammenbruch der Aktienmärkte kann durch entsprechende Massnahmen, Intervention = Stützungskäufe der Notenbanken auf Zeit verzögert werden. Eine nachhaltige Lösung ist auch damit nicht mehr erreichbar. Wenn die letzte Stellung Aktienmärkte fällt geht es unaufhaltsam in den offenen Fall= Totaler Zusammenbruch der Wirtschaft mit den entsprechenden mehr als unerfreulichen Begleiterscheinungen die sich immer deutlicher abzeichnen und ankündigen.
    Es ist ein Jammer die massgeblich verantwortlichen Eliten der letzten rund 30 Jahre haben wenig bis nichts Fundamentales aus der Geschichte der Menschheit gelernt geschweige denn rechtzeitig schrittweise umgesetzt. Es ist die Summe der Fehlentwicklungen die zu diesem sich abzeichnenden Megadesaster geführt haben. Das Irrste an der Sache die Chancen zur Vermeidung waren so exzellent wie noch nie zuvor in der Menscheitsgeschichte das Wissen war verfügbar, geklemmt hat es an der bewusst Verantwortungsvollen, zukunftsorientierten Umsetzung.
    Freundliche Grüsse

    • laubert sagt:

      Schreiben Sie zehn Mal: „Kri-E-se“. Dann lösen Sie ihre eigene solche. Schönen Tag.

      • Werner sagt:

        „…Dann lösen Sie ihre eigene solche…“ ist aber auch kein Deutsch ! Schönen Tag.

        Werner

  3. weddy sagt:

    Haha, wers glaubt wird selig.