Zahl der Streiks in Deutschland nimmt ab

In 2013 beteiligte sich eine Million Beschäftigte an Streiks – Ein Sechstel weniger als im Jahr zuvor. Auch im internationalen Vergleich wird in Deutschland wenig gestreikt. In Frankreich legen Beschäftigte zehn Mal so häufig die Arbeit nieder.

In Deutschland wird weniger gestreikt. 2013 beteiligten sich rund eine Million Beschäftigte an Streiks oder Warnstreiks, teilte das gewerkschaftsnahe Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung am Donnerstag mit. Das waren 200.000 weniger als im Jahr zuvor. Dabei fielen 551.000 Arbeitstage aus und damit rund 80.000 weniger als 2012.

„Im internationalen Vergleich wird in Deutschland nach wie vor relativ wenig gestreikt“, erklärte das Institut. Demnach kamen in Deutschland zwischen 2005 und 2012 auf 1.000 Beschäftigte im Schnitt 16 ausgefallene Arbeitstage. In Frankreich waren es dagegen 150, in Kanada 117, in Belgien 73 und in Großbritannien 26. In der Schweiz fiel arbeitskampfbedingt nur ein Tag aus, in Österreich zwei.

Den längsten Arbeitskampf gab es 2013 im Einzelhandel: Von Mai bis Dezember kam es Tausende Streikaktionen in mehr als 950 Betrieben. Die mit Abstand größten Warnstreiks gab es in der Metall- und Elektroindustrie mit mehr als 700.000 Beschäftigten.

Kommentare

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  1. Jupp Hirsenkoetter sagt:

    NAAA JAH!

    wenn man den aktuellen WARNSTREIK der OETVunter Bsirske befolgt, dann geht es um mindestens 5.5 MDR EURO p.a. Umverteilung aus dem Geldbeutel der Steuerzahler in den Goldbeutel der produktivsten Kaste der Gesellschaft, die am Rande des Existenzminimus lebt, massiv ueberarbeitet und extrem unterbezahlt sowie unterversorgt ist!

    Bei der Investition von Kapital heisst es immer, mit Sicherheitsdenken ist kein grosser Gewinn zu machen, aber die Kaste der Staatsbeamten& -Bediensteten, mit mutigen Vorreitern, wie den Politikern, die sich mal eben ganz bescheiden 900.00 Euro pro Monat mehr EInkommen genehmigen, die moechten beides: Sicheren JOB, mit genau definierten Arbeitspensen und eine fuerstliche Bezahlung mit noch ueppigerer Altersversorgung, alternativlos!
    Dabei sind eben gerade die Krankenstaende in dieser Zunft uberproportional hoch und die einzigen, die sich noch in den Vergnuegungsstaetten der Kurstaedte beim Tango nach dem Tango rumtreiben, sind nicht die Fernfahrer und Freiberufler….und unterforderte Kneipenwirte !

    Die Staatsbediensteten denken, sie haben das Paradies auf Erden nicht nur schon sicher sondern noch finden dies noch ausbaubar!