Nach Übernahme: Helios entlässt Mitarbeiter

Nach der milliardenschweren Übernahme der meisten Rhön-Kliniken hat der Helios-Chef Stellenstreichungen angekündigt. Zuvor hatte die Fresenius-Tochter 38 Kliniken und elf medizinische Versorgungszentren übernommen.

Nach der milliardenschweren Übernahme der meisten Rhön-Klinikum-Krankenhäuser hat der Chef der Fresenius-Tochter Helios Stellenstreichungen angekündigt. „Wir wollen regional stärker zusammenarbeiten als das vielleicht bei Rhön der Fall war“, sagte Helios-Chef Francesco De Meo der FAZ. Es werde daher insbesondere in der Regionalverwaltung zu einem Stellenabbau kommen, allerdings nur „über die Zeit, in kleinem Maße“. Konkrete Zahlen nannte er nicht.

Die zum Gesundheitskonzern Fresenius gehörenden Helios-Kliniken hatten am Freitag mitgeteilt, den Kauf von 38 Krankenhäusern und elf medizinischen Versorgungszentren von Rhön vollzogen zu haben. Für zwei Kliniken – in Wiesbaden und Salzgitter – fehlt Helios noch die Zustimmung der kommunalen Mitgesellschafter. Fresenius will mit der drei Milliarden Euro teuren Übernahme im Verbund mit Helios einen Krankenhaus-Konzern in Deutschland schaffen.

Kommentare

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  1. Syssiphus sagt:

    Solange Türken (halb Anatolien) und Nordafrikaner unentgeltlich bei ihren hier lebenden Landsleuten mit-krankenversichert sind,fehlt es nicht am Geld.Da sind doch auch weiter entfernte Verwandte mitversichert,bei uns nur Ehepartner und Kinder.Trotz allem Gejammer, werden die Abkommen mit diesen Ländern nicht gekündigt,unsere Volksvertreter scheinen nicht in der gesetzlichen Krankenkasse versichert zu sein,also juckt es die am wenigsten.

    • Atropa sagt:

      Genau, fangen wir direkt wieder mit fremdenhass an. Ist ja am leichtesten einfach die bösen bösen türken ( oder am besten gleich ALLE ausländer ) zu beschuldigen.
      Rassismus kennt eindeutig keine grenzen… Gehirn eindeutig schon

  2. kira sagt:

    Ich wurde übrigens 9 mal geröntgt! Obwohl es dafür keinen trifftigen Gruß gab!

  3. kira sagt:

    In Deutschland lohnt sich dieses System, weil die Unternehmen keine Millionen-Strafen zu erwarten haben, wenn sie von Patienten verklagt werden. Da sieht es in den USA schon anders aus. Dort sind Verbraucherrechte und Patientenrecht extrem gestärkt! Die Politik in DE hätte es niemals soweit kommen lassen dürfen, dass unter diesem System solche Privatisierungen stattfinden.

  4. Falke sagt:

    Das Probllem ist zunächst das staatliche Krankenkassensystem, das die Krankenhausversorgung finanziell derart deckelt, dass die kommunalen und universitären Krankenhäuser in wirtschaftliche Not geraten und an private Investoren verkaufen, bei denen natürlich der Profit an erster Stelle steht, was zu Einsparungen an den „Personalkosten“, dem größten Kostenfaktor, führt. Der Raubtier-Kapitalismus, den wir in der Pharma-Industrie schon haben, greift so vollends nach dem Gesundheitssystem.

    Wer empfindet eigentlich noch, dass Krankheit ist eine existenzielle Not ist, die solidarische, brüderliche Hilfe erfordert? Das Bedürfnis des Kranken nach Hilfe macht daher jede Waren- und Dienstleistung im Gesundheitswesen ihrem inneren Wesen nach zur dienenden barmherzigen Hilfeleistung. Das Streben nach möglichst hohem Profit bedeutet hier Ausnützung der Notsituation eines Menschen, um daraus egoistische Vorteile herauszuschlagen. Dies müsste in einer zivilisierten Kultur als zutiefst unmoralisch und verabscheuungswürdig empfunden werden.

    Das staatliche Gesundheitswesen ist krank, weil es als Relikt des Obrigkeitsstaates den Bürger zum unmündigen Untertanen degradiert. Vgl.:
    http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/08/20/das-demokratiewidrige-zwangssystem-der-staatlichen-krankenversicherung/

  5. spatz sagt:

    Früher wurde man wegen jeden peanuts Eingriffes wochenlang stationär im Krankenhaus
    festgehalten.Zur Beobachtung oder wegen möglicher Komplikationen hiess es.
    Alles nur um die extrem hohen Betriebskosten so weit möglich zu erwirtschaften.
    Nachdem die Kassen nicht mehr mitspielten und die Fallpauschalen einführte,
    wonach es für viele Engriffe nur kurze kontigentierte Aufenthalte gab
    fuhren viele onehin schon defizitäre Kliniken völlig an die Wand.
    Da offenbar niemand eine Idee hat das Modell „Krankenhaus“ neu zu erfinden und
    anders zu strukturieren, beispielsweise mehr auf ambulante Behandlung und weniger
    auf den teuren stationären Aufenthalt zu setzen,
    werden langfristig viele Kliniken geschlossen und das Patientenaufkommen
    auf wesentlich weniger Häuser verteilt werden müssen.
    Vor allem in ländlichen Gebieten wo es bisher in jedem grösseren Dorf schon
    eine Klinik gibt wird der Luxus nach einem schweren Unfall, einem Infarkt oder
    Ähnlichem schweren Sofortmassnahmen fordernden Fall mal eben
    über die Strasse in die Klinik gebracht zu werden nicht mehr stattfinden.
    Vielleicht denkt man zumindest in diesen Regionen mal über kleinere Lösungen
    nach.
    Kleinere Häuser mit Notfallstationen die dann falls langwierigere Eingriffe
    nötig sind die Patienten stabilisieren und an grössere Fachkliniken überweisen.
    So könnte zumindest die lebensrettende Notfallmedizin und der ambulante Dienst erhalten werden ohne die Kosten explodieren zu lassen.