MAN: Betriebsgewinn 2013 um die Hälfte geschrumpft

Der Gewinn von MAN ist um die Hälfte eingebrochen. Die schwache Nachfrage nach Industriegütern in Europa belastet Maschinenbauer und die Transport- und Logistikbranche. Durch die Übernahme von Scania erhofft sich der VW-Konzern für 2014 bessere Zahlen.

Beim Lastwagen- und Maschinenbauer MAN ist der Betriebsgewinn 2013 um gut die Hälfte geschrumpft. Der Münchner Konzern verbuchte nach Angaben von Mittwoch ein operatives Ergebnis von 475 Millionen Euro, das sind 51 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Hauptgrund sei eine Millionenrückstellung für ein aus dem Ruder gelaufenes Kraftwerksprojekt. Weil weitere Sondereffekte – Altlasten der früheren Tochter Ferrostaal und Steuereffekte aus der Übernahme durch Volkswagen – hinzukamen, türmte sich ein Nettoverlust von 513 Millionen Euro auf. Der Umsatz sank leicht auf 15,66 Milliarden Euro. Die Rendite sackte auf 3,0 Prozent ab.

Für 2014 äußerte sich Vorstandssprecher Georg Pachta-Reyhofen „verhalten optimistisch“. Das Nutzfahrzeuggeschäft, womit MAN das Gros seiner Erlöse einfährt, werde die Rendite spürbar steigern, auch wenn der Umsatz zurückgehen und der Absatz stagnieren soll. Insgesamt erwartet Pachta-Reyhofen für die MAN-Gruppe für 2014 ein deutlich höheres operatives Ergebnis. Der Umsatz werde hingegen leicht unter dem Vorjahreswert liegen.

Der VW-Konzern plant zum Ausbau seiner LKW-Branche die komplette Übernahme von Scania für 7,6 Milliarden Euro (hier). Die beiden Marken harmonierten unter dem Konzerndach nicht so gut, wie sich der Vorstand das erhofft hatte (mehr hier).

 

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