Kartell-Vorwürfe: Oetker-Konzern soll Rekordstrafe zahlen

Dem Oetker-Konzern droht eine hohe Strafzahlung. Das Kartellamt wirft dem Unternehmen vor, in verbotene Absprachen bei Bierpreisen verwickelt zu sein. Oetker gehört die Radeberger-Gruppe.

Im Verfahren um das größte deutsche Bierkartell droht dem Oetker-Konzern einem Medienbericht zufolge eine Rekordstrafe. Das Bundeskartellamt werde gegen Oetker wegen verbotener Preisabsprachen Ende März ein Bußgeld von 190 Millionen Euro verhängen, berichtete das Nachrichtenmagazin Focus am Wochenende.

Die Summe liege knapp unter zehn Prozent des Jahresumsatzes der Radeberger Gruppe, der Brauereisparte von Oetker. Die Konkurrenten Warsteiner, Bitburger, Veltins, Krombacher und Barre hatten vom Kartellamt schon im Januar Bußgeldbescheide über insgesamt 106,5 Millionen Euro bekommen.

Oetker und das Kartellamt waren am Sonntag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. In Branchenkreisen hatte es bereits geheißen, dass Oetker sich auf eine hohe Buße einstellen müsse. Kartellamtschef Andreas Mundt hatte im Januar angekündigt, er wolle das Verfahren bis Ende März zum Abschluss bringen.

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