E.ON fürchtet um „gute Beziehungen“ zu Russland

Nach einem schwachen Jahr 2013 fürchtet E.ON um den Abbruch wirtschaftlicher Beziehungen zu Russland. Im Kontext der Krim-Krise stehen die Transportwege russischer Gasvorkommen nach Europa auf dem Spiel.

Der Energieversorger E.ON warnt in der Krim-Krise vor einer Gefährdung der Wirtschaftsbeziehungen zu Russland. Durch die deutsche Partnerschaft mit dem Land sei Europa friedlicher geworden, sagte Konzernchef Johannes Teyssen dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. „Das sollte man nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.“

Teyssens Worten zufolge haben sich die Regierungen in Moskau bislang in der Gasversorgung stets als verlässlich erwiesen. „Europa und Russland haben über vier Dekaden eine Energiepartnerschaft aufgebaut, und es gab in dieser Zeit keinen einzigen Tag, an dem Gas als strategische Waffe gegen den Westen eingesetzt wurde“, sagte der Manager. Auch sein Unternehmen könne sich nicht über eine unfaire Behandlung beklagen. Die russische Regierung habe ihr Versprechen eingehalten, für stabile Rahmenbedingungen zu sorgen.

„Ich sehe an keiner Stelle irgendwelche Einschränkungen für unser Geschäft“, betonte der E.ON-Chef. Der Konzern beschäftigt in Russland 5.000 Mitarbeiter.

E.ON musste jüngst Gewinn-Einbußen hinnehmen, schiebt das aber auf die Rahmenbedingungen der Energiewende (hier). Kraftwerke in NRW musste geschlossen werden (hier).

Wenn Russland den Gashahn zudreht, kann das erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen mit sich bringen (mehr zu den Transportwegen russischer Gasvorkommen – hier).

 

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