Deutsche Autoindustrie fürchtet Verluste durch Krim-Konflikt

Osteuropa und Russland sind wichtige Absatzmärkte für die deutschen Automobilhersteller. Der Markt in Westeuropa gilt als gesättigt. Eine Eskalation des Krim-Konflikts könnte die ganze Industrie in eine neue Krise stürzen.

Die deutsche Autoindustrie verfolgt die Krise zwischen Russland und der Ukraine mit Sorge. Instabile politische Rahmenbedingungen könnten sich auf das Käuferverhalten über die betroffenen Regionen hinaus auswirken, sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, Matthias Wissmann, am Montag in Genf kurz vor Beginn der Automesse. „Alle Beteiligten müssen alles tun, den Konflikt nicht weiter aufzuladen.“

Dem britischen Außenminister William Hague zufolge ist der Streit zwischen Russland, der Ukraine und dem Westen die schwerste Krise  des 21. Jahrhunderts (mehr dazu – hier).

Der ukrainische Botschafter bei den Vereinten Nationen sagte, Russland habe seit dem 24. Februar rund 16.000 Soldaten vom russischem Territorium auf die Krim verlegt. US-Präsident Barack Obama bezeichnet die Lage auf der Krim als beunruhigend. Russland solle internationalen Beobachtern die Vermittlung einer Übereinkunft ermöglichen, die für alle Ukrainer akzeptabel sei. Er warnte Russland, dass sich dessen Vorgehen in der Ukraine als teures Unterfangen herausstellen werde.

Russland ist einer der Hoffnungsmärkte für die europäischen Autobauer. Während die Nachfrage nach Neuwagen in Ländern wie Deutschland, Frankreich oder Spanien als weitgehend gesättigt gilt, herrscht in Russland Nachholbedarf. Einer im Juli 2013 veröffentlichten Studie der Boston Consulting Group zufolge wird Russland bis 2020 Deutschland überholen und zum größten Automarkt Europas aufsteigen. Wegen der russischen Wirtschaftsflaute ging der Absatz Branchenangaben zufolge im vergangenen Jahr allerdings zurück.

Mehr zur Auswirkung des Krim-Konflikts auf die deutsche und europäische Industrie – hier.

Kommentare

Dieser Artikel hat 2 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. otto f. krammer sagt:

    Nachdem die deutsche Kanzlerin als Finanzier dieses Maidan-Verbrecheens offenkundig geworden ist, wird dies auch auf ganz Deutschland abfärben! Da können sich die vielen Betroffenen bei Merkel&Co bedanken.

  2. jaj sagt:

    naja, wenn die dort unten mit krieg beschäftigt sind, so werden dann wohl weniger autos in DE geklaut. Das wird den absatzmarkt tatsächlich treffen.