Steigende Energiepreise: Haushalte sind gezwungen zu sparen

Die Energiekosten der Verbraucher haben sich seit der Jahrtausendwende mehr als verdreifacht. Damit auch die Ausgaben der privaten Haushalte für Raumwärme und Warmwasser. Die Verbraucher sind gezwungen Energiekosten zu sparen. Millionen Haushalten droht Energiearmut.

Die Verbraucherpreise Privater Haushalte haben sich seit der Jahrtausendwende für leichtes Heizöl verdreifach und für Erdgas verdoppelt. Im Jahresdurchschnitt betrug der Anstieg bei Heizöl 9,7 Prozent und bei Erdgas 5,8 Prozent. Zwar schwankte die Preisentwicklung, jedoch ging der Trend eindeutig nach oben. Die Kosten für Strom, Gas und Öl steigen deutlich schneller als die Löhne. Haushalte mussten im vergangenen Jahr 43 Prozent mehr für Heizung und Warmwasser ausgeben, als im Jahr 2002, im selben Zeitraum stiegen die Löhne um lediglich 17 Prozent an. Die Erhöhung liegt deutlich über der Inflationsrate.

Einer Studie der KFW zufolge, sind die Energiekosten für Raumwärme und Warmwasser trotz der anhaltenden Preisanstiege konstant geblieben. Zur Stabilisierung der Energiekosten sollen vor allem zwei Effekte betragen. Zum einen die Modernisierung der Heizungsanlagen mit einer Veränderung des Energieträgermixes und zum andern das Energieeffiziente Bauen und Sanieren. Dadurch soll der gesamte Energieverbrauch der Privaten Haushalte um rund ein viertel zurück gegangen sein.

Jedoch im Gegensatz zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung können im  Einzelfall die Energiekosten deutlich gestiegen sein. Haushalte mit geringen Einkommen können dadurch finanziell stark belastet, unter Umständen überlastet werden. Aus Kostengründen ist es einkommensschwachen Haushalten partiell nicht möglich, ihre Wohnungen angemessen zu beheizen (Der Richtwert entspricht 21°C). Davon sind auch Haushalte betroffen, die auf Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II angewiesen sind.

Die steigenden Energiepreise sind ein Anlass für die Entstehung und Entwicklung der Energiearmut. Haushalte, die 10 Prozent Ihres Netto-Einkommens für Wohnenergie aufwenden, gelten als energiearm. Im Jahr 2011 traf das, Statistikern zufolge, auf 6,9 Millionen Haushalte zu. Die Tendenz ist steigend (mehr zum Thema Energie-Armut – hier).

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