Schwedische Behörden ermitteln gegen VW-Offerte für Scania

Der Deal zur Übernahme von Scania durch den VW-Konzern kam vermutlich durch Insiderhandel zustande. Schwedische Behörden ermitteln gegen zwei Scania-Vorstandsmitglieder.

Im Zusammenhang mit dem Angebot von Volkswagen zur Komplettübernahme von Scania geht die schwedische Behörde für Wirtschaftskriminalität dem Verdacht von Insiderhandel nach. In insgesamt acht Fällen seien Untersuchungen eingeleitet worden, sagte eine Behördensprecherin am Freitag in Stockholm. Es gehe um Transaktionen im Volumen von mehreren Millionen schwedische Kronen (mehrere 100.000 Euro). Weitere Details nannte die Behördensprecherin nicht.

Ihren Angaben zufolge wird nicht gegen zwei Scania-Vorstandsmitglieder ermittelt, die drei Wochen vor dem VW-Angebot Aktiengeschäfte getätigt hatten. Der schwedische Lkw-Bauer selbst teilte mit, keines seiner fünf Vorstandsmitglieder sei von den Ermittlungen betroffen. Ein VW-Sprecher sagte, das Angebot sei unterbreitet worden, ohne Scania zuvor davon zu unterrichten.

Der Wolfsburger Konzern hatte den Scania-Minderheitsaktionären am 21. Februar angeboten, die restlichen Anteile für 200 schwedische Kronen (umgerechnet 22,26 Euro) je Aktie zu kaufen (mehr hier). Bisher hält VW zusammen mit seiner Lkw-Tochter MAN 62,6 Prozent des Kapitals und 89,2 Prozent der Stimmrechte an Scania. Den Erwerb der restlichen Anteile will sich Volkswagen insgesamt 6,7 Milliarden Euro kosten lassen. Das Angebot läuft vom 17. März bis 25. April.

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