Österreich: Gewinn von Energiekonzern Verbund bricht ein

Energiekonzerne machen deutlich weniger Gewinn aufgrund von sinkenden Großhandelspreisen und veralteter Gaskraftwerke. Der Gewinn des österreichischen Energiekonzerns Verbund brach 2013 um 84 Prozent ein.

Der österreichische Energiekonzern Verbund hat 2013 wegen gesunkener Großhandelspreise für Strom (mehr dazu – hier) sowie unrentabler Gaskraftwerke einen Ergebniseinbruch erlitten. Das operative Ergebnis (Ebit) fiel um 83,7 Prozent auf 147,1 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Unter dem Strich stieg der Gewinn begünstigt durch Sondereinnahmen aus dem Verkauf des Türkei-Geschäfts an E.ON um knapp die Hälfte auf 579,9 Millionen Euro.

Damit verfehlte der Konzern die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit einem Ebit von 184 Millionen Euro und einem Konzerngewinn von 598 Millionen Euro gerechnet hatten. Verbund hatte im Oktober für 2013 ein Konzernergebnis von 600 Millionen Euro angekündigt. Aktionäre sollen wie von der Firma angekündigt eine Dividende von einem (Vorjahr: 0,60) Euro je Aktie erhalten.

Für das laufende Jahr kündigte der teilstaatliche Konzern einen Gewinneinbruch an. Das Betriebsergebnis (Ebitda) werde voraussichtlich auf 850 (Vorjahr: 1234) Millionen Euro schrumpfen. Grund dafür sei, dass die Österreicher ihren Strom wegen einer hohen Überproduktion billiger verkaufen müssen (mehr dazu – hier). Den Konzerngewinn erwartet Verbund bei 150 Millionen Euro.

Auch der deutsche Energiekonzern RWE steckt in der Krise. Wegen Abschreibungen bei Kohle- und Gaskraftwerken muss RWE einen Milliardenverlust aus 2013 verkraften (hier).

 

Kommentare

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  1. otto f. krammer sagt:

    Veredelung von Billigstrom wäre die Zauberformel und dazu gäbe es nördlich der Donau zwischen Linz und Wien, ein Potential von4,7 TWh Pumpspeicher auf SH 900m.
    Dies in Angriff zu nehmen, wäre die vordringlichste Aufgabe für Verbund&Co.

  2. Loewe sagt:

    Die Bildunterschrift „Jedoch machen dem österreichischen Energiekonzern die alten Gaskraftwerke zu schaffen. “ ist nicht korrekt. Es wurden neue Gaskraftwerke gebaut, die nie an`s Netz gingen und dann neu und ungenutzt verkauft wurden. Schuld ist unter anderem die Flut an Zappelstrom, die Österreich geschenkt bekam und nicht nutzen konnte.
    Zudem wird im Osten Niederösterreich`s und im Seewinkel des Burgenlandes die Natur dermaßen zugespargelt, daß kaum noch Platz für Pflanzenanbau vorhanden ist….

    Allerdings jammert der Verbund und auch die EVN auf höchstem Niveau…. verhungern wird in diesen Unterhehmen niemand.